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RISC-V statt NVIDIA

KI-Chipfirma Tenstorrent könnte Milliarden-Übernahme bevorstehen

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KI-Chipfirma Tenstorrent könnte Milliarden-Übernahme bevorstehen
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Das KI-Chip-Start-up Tenstorrent steht offenbar im Fokus mehrerer großer Technologieunternehmen. Laut einem Bericht von Bloomberg (Paywall) führen unter anderem Intel und Qualcomm Gespräche über eine mögliche Übernahme des Unternehmens. Parallel dazu sucht Tenstorrent weiterhin nach Investoren für eine laufende Finanzierungsrunde.

Das Unternehmen entwickelt spezialisierte KI-Beschleuniger auf Basis der offenen Prozessorarchitektur RISC-V. Im Gegensatz zu vielen klassischen KI-Lösungen können die Chips unabhängig von einem Host-System betrieben werden. Mit der aktuellen Blackhole-Generation bietet Tenstorrent bereits skalierbare KI-Server sowie kompakte KI-Workstations für lokale Anwendungen an.

Nach den Informationen von Bloomberg hat sich Tenstorrent inzwischen auch an Investmentbanken gewandt, um verschiedene strategische Optionen auszuloten. Neben einem möglichen Verkauf stehen demnach weiterhin zusätzliche Finanzierungsmodelle im Raum. Sollte sich das Unternehmen tatsächlich für eine Übernahme entscheiden, könnten laut Bericht noch weitere Chipkonzerne Angebote abgeben.

Die aktuelle Bewertung von Tenstorrent soll sich bereits auf mehr als fünf Milliarden Dollar belaufen. Wie hoch der tatsächliche Marktwert am Ende ausfallen könnte, hängt jedoch stark von der Entwicklung vergleichbarer KI-Unternehmen ab. Gerade im Bereich spezialisierter KI-Hardware gelten Bewertungen als schwierig. Als Beispiel gilt der jüngste Börsengang von Cerebras: Das Unternehmen hatte zuvor ein Übernahmeangebot von ARM abgelehnt und anschließend erfolgreich den Gang an die Börse vollzogen. Nur wenige Tage später stieg die Marktkapitalisierung von Cerebras zeitweise auf rund 65 Milliarden Dollar.

Für Intel und Qualcomm wäre Tenstorrent vorwiegend wegen seiner KI-Technologie und der RISC-V-Ausrichtung interessant. Während sich viele KI-Beschleuniger weiterhin auf proprietäre Architekturen stützen, gewinnt RISC-V zunehmend an Bedeutung. Die offene Architektur erlaubt Unternehmen größere Flexibilität bei der Entwicklung eigener Prozessorlösungen und reduziert gleichzeitig Abhängigkeiten von etablierten Lizenzmodellen.

Der Markt für KI-Chips bleibt derzeit stark umkämpft. Neben klassischen Herstellern investieren immer mehr Unternehmen Milliardenbeträge in spezialisierte Hardware für KI-Training und Inferenz. Besonders gefragt sind derzeit energieeffiziente Beschleuniger, die große Sprachmodelle und andere KI-Anwendungen lokal oder in Rechenzentren ausführen können.

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