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Telekom und Starlink

Satelliten sollen ab 2028 Funklöcher schließen

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Satelliten sollen ab 2028 Funklöcher schließen
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Die Deutsche Telekom und die SpaceX-Tochter Starlink haben auf dem Mobile World Congress 2026 in Barcelona eine weitreichende Partnerschaft bekannt gegeben, im Zuge der die letzten Funklöcher in Europa geschlossen werden sollen. Ab Anfang 2028 sollen Nutzer in bislang funklosen Gebieten automatisch über Starlinks Satellitennetz versorgt werden – in Deutschland und neun weiteren europäischen Märkten, in denen die Bonner mit eigenen Landesgesellschaften vertreten sind.

Die Technik dahinter trägt den Namen Direct-to-Device oder auch Satellite-to-Mobile und funktioniert ohne jede Zusatzhardware aufseiten des Nutzers: Verliert ein kompatibles Smartphone sein terrestrisches Signal – sei es 5G, LTE oder ein einfaches Sprachnetz – wechselt es vollautomatisch in das Satellitennetz von Starlink. Daten, Sprache, Video und Messaging bleiben so auch in Gebirgsregionen, Schutzgebieten oder schwierigen Lagen verfügbar, wo ein klassischer Mobilfunkmast wirtschaftlich oder rechtlich schlicht nicht realisierbar ist.

Der Dienst läuft ausschließlich im sogenannten MSS-Spektrum (Mobile Satellite Service) und ist damit klar vom terrestrischen Netz getrennt – er ergänzt es, ersetzt es aber nicht, so die Telekom. In Deutschland erreicht der Anbieter nach eigenen Angaben im 5G-Netz eine Abdeckung von 90 %, im LTE-Netz sollen es sogar mehr als 92 % sein, während Sprachdienste nahezu flächendeckend verfügbar sein sollen.

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Technologische Basis der Partnerschaft ist Starlinks V2-Satellitenkonstellation, die bis zum kommerziellen Start 2028 vollständig einsatzbereit sein soll. Die Zahl der kompatiblen Endgeräte in Europa wächst bereits schrittweise: Viele moderne Smartphones der aktuellen Generation sind hardwareseitig für die Direktverbindung zu Satelliten vorbereitet, noch ohne dass die entsprechende Netzanbindung heute schon existiert.

Bemerkenswert ist die Partnerschaft auch aus strategischer Sicht, denn Telekom-Chef Tim Höttges hatte eine Kooperation mit Starlink in Deutschland lange Zeit öffentlich ausgeschlossen. Das amerikanische Schwesterunternehmen T-Mobile US arbeitet hingegen bereits seit einiger Zeit mit Starlink zusammen und verfügt in den USA über erste praktische Erfahrungen. Der europäische Rollout dürfte von diesen Erfahrungen profitieren. 

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