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Milliardeninvestition

Micron baut Chipfabrik in Hiroshima aus

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Micron baut Chipfabrik in Hiroshima aus
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Micron baut seine Investitionen in die eigene Speicherproduktion innerhalb Japans weiter aus. Am Standort Hiroshima wurde am Wochenende der symbolische erste Spatenstich für die Erweiterung einer bereits bestehenden Chipfabrik gesetzt. Die Anlage soll nach der Modernisierung bereits in rund zwei Jahren die Serienfertigung aufnehmen.

Im Mittelpunkt des Ausbaus steht dabei High-Bandwidth-Memory, kurz HBM. Diese Speichertechnik wird derzeit vorwiegend für KI-Beschleuniger benötigt und zählt zu den besonders stark nachgefragten Komponenten im Halbleitermarkt. Micron fertigt in Hiroshima ausschließlich HBM-Speicher und brachte seine ersten Chips dieser Art ebenfalls aus dieser Fabrik hervor. Die ursprüngliche Anlage übernahm Micron im Jahr 2012 nach der Insolvenz von Elpida, dem letzten japanischen DRAM-Hersteller. Elpida war in den 1990er Jahren als Gemeinschaftsunternehmen von NEC und Hitachi entstanden.

Die geplante Erweiterung kostet rund 1,5 Billionen Yen, was etwa 8,2 Milliarden Euro entspricht. Ein Drittel der Summe soll vom japanischen Wirtschaftsministerium getragen werden. Laut einem Bericht von Bloomberg stellt der Staat dazu 500 Milliarden Yen bereit. Bei der Zeremonie in Hiroshima warb Wirtschaftsminister Ryosei Akazawa zugleich um weitere Investitionen internationaler Chiphersteller in Japan.

Mit der Förderung will Japan seine Rolle in der globalen Halbleiterproduktion stärken. Staatliche Unterstützung für Chipfabriken ist international üblich, da solche Werke über lange Zeiträume Produktion, Arbeitsplätze und Zulieferstrukturen sichern können. Ein öffentlicher Anteil von rund einem Drittel der Investitionskosten gilt in diesem Bereich zudem als gängige Größenordnung.

Eine Entspannung bei klassischen DRAM-Produkten ist durch den Ausbau allerdings nicht zwingend zu erwarten. Die zusätzliche Kapazität ist auf HBM ausgerichtet und damit auf einen Markt, der stark von KI-Anwendungen geprägt ist. Zudem hat Micron zuletzt mehrere langfristige Vereinbarungen mit Großkunden geschlossen, die das derzeit hohe Preisniveau bis Ende 2030 absichern sollen.

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