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Google gibt die Datenbrille Glass nicht auf

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Um Googles umstrittene Datenbrille Glass ist es in den letzten Monaten immer stiller geworden. Die Erfolgschancen wurden selbst von App-Entwicklern zuletzt sehr kritisch bewertet. Dass Google den Verkauf im Januar ganz stoppte und das Explorer-Programm beendete, konnte man als endgültiges Ende für "Project Glass" verstehen. Doch Googles Executive Chairman Executive Eric Schmidt gibt jetzt eine ganz andere Entwicklungsrichtung vor.

Demnach ist die Ausgliederung der Glass-Entwicklung aus dem Google X-Forschungslabor keineswegs das Ende der Datenbrille. Gerade die Presse hätte das teilweise falsch aufgefasst. Glass wurde stattdessen Tony Fadell unterstellt, dem Leiter von Googles Nest-Abteilung. Dort soll aus dem "Project" ein Produkt für Endkunden geschliffen werden. 

Schmidt sieht Glass immer noch als "große und sehr fundamentale Plattform" für sein Unternehmen. Google sei bereit, Risiken einzugehen. Er sehe auch gar keinen Grund, die Arbeiten an Glass einzustellen, sondern sieht es als Langzeitprojekt. Diese Behauptung wird von einem früheren Artikel des Wall Street Journals gestützt, der zufolge eine neue und deutlich verbesserte Glass-Version in Entwicklung sein soll. Ein niedrigerer Preis, eine längere Akkulaufzeit, ein besseres Display und besserer Sound sollen den Weg für einen späten Erfolg der Datenbrille ebnen.

Dass über die Neuauflage sonst bisher wenig berichtet wurde, liegt angeblich an einer anderen Vermarktungsstrategie. Die Entwicklung erfolgt nicht mehr vor den Augen der Öffentlichkeit, sondern möglich diskret. Dadurch wird es allerdings auch schwerer, die Zukunftschancen von Googles Datenbrille abzuschätzen. 

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Kommentare (7)

#1
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Registriert seit: 06.02.2014
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Admiral
Beiträge: 10775
Zitat
Schmidt sieht Glass immer noch als "große und sehr fundamentale Plattform" für sein Unternehmen. Google sei bereit, Risiken einzugehen. Er sehe auch gar keinen Grund, die Arbeiten an Glass einzustellen, sondern sieht es als Langzeitprojekt. Diese Behauptung wird von einem früheren Artikel des Wall Street Journals gestützt, der zufolge eine neue und deutlich verbesserte Glass-Version in Entwicklung sein soll. Ein niedrigerer Preis, eine längere Akkulaufzeit, ein besseres Display und besserer Sound sollen den Weg für einen späten Erfolg der Datenbrille ebnen.

Das hört sich mal gut an. Auf lange Sicht werden sich solche Technologien mit hoher Wahrscheilichkeit durchsetzen - auch wenn sich die Datenschutzritter dem widersetzen.
#2
Registriert seit: 30.04.2011

Hauptgefreiter
Beiträge: 226
Ich würde die Brille ja echt gut finden, wenn da die Kamera nicht wäre....
#3
Registriert seit: 11.05.2009
Ludwigsburg
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1430
Also ich würde gerne so eine Brille haben, jedoch auch ohne Kamera.
Beim Fahrrad fahren die Route eingeben und ab gehts!
#4
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Registriert seit: 03.07.2013
Luzern
Leutnant zur See
Beiträge: 1185
Ihr Nasen, wie soll die Brille interaktiv agieren/reagieren können, wenn "sie nicht sieht" was ihr seht?

Ich weiss schon was ihr meint, der gläserne Bürger usw... aber ohne ist halt nicht.
#5
Registriert seit: 30.04.2011

Hauptgefreiter
Beiträge: 226
Navi geht selbstverständlich auch ohne Kamera, oder haben alle Tom Tom eine Kamera?
Mit GPS wird deine Position auf 1m genau bestimmt, mit Hilfe eines Kompass (ist in jeden Smartphone verbaut) wird ermittelt in welche Richtung du Schaus. So Ausgestattet, kannst du mit der Brille durch eine Stadt fahren und bei jedem Gebäude können dann zusätzliche Infos eingeblendet werden. Mit einem zusätzlichen Neigungssensor kannst du Dir dann auch bei Tag Sternbilder im Himmel anzeigen lassen.
Und Ja ich bin gegen den Gläsernen Bürger.
#6
Registriert seit: 27.06.2001

Stabsgefreiter
Beiträge: 342
Man sollte die Brille vielleicht erstmal in einem geschlossenen Umfeld testen. Z.B. bei der Arbeit. Das Hauptproblem ist sicherlich, dass jeder glaubt, man würde gefilmt werden. Kennt ja jeder die Stories, wo jemand in der Bar ist und die Leute aggressiv wurden. Sobald du ein Bild von mir machst, gehört es mir und nicht dir. Niemand möchte die Spaßbremse sein. Und niemand möchte Angst haben, dass jemand schreit, dass da einer Google Glass trägt und du auf einmal der Arsch bist. Achja, wie sieht das eigentlich für Brillenträger aus? Drüber stülpen? Extrem unpraktisch.
#7
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Registriert seit: 06.07.2006
Bayern
Flottillenadmiral
Beiträge: 5958
Zitat Crool;23330667
Man sollte die Brille vielleicht erstmal in einem geschlossenen Umfeld testen. Z.B. bei der Arbeit. Das Hauptproblem ist sicherlich, dass jeder glaubt, man würde gefilmt werden. Kennt ja jeder die Stories, wo jemand in der Bar ist und die Leute aggressiv wurden. Sobald du ein Bild von mir machst, gehört es mir und nicht dir. Niemand möchte die Spaßbremse sein. Und niemand möchte Angst haben, dass jemand schreit, dass da einer Google Glass trägt und du auf einmal der Arsch bist. Achja, wie sieht das eigentlich für Brillenträger aus? Drüber stülpen? Extrem unpraktisch.


Genau das gab es bei den Kamerahandys auch schon zu lesen. Mittlerweile Alltag und niemand regt sich mehr auf. Incl. Datenschützer. Meiner Meinung nach ist das eine extreme hysterie seitens der klassischen Medien die da losgetreten wurde. Wenn ich unbemerkt Leute aufnehmen will, dann würde ich eher bei Pearl & Co. zuschlagen, da gibt es fragwürdige Gerätschaften für n paar Euros.
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