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KI-Speicher als Engpass

SK hynix und Micron knacken Billionenmarke

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SK hynix und Micron knacken Billionenmarke
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Nachdem sich die Speicherkrise zuletzt vorrangig über steigende Preise bei DRAM und Festplatten bemerkbar gemacht hatte, schlägt sie nun auch an der Börse voll durch. SK hynix und Micron haben erstmals Börsenwerte von mehr als einer Billion US-Dollar erreicht. Zwei klassische Speicherhersteller rücken damit auf dem Börsenparkett in eine Größenordnung vor, die lange eher Chip-, Plattform- und Cloud-Schwergewichten vorbehalten war. 2018 hatte Apple diese Hürde als erstes Unternehmen überhaupt genommen.

Micron überschritt diesen Meilenstein bereits am Dienstag in den USA. Die Aktie legte zeitweise um fast 20 % zu, nachdem UBS das Kursziel deutlich anhob und auf stärkere KI-Nachfrage sowie langfristige Lieferverträge verwies. Am Mittwoch folgte dann SK hynix in Südkorea. Hier stieg der Aktienkurs zeitweise um bis zu 11 % auf 2,3 Millionen Won, woraus sich ein Börsenwert von rund 1.630 Billionen Won oder etwa 1,1 Billionen US-Dollar ergab.

Im Zentrum steht primär High Bandwidth Memory. Der Speicher kommt überwiegend bei KI‑Beschleunigern von NVIDIA und anderen Anbietern zum Einsatz und bestimmt inzwischen mit, wie viele Beschleuniger überhaupt ausgeliefert werden können. Auch diese Knappheit verhalf NVIDIA zu einem Börsenwert-Rekord von sogar über fünf Billionen US-Dollar. Speicher ist zum Engpasslieferanten für Rechenzentren geworden.

Nach Bloomberg-Daten kam SK hynix im vierten Quartal 2025 beim HBM-Umsatz auf einen Marktanteil von 57 %. Samsung folgte mit 22 %, Micron mit 21 %. Bei DRAM sah die Verteilung zuletzt ähnlich aus. Hier teilten sich Samsung und SK hynix mit rund 33 % die vorderen Ränge beim Marktanteil, während Micron auf über 25 % auf dem dritten Platz rangierte. Alle drei Hersteller profitieren von einem knappen Markt. Samsung und SK hynix hatten zuletzt vor einer angespannten Versorgung bis 2027 und teils noch länger gewarnt. Wenn ein großer Teil der Investitionen in HBM, Advanced Packaging und Rechenzentrumsbedarf fließt, fehlt Kapazität an anderer Stelle.

KI-Rechenzentren ziehen DRAM-Wafer, Packaging-Kapazitäten und Investitionsbudgets in Richtung margenstarker Serverprodukte. Klassischer PC-Speicher, SSDs und Notebook-Komponenten geraten dadurch unter Preisdruck, wenngleich sie technisch nicht direkt mit HBM konkurrieren. Für Hersteller bedeutet das Preissetzungsmacht – für Endkunden und Systemintegratoren steigende Kosten und längere Planungszyklen.

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