Günstige HomePod-Alternative soll von Beats kommen

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Auf die Frage, wer derzeit die meisten smarten Lautsprecher verkauft, gibt es unterschiedliche Antworten - mal wird Google genannt, mal Amazon. Fest steht nur, dass Apple keine nennenswerte Rolle spielt. Denn der HomePod ist derzeit nicht nur in wenigen Ländern erhältlich und auf den iOS-Kosmos angewiesen, er ist auch vergleichsweise teuer. Doch eine günstige Alternative könnte folgen, wenn auch unter anderem Namen.

Ein erstes entsprechendes Gerücht kam bereits Mitte Mai auf. So berichtete das Portal Sina unter Berufung auf Zulieferer, dass Apple einen zweiten smarten Lautsprecher entwickeln würde. Ein Partner: MediaTek. Denn anders als beim HomePod soll den Angaben zufolge kein Apple-eigenes SoC verbaut werden - vermutlich, um die Kosten niedrig zu halten. Völlig unwahrscheinlich wäre ein MediaTek-SoC in einem solche Gerät nicht. Denn auch Amazon und andere Hersteller smarter Lautsprecher setzen auf Chips des taiwanischen Unternehmens. Als möglicher Preis wurden 199 US-Dollar gehandelt, zudem wurde vermutet, dass den Lautsprecher nicht das Apple-, sondern das Beats-Logo zieren soll. Auf Siri, so die Quelle, müsse aber verzichtet werden - womöglich ein Tribut an den SoC.

Nun aber heißt es aus Analystenkreisen, dass die günstige HomePod-Alternative vermutlich um 250 US-Dollar kosten, dafür aber Siri beinhalten soll. Allerdings geht man auch hier davon aus, dass das Beats-Label verwendet wird. Das könnte auf ein weniger zurückhaltendes Design deuten, aber auch auf eine andere Audio-Abstimmung des Lautsprechers; Beats steht nach wie vor in dem Ruf, basslastige Einstellungen zu bevorzugen. Als Motiv hinter einem günstigen HomePod - oder einer andersnamigen Alternative - wird auch hier der hohe Preis genannt. Der sei doppelt bis dreimal so hoch wie bei smarten Lautsprechern üblich. Dennoch glaubt man daran, dass der HomePod, der in seiner jetzigen Form ab dem 18. Juni auch in Deutschland erhältlich sein wird, einen Marktanteil zwischen 15 und 20 % erreichen könne. Die Vorstellung des neuen Modells soll bereits auf der WWDC in der nächsten Woche stattfinden.

Das wiederum begründet man mit den vermutlich geplanten Ankündigungen in Bezug auf Siri. Apples Sprachassistentin soll einen deutlich größeren Funktionsumfang, zudem unter anderem die Bereiche Email und Navigation gehören könnten. Zwischen April und Dezember 2017 habe Apple die Trefferquote bei Fragen dem Bericht zufolge von 66 auf 75 % steigern können, der Google Assistant würde mit 85 % aber nach wie vor genauer arbeiten.