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TSMC hat die Zahlen für das vierte Quartal 2025 veröffentlicht und damit das Gesamtjahr abgeschlossen. In Anbetracht des KI-Booms war von TSMC nichts anderes zu erwarten als Rekorde – im Umsatz, Gewinn, belichteten Wafern und ausgebuchten Fertigungslinien. Im vierten Quartal machte TSMC einen Umsatz von 33,7 Milliarden US-Dollar und eine Gewinnmarge von 48,3 %. Die Umsatzsteigerung von 25,5, 30,1, 33,1 und nun 33,7 Milliarden US-Dollar zeigt die letztjährige Entwicklung bei TSMC eindrucksvoll. Mit 122,4 Milliarden US-Dollar an Umsatz überschritt TSMC erstmals auch diese Schwelle.
Auf die jeweilige Fertigungsgröße bezogen, machte TSMC 28 % des Umsatzes mit den N3-Nodes und 35 % mit den N5-Nodes. Die Fertigung in 7 nm macht immerhin noch 14 % des Umsatzes aus. Alle weiteren Fertigungsgrößen sind für den restlichen Umsatz verantwortlich. Die Kollegen von ComputerBase verweisen auf den Umstand, dass TSMC alleine mit der Fertigung in den N3-Prozessen mehr umsetzt, als noch vor zwei Jahren ein komplettes Quartal insgesamt.
Für das kommende Jahr erwartet TSMC ein fortgesetztes Wachstum. Die hohen Gewinne pumpt der taiwanesische Auftragsfertiger in den Ausbau seiner Fabs. 52 bis 56 Milliarden US-Dollar sollen dafür im Jahr 2026 investiert werden. Umsatz und Gewinn sollen im Gesamtjahr um 30 % steigen.
In 2026 für TSMC zu einem größeren Faktor wird die Fertigung in den N2-Prozessen. AMD ist einer der ersten HPC-Kunden, der Chips bei TSMC bestellt hat. Auch SoCs der M- und A-Serie von Apple werden ab 2026 in 2 nm vom Band laufen. Vielmehr noch als die Fertigung der eigentlichen Chips eine Rolle spielen, wird das Advanced Packaging. Der Kapazitätsausbau verläuft hier sogar noch schneller, als in der Chipfertigung (Front-End).
Das Jahr 2026 wird für TSMC weiterhin ein Drahtseilakt bleiben, denn die USA wollen einen möglichst großen Anteil der Chipfertigung in das eigene Land verlagern. Entsprechend wird TSMC in den USA den Ausbau vorantreiben, wenngleich die allerneuesten Fertigungsverfahren in Taiwan verbleiben werden.