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Anthropic vor Gewinnquartal

Claude-Anbieter verdoppelt offenbar den Umsatz

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Claude-Anbieter verdoppelt offenbar den Umsatz
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Nachdem Anthropic zuletzt mit Claude Opus 4.7, Claude Security und vor allem einer umfangreichen Partnerschaft mit SpaceXAI aufgefallen war, rückt nun die finanzielle Seite wieder in den Vordergrund. Laut einem Bericht des Wall Street Journals, den TechCrunch aufgreift, hat Anthropic Investoren in einer Finanzierungsrunde erstmals einen operativen Gewinn für das zweite Quartal 2026 in Aussicht gestellt. Demnach soll sich der Umsatz gegenüber dem Vorquartal mehr als verdoppeln und auf rund 10,9 Milliarden US-Dollar steigen.

Das wäre für den KI-Markt eine beachtliche Entwicklung, denn Anthropic würde damit zu den wenigen Unternehmen gehören, die im direkten Wettbewerb mit OpenAI, Google und Meta eigene Frontier-Modelle betreiben und daraus ein schnell wachsendes Produktgeschäft gemacht haben. Claude ist längst nicht mehr nur ein Chatbot, sondern auch ein Werkzeug für Entwickler, Unternehmen und kleinere Geschäftskunden. Der Umsatz hängt damit weniger stark an klassischen Consumer-Abos. 

Die Zahlen bleiben allerdings unbestätigt und es geht zudem nur um die operative Profitabilität eines einzigen Quartals und nicht um einen dauerhaft positiven Jahresverlauf, der von laufenden Kosten deutlich gedrückt werden könnte, denn auch Anthropic dürfte mit hohen Infrastrukturkosten rechnen. Umsatz und Infrastrukturkosten dürften auch hier im Gleichschritt nach oben laufen. Allein beim Konkurrenten OpenAI stehen rund 50 Milliarden US-Dollar erwartete Compute-Ausgaben für das Gesamtjahr in den Büchern, denen inzwischen gerade einmal rund 2 Milliarden US-Dollar Umsatz pro Monat und mehr als 900 Millionen wöchentliche ChatGPT-Nutzer gegenüberstehen.

Kurzfristig liefert Anthropic die bessere Zahl: rund 10,9 Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz und erstmals ein operativer Gewinn. Für den Markt ist das vorwiegend deshalb bemerkenswert, weil Anthropic damit nicht nur Wachstum, sondern erstmals auch operative Tragfähigkeit zeigen würde. Für den angestrebten Börsengang wäre dies positiv. 

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