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Xbox beginnt Radikalumbau

Über 3.200 Stellenstreichungen geplant

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Über 3.200 Stellenstreichungen geplant
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Es hatte sich bereits mehrfach angedeutet, nun ist es Gewissheit: Microsofts Gaming-Sparte steht vor einem tiefgreifenden Einschnitt. Nach mehreren Wochen mit Spekulationen hat Xbox-Chefin Asha Sharma in einer internen Mitteilung bestätigt, dass bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres rund 3.200 Stellen wegfallen sollen. Nach Unternehmensangaben entspricht dies etwa 15 % der gesamten Xbox-Belegschaft.

Ein Teil des Abbaus beginnt unmittelbar. Rund 1.600 Arbeitsplätze sollen bereits jetzt gestrichen werden, was etwa acht Prozent der Beschäftigten betrifft. Sharma bezeichnete den Schritt als den größten Umbau in der Geschichte von Xbox und verweist zugleich darauf, dass die Entscheidung nicht als Bewertung der Leistung der betroffenen Mitarbeiter zu verstehen sei.

Als zentrale Begründung für den Umbau nennt Sharma wirtschaftlichen Druck. Die Xbox-Sparte sei in ihrer aktuellen Form nicht ausreichend gesund aufgestellt. Die Gewinnmargen lägen unter denen vergleichbarer Plattform- und Publisher-Geschäfte. Zwar hätten der Game Pass, die Multiplattform-Strategie und der Ausbau des eigenen Spieleportfolios zusätzlichen Wert geschaffen, das Wachstum sei jedoch hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Hinzu komme eine schwierige Lage im Hardwaregeschäft. Sharma spricht von der schwersten Hardware-Krise, mit der die Branche bislang konfrontiert worden sei. Vor diesem Hintergrund soll Xbox künftig mit weniger Komplexität und klareren Prioritäten arbeiten.

Neben dem Personalabbau verändert Microsoft aber auch die Struktur mehrerer Entwicklerstudios. Compulsion Games etwa, bekannt durch South of Midnight, sowie Double Fine, das Studio hinter Psychonauts, sollen aus dem Xbox-Verbund herausgelöst werden. Beide Teams sollen künftig unabhängig weiterarbeiten, ihre Marken und bestehenden Spielekataloge behalten und finanzielle Unterstützung für kommende Projekte erhalten.

Für Ninja Theory und Undead Labs ist ein anderer Weg vorgesehen. Die Studios sollen an neue Eigentümer übergehen, die die weitere Finanzierung und Entwicklung von Senua, bzw. State of Decay 3 übernehmen und ausbauen sollen. Bei Arkane in Frankreich, das derzeit an Marvel's Blade arbeitet, prüft Microsoft nach eigenen Angaben andere strategische Optionen. Wegen der dortigen arbeitsrechtlichen Vorgaben sollen zunächst Gespräche mit dem Betriebsrat stattfinden.

Trotz der Einschnitte will Microsoft nach Darstellung der Xbox-Chefin keine bereits öffentlich angekündigten First-Party-Spiele oder Projekte einstellen. Für das laufende Jahr stellt Sharma weiterhin Investitionen auf einem ähnlichen Niveau wie bisher in Aussicht. Künftige Ausgaben sollen jedoch strenger priorisiert werden. Für 2027 rechnet die Xbox-Führung nach der Neuaufstellung wieder mit Wachstum.

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