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Vorerst keine weiteren Chip-Fertigungsanlagen in Planung

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Vorerst keine weiteren Chip-Fertigungsanlagen in Planung
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Infineon Technologies will nach Jahren umfangreicher Investitionen vorerst keine weiteren neuen Halbleiterfabriken bauen. Mit der bevorstehenden Eröffnung der neuen Smart Power Fab in Dresden beendet der Konzern seine aktuelle Ausbauphase und richtet den Fokus künftig stärker auf die Auslastung bestehender Produktionsstandorte.

Wie Produktionsvorstand Alexander Gorski erklärte, sieht sich Infineon mit den vorhandenen Werken und zusätzlichen externen Partnern für weiteres Wachstum ausreichend aufgestellt. Neben dem neuen Standort in Dresden betreibt das Unternehmen große Fertigungsstätten im österreichischen Villach sowie im malaysischen Kulim. Dort ging bereits vor zwei Jahren eine Erweiterung im Wert von rund zwei Milliarden Euro in Betrieb.

Die neue Fabrik in Dresden soll offiziell am 2. Juli 2026 eröffnet werden. Infineon investierte insgesamt rund fünf Milliarden Euro in das Werk. Zusätzlich flossen staatliche Fördermittel in Höhe von etwa einer Milliarde Euro in das Projekt. Die Produktion startet dabei früher als ursprünglich vorgesehen. Hintergrund ist die weiterhin hohe Nachfrage nach Halbleitern für KI-Rechenzentren und moderne Stromversorgungssysteme.

Technologisch konzentriert sich die Smart Power Fab auf die Fertigung von Chips auf Basis von 300-Millimeter-Silizium-Wafern. Produziert werden unter anderem Leistungshalbleiter für erneuerbare Energien, Elektromobilität, Industrieelektronik und Rechenzentren. Infineon setzt dabei verstärkt auf moderne Materialien wie Siliziumkarbid und Galliumnitrid, die vor allem bei energieeffizienten Hochleistungsanwendungen an Bedeutung gewinnen.

Zum Portfolio des Konzerns gehören daneben hochintegrierte Mikrocontroller, Hardware-Sicherheitsmodule sowie Lösungen für Power-Management, Sensorik und IoT-Konnektivität. Die Produkte kommen insbesondere in Fahrzeugarchitekturen, Smart-Grid-Infrastrukturen und industriellen Anwendungen zum Einsatz.

Nach Angaben des Unternehmens wurde die neue Produktionslinie deutlich schneller hochgefahren als frühere Werke. Gorski sprach davon, dass das neue Modul doppelt so schnell anlaufe wie vergleichbare Projekte in der Vergangenheit. Bereits seit Monaten könne Infineon die hohe Nachfrage nach KI-bezogenen Chips kaum vollständig bedienen.

Auch personell befindet sich das Werk kurz vor dem Start im Regelbetrieb. Laut Infineon wurden die rund 1.000 neuen Mitarbeiter für den Standort Dresden größtenteils bereits eingestellt. Ein Teil der Fachkräfte stammt dabei aus eigenen Ausbildungsprogrammen des Unternehmens.

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