Chia bricht ein und Massenspeicher-Markt wird überschwemmt

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Dass Kryptowährungen für einen Hardware-Engpass sorgen können, dürften mittlerweile insbesondere Spieler zu spüren bekommen haben. Die Verfügbarkeit von Grafikkarten ist weiterhin schlecht. Mit dem Bekanntwerden der Währung Chia zeichneten sich auch bei den Festplatten ähnliche Entwicklungen ab. Jetzt haben Chia-Miner aus Vietnam damit begonnen, sowohl ihre gebrauchten SSDs als auch HDDs abzustoßen. 

Grund hierfür ist unter anderem der massive Kursfall des Chia. Die Kryptowährung krachte von rund 1.300 Euro auf aktuell knapp 200 Euro. Somit ist es nicht verwunderlich, wenn die Minenbetreiber für funktionierende Hardware noch den ein oder anderen Euro rausschlagen wollen. Allerdings sollten Käufer hier vorsichtig sein. Aufgrund der enormen Belastung durch das Mining halten SSDs, mit denen im 24/7-Betrieb Chia-Coins geschürft werden, zum Teil nur 80 Tage. Dies kann zwar variieren, allerdings zeigt das Beispiel die hohe Verkürzung der Lebenszeit.

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Aus diesem Grund ist es keinesfalls empfehlenswert solch einen Speicher zu einem vermeintlichen Schnäppchenpreis zu ergattern. Bislang scheinen in erster Linie Händler die Massenspeicher zu kaufen und aufzubereiten. Was in Zukunft für zahlreiche Probleme sorgen könnte, wenn die Händler ihre Kunden nicht über die Vergangenheit der Festplatten aufklären. Auch wenn diese in einem RAID-System betrieben werden, ist die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes sehr hoch, sofern keine ausreichende Backup-Strategie vorhanden ist. 

Wer aktuell auf der Suche nach einer Speichererweiterung ist, kann sich also freuen. Die Preise dürften erstmal nicht weiter ansteigen. Sich auf Schnäppchenjagd in Vietnam zu begeben ist allerdings nicht ratsam. Zumal nicht nur PC-Spieler zukünftig eine neue SSD-Platte benötigen werden. Mit dem kommenden Update der PlayStation-5-Firmware lässt sich auch hier der Speicher problemlos erweitern.