Cooler Master präsentiert Pi Case 40 und Pi Tool für den Raspberry Pi

Veröffentlicht am: von

coolermasterNachdem die Kickstarter-Kampagne des Pi Case 40 von Cooler Master erfolgreich verlaufen ist, hat sich der Hersteller dazu entschieden, das Produkt auf dem europäischen Markt anzubieten. Das Gehäuse für den Raspberry Pi 4b basiert auf einer Zusammenarbeit mit der Raspberry-Pi-Community. Dabei wurden das Feedback sowie die Wünsche der Community bereits während der Entwicklungsphase berücksichtigt und anschließend umgesetzt. 

Das Pi Case 40 entspringt der zweiten, offiziellen Kickstarter-Kampagne von Cooler Master. Was zunächst als kleines Nebenprojekt begann, entwickelte sich schnell zu einem Selbstläufer. Das ursprüngliche Finanzierungsziel wurde nach weniger als einer Stunde erreicht und bis zum Ende der Kampagne um rund 3.500 % übertroffen.

Der Hersteller setzt beim Gehäuse auf einen modularen Drei-Komponenten-Aufbau. Die Oberschale ist vollständig aus Aluminium gefertigt und fungiert gleichzeitig als Passivkühler. Bei der Außenseite kommt eine Pulverbeschichtung zum Einsatz. Der Raspberry Pi 4b wird auf der Unterschale (Kunststoff) montiert, die seitlich im Bereich der integrierten WLAN- und Bluetooth-Antennen der Platine im Vergleich zur Aluminium-Oberschale bewusst etwas höher gezogen wurde. Somit soll die bestmögliche Empfangsqualität nach eigenen Angaben sichergestellt werden.

» zur Galerie

Zusätzliche Robustheit gewährleistet laut Cooler Master die dritte Gehäusekomponente: Ein passgenau umgesetzter Rahmen aus thermoplastischem Polyurethan (TPU). Dieser dient als Aufprallschutz und soll für einen besseren Grip sorgen. Sämtliche Anschlüsse des Raspberry Pi sind über die Gehäuseseiten zugänglich. Dies gilt auch für die um 90 Grad gedrehten GPIO-Pins. Diese Pins verbergen sich hinter einer aufklappbaren Blende. Flachbandkabel zum Anschluss eines Raspberry-Pi-Displays oder eines Kameramoduls lassen sich durch einen Schlitz aus dem Gehäuse herausführen. Des Weiteren besitzt das Pi Case 40 vier VESA-Montageklammern. Bei den Lochabständen stehen sowohl 75 x 75 mm wie auch 100 x 100 mm zur Verfügung. 

Zudem befindet sich am Gehäuse ein Power-Taster. Über das Pi Tool von Cooler Master kann der Taster mit zusätzlichen Funktionen versehen werden. Durch aufeinanderfolgendes, kurzes und langes Drücken der Power-Taste lassen sich diverse Ereignisse auslösen. Hierzu zählt unter anderem das Öffnen eines Programms oder der Start eines Skripts.

Pi Tool: System-Monitoring und mehr

Unter der Bezeichnung Pi Tool bietet Cooler Master maßgeschneiderte Software für das Pi Case 40 an, die mit vielen zusätzlichen Funktionen und Individualisierungsmöglichkeiten aufwartet. Dazu zählen unter anderem verschiedene Übertaktungsprofile. Diese wurden vorab von Cooler Master unter Berücksichtigung der thermischen Leistung des Gehäuses getestet und validiert. Ebenfalls ist die Erstellung individueller Overclocking-Profile möglich. Des Weiteren erlaubt die Software die Überwachung verschiedener Systemparameter wie beispielsweise die Temperaturen, Systemauslastung, Taktfrequenzen und RAM-Auslastung.

Das Pi Tool ist mit dem Raspberry-Pi-OS kompatibel und lässt sich somit auf jedem Raspberry Pi 4b installieren. Da es sich um eine Open-Source-Software handelt, steht das Repository auf Github zur Verfügung. Zudem beabsichtigt Cooler Master in Zukunft zusätzliche Materialien zur Modifikation des Pi Case 40 zum Download anzubieten. Dazu zählen unter anderem CAD- und 3D-Druck-Dateien für die Unterschale.

Das Cooler Master Pi Case 40 ist in Kürze bei Reichelt sowie Conrad vorbestellbar, die Auslieferung erfolgt gegen Ende November. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers beläuft sich auf rund 25 Euro.