Produktivität dominiert
Unternehmen stecken 30 % ihrer KI-Ausgaben in Effizienz
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Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz nimmt in Unternehmen zwar weiter zu, doch der Schritt von einzelnen Projekten hin zu einer breiten Nutzung gelingt offenbar bislang nur einer Minderheit. Nach einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Gartner haben lediglich 22 % der befragten Organisationen KI erfolgreich über mehrere Geschäftsbereiche hinweg skaliert oder verfolgen bereits einen konsequenten "AI-first"-Ansatz. Gleichzeitig wollen die Unternehmen aber ihre Ausgaben für die Technik weiter erhöhen.
Für die Untersuchung befragte Gartner zwischen Januar und April 2026 insgesamt 1.303 Personen aus Unternehmen, die im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen US-Dollar erzielten. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen Investitionen und unternehmensweiter Umsetzung. Trotz der bislang vergleichsweise niedrigen Erfolgsquote planen 85 % der befragten Führungskräfte, ihre KI-Ausgaben 2026 weiter zu erhöhen.
Dabei fehlt teilweise selbst der Überblick über die eingesetzten Mittel. Rund elf Prozent der Unternehmen wissen laut Gartner nicht mal, wie viel ihr jeweiliger Funktionsbereich 2025 für KI ausgegeben hat. Das Marktforschungsunternehmen sieht darin angesichts steigender Budgets ein zusätzliches finanzielles Risiko.
Die meisten Unternehmen setzen KI derzeit vor allem zur Produktivitätssteigerung ein. Für 75 % der befragten Führungskräfte gehört eine höhere Produktivität zu den wesentlichen erwarteten Ergebnissen. Im Durchschnitt fließen rund 30 % der KI-Ausgaben eines Funktionsbereichs in entsprechende Anwendungen. Damit erhält dieser Bereich fast doppelt so viel Budget wie das jeweils nächstgrößere Einsatzfeld. Größere Veränderungen von Geschäftsmodellen oder der Aufbau neuer Einnahmequellen stehen demgegenüber weniger stark im Mittelpunkt.
Hohe Verbreitung bedeutet allerdings nicht automatisch einen hohen finanziellen Nutzen. Gartner stellt bei den untersuchten Anwendungsfällen teilweise deutliche Unterschiede zwischen der Häufigkeit eines KI-Einsatzes und den tatsächlich gemeldeten positiven Renditen fest. Besonders deutlich zeigt sich das im IT-Bereich.