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Mehr CPUs statt SoCs

AMD übernimmt freie N4/N5-Kapazitäten

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AMD übernimmt freie N4/N5-Kapazitäten
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AMDs letzte Quartalszahlen sowie die eigene Einschätzung des Unternehmens sehen CPUs wieder im Kommen. Sie sollen mehr als nur der Host-Prozessor in einem KI-System sein, sondern vermehrt auch wieder die eigentlichen Rechenaufgaben übernehmen. Ein Problem für AMD ist allerdings, dass man hinsichtlich der Fertigungskapazitäten eingeschränkt ist und die Stückzahlen nicht in dem Maße hochgefahren werden können.

Dem zu Pass kommt nun die Meldung, dass der schwächelnde Markt für Smartphone-SoCs für rückläufige Bestellungen sorgt. Entsprechend werden Fertigungskapazitäten frei, die AMD jetzt aufnehmen könnte. MediaTek und Qualcomm sollen ihre Wafer-Bestellungen bei TSMC reduziert haben. Um welche Stückzahlen es sich hier handelt, ist nicht gesichert. Die Meldung spricht von 30.000 Wafern, was bei den kleinen SoCs in Millionen Chips resultieren würde.

Reduzierte Bestellungen sind für TSMC zunächst einmal ein Problem, denn bestenfalls sind die Fabs nahezu ausgelastet, was dann nicht mehr der Fall wäre. Schnell einen neuen Kunden zu finden, stünde also ganz oben auf der Liste von TSMC.

AMDs hohe Nachfrage bei den Epyc-Prozessoren passt ausgezeichnet zu den frei werdenden Fertigungskapazitäten. Die Epyc-Prozessoren der Genoa-Generation werden in N5 gefertigt. Der Nachfolger Turin mit den großen Zen-5-Kernen in N4. Einzig die Turin-Modelle mit den kompakten Zen-5c-Kernen werden in N3 gefertigt. Inwieweit AMD von den frei werdenden Kapazitäten profitieren wird, werden wir womöglich im Rahmen der kommenden Quartalszahlen erahnen können.

Der Zen-6-Nachfolger Venice wird in N2 bei TSMC vom Band laufen und ist damit auch der erste größere Chip, der dann direkt auf die neueste Fertigung setzt.

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