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Der KI-Hype sorgt nicht nur für Engpässe bei Hardware und Speicher und treibt damit vor allem die Preise, sondern lässt auch ganze Unternehmen an den Börsen abstürzen, wie zuletzt IBM oder Duolingo. Dass dabei auch der eine oder andere Job wegfallen würde, war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Beim Zahlungsdienstleister Block fallen jetzt weltweit über 40 % der Stellen weg und werden durch KI ersetzt.
Das gab Jack Dorsey, Mitgründer und CEO des Zahlungsdienstleisters Block, am Donnerstagabend unter anderem über den Kurznachrichtendienst X bekannt. In einer Nachricht an seine Mitarbeiter gab er eine der tiefgreifendsten Entlassungswellen in der Geschichte des Unternehmens bekannt. Mehr als 4.000 der weltweit rund 10.200 Beschäftigten müssen das Unternehmen verlassen – die Belegschaft schrumpft damit auf knapp 6.000 Mitarbeiter – ein Rückgang von fast 40 %.
Block betreibt unter anderem die Dienste Square, Cash App, Afterpay und den Musik-Streamingdienst Tidal.
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Die Ankündigung fiel zusammen mit den Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025, die Block mit einem um 24 % gestiegenen Bruttogewinn auf knapp 2,87 Milliarden US-Dollar sowie einem deutlich verbesserten Ergebnis je Aktie präsentierte. Für das Gesamtjahr geht man sogar von einem Bruttogewinnwachstum von 18 % aus und korrigierte seine Erwartungen damit sogar noch nach oben. Anleger reagierten euphorisch: Die Block-Aktie schoss im nachbörslichen Handel um mehr als 24 % in die Höhe.
Dorsey betonte, der Stellenabbau sei keine Reaktion auf eine finanzielle Notlage, sondern eine bewusste strategische Entscheidung aus einer Position der Stärke heraus. Den offiziellen Grund für die Massenentlassung nennt Dorsey in einem ausführlichen Brief an die Aktionäre sowie in einem Post auf X unmissverständlich: Künstliche Intelligenz.
Er schrieb: "Ich glaube nicht, dass wir mit dieser Erkenntnis früh dran sind. Die meisten Unternehmen kommen zu spät." Block entschied sich dabei bewusst für eine einzige Entlassungsrunde statt mehrerer kleinerer Abbaurunden über einen längeren Zeitraum – eine Strategie, die Dorsey damit begründet, dass wiederholte Entlassungswellen die Moral zerstörten und das Vertrauen von Kunden und Aktionären beschädigen würden.
Für die rund 4.000 betroffenen Mitarbeiter bedeutet das Abfindungspakete. Alle Betroffenen sollen ihr Gehalt für mindestens 20 Wochen weiter erhalten und pro Jahr Betriebszugehörigkeit eine weitere Woche erhalten. Außerdem wird die Krankenversicherung für sechs Monate weiterbezahlt und eine Einmalzahlung in Höhe von 5.000 US-Dollar gewährt. Zudem dürfen alle Firmen‑Geräte behalten werden. Das Unternehmen rechnet mit Restrukturierungskosten in Höhe von 450 bis 500 Millionen US-Dollar.
Ob Dorseys Ansätzen weitere große Unternehmen folgen werden, wird sich 2026 zeigen.