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Mit einem Börsenwert von knapp fünf Billionen US-Dollar und neuen Rekordumsätzen ist NVIDIA einer der größten Profiteure des KI‑Booms. Einen Teil dieses Rückenwinds steckt der Konzern nun in eine weniger auffällige, aber zentrale Komponente für die nächsten Rechenzentren: optische Verbindungen. Mit ca. 300 Millionen US-Dollar beteiligt sich NVIDIA am Ausbau von Corning, der drei neue US-Werke für Glasfasertechnik in North Carolina und Texas vorsieht.
Die Anlagen sollen Betreiber großer KI-Rechenzentren beliefern, die NVIDIA-Systeme einsetzen. Corning will damit die US-Produktion für optische Verbindungen verzehnfachen und die heimische Glasfaserkapazität um mehr als 50 % erhöhen. Zugleich sollen mehr als 3.000 Arbeitsplätze entstehen. Für NVIDIA ist die Partnerschaft eine weitere Absicherung, die mit jedem größeren KI-Cluster wichtiger wird. Je mehr Beschleuniger, Switches und Racks zusammengeschaltet werden, desto stärker rückt die Verbindungstechnik in den Mittelpunkt. Kupfer stößt bei hohen Datenraten und längeren Wegen zunehmend an Grenzen, weil Leistungsaufnahme und Signalverluste steigen. Optische Verbindungen versprechen mehr Bandbreite bei geringerem Energiebedarf und werden damit zu einer Voraussetzung, um große KI-Systeme effizient zu skalieren.
NVIDIA hatte 2025 bereits Switches mit entsprechenden Ansätzen vorgestellt. Auch Broadcom, Marvell und Intel arbeiten an ähnlichen Lösungen. Jensen Huang bezeichnete Co-Packaged Optics auf der GTC 2025 als wichtigen Baustein für den weiteren KI-Ausbau. Corning ergänzt NVIDIAs Investitionen weiter. Im März hatte NVIDIA vier Milliarden US-Dollar in Coherent und Lumentum investiert, die Laser und optische Komponenten für die Wandlung zwischen elektrischen und optischen Signalen entwickeln. Nun folgt die Glasfaser selbst.
Welche Produkte zuerst von den neuen Kapazitäten profitieren, nennen NVIDIA und Corning nicht.