Werbung
Eine neue Analyse offenbart einen interessanten Zusammenhang zwischen Investitionen in KI und Personalzahlen. Demnach haben Unternehmen mit hohen Ausgaben für KI-Anwendungen stärker beim Personal zugelegt als Firmen mit geringerer KI-Nutzung. Die Analyse basiert auf Ausgabendaten der Zahlungsplattform Ramp und Beschäftigungsdaten von Revelio Labs. Ausgewertet wurden mehr als 21.500 Unternehmen aus den USA.
Die Studie unterscheidet dabei zwischen Firmen mit intensiver und moderater KI-Nutzung. Zur ersten Gruppe zählen Unternehmen, die in den ersten drei Monaten nach Einführung entsprechender Anwendungen im Schnitt rund 33 US-Dollar pro Mitarbeiter und Monat ausgaben. Bei moderater Anwendung lagen die monatlichen Ausgaben dagegen nur bei etwa 3 US-Dollar pro Kopf.
In den zwei Jahren nach der Einführung der Technologie wuchs die Belegschaft der intensiven KI-Nutzer laut der Untersuchung dabei um rund zehn Prozent. Bei Unternehmen mit niedrigeren Ausgaben ließ sich kein vergleichbarer Effekt feststellen. Das Wachstum beschränkte sich den Daten zufolge zudem nicht auf einzelne Tätigkeitsfelder. Zuwächse gab es unter anderem in technischen Bereichen, im Vertrieb, in der Verwaltung und im Kundensupport.
Die Autoren der Studie weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass aus den Ergebnissen keine direkte Ursache-Wirkung-Beziehung abgeleitet werden kann. Die stärker investierenden Unternehmen waren häufig bereits vor der KI-Einführung wachstumsorientierter und technologisch besser aufgestellt. Es bleibt daher offen, ob KI-Ausgaben das Personalwachstum begünstigten oder ob ohnehin expandierende Firmen eher bereit waren, früh und umfangreich in KI-Werkzeuge zu investieren.
Auch die Datengrundlage setzt der Aussagekraft Grenzen. Die Untersuchung stützt sich auf Unternehmen, die Ramp nutzen. Diese Gruppe dürfte überdurchschnittlich technologieaffin sein und ist daher nicht zwangsläufig repräsentativ für den gesamten US-Arbeitsmarkt. Zudem betrachtet die Studie nur einen Zeitraum von 24 Monaten nach Einführung der KI-Anwendungen.
Langfristige Auswirkungen auf Beschäftigung und Aufgabenprofile lassen sich dadurch nur eingeschränkt bewerten. Die Autoren schließen zudem nicht aus, dass sich mögliche Verdrängungseffekte erst später zeigen könnten, wenn Unternehmen KI-Systeme tiefer in ihre Abläufe integrieren und Prozesse stärker automatisieren.