NEWS

LUMI-AI

Europas neuer KI-Supercomputer setzt auf AMD Instinct MI430X

Portrait des Authors


Europas neuer KI-Supercomputer setzt auf AMD Instinct MI430X
0

Werbung

Mit LUMI-AI entsteht in Finnland ein neuer europäischer Supercomputer, dessen Rechenarchitektur vornehmlich auf Hardware von AMD setzt. EuroHPC Joint Undertaking hat dabei das Unternehmen Bull mit Aufbau, Installation und Wartung des Systems beauftragt - für insgesamt rund 387,8 Millionen Euro. In Betrieb gehen soll LUMI-AI in der zweiten Jahreshälfte 2027 im neuen Rechenzentrum des finnischen IT Center for Science (CSC) in Kajaani.

Im Mittelpunkt stehen dabei AMDs Instinct MI430X. Anders als stärker für KI-Berechnungen spezialisierte Varianten der MI400-Familie unterstützt der MI430X auch FP32 und FP64. Für den MI430X nennt AMD zudem 432 GB HBM4-Speicher pro Einheit, während die Speicherbandbreite bei rund 19,6 TB/s liegt. Damit eignet sich der Beschleuniger sowohl für das Training und die Ausführung von KI-Modellen als auch für klassische wissenschaftliche Simulationen, bei denen eine hohe numerische Genauigkeit erforderlich ist.

AMD liefert für LUMI-AI aber nicht nur die GPU-Beschleuniger. Als Host-Prozessoren kommen seinerseits EPYC-CPUs der sechsten Generation zum Einsatz. Die unter dem Codenamen Venice entwickelte Servergeneration basiert auf Zen 6. Für LUMI-AI sind dazu Varianten mit bis zu 256 CPU-Kernen vorgesehen. Die CPUs übernehmen vor allem Aufgaben, die sich nicht sinnvoll auf die GPU-Beschleuniger auslagern lassen, und koordinieren zusammen mit der übrigen Infrastruktur die unterschiedlichen HPC- und KI-Workloads.

Die Entscheidung für AMD setzt zugleich die bisherige Ausrichtung von LUMI fort. Denn schon der aktuelle Supercomputer verwendet AMD-Hardware und basiert auf EPYC-Prozessoren sowie Instinct-Beschleunigern. Beim Nachfolger wird diese Architektur folgerichtig mit deutlich leistungsfähigeren Generationen fortgeführt. Nach Angaben des LUMI-Konsortiums soll LUMI-AI dadurch etwa die zehnfache KI-Rechenkapazität des bestehenden Systems erreichen. Bei klassischen HPC-Berechnungen wird dagegen bloß knapp eine doppelt so hohe Leistung erwartet.

Wie viele MI430X-Beschleuniger und EPYC-Prozessoren Bull insgesamt verbauen wird, wurde bislang nicht veröffentlicht. Auch eine konkrete Spitzenleistung in FLOPS nennt das LUMI-Konsortium in seiner Ankündigung noch nicht. Die bislang genannten Leistungssteigerungen beziehen sich daher auf den Vergleich mit dem vorhandenen LUMI-System und erlauben noch keine vollständige Einordnung in künftige Supercomputer-Ranglisten.

Back to top