AMD erneut mit Umsatz- und Gewinnrekord

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amd logoAMD hat die Zahlen zum ersten Quartal 2021 veröffentlicht. Während bei Intel das Endkundengeschäft florierte, das Servergeschäft jedoch schwere Zeiten hatte, jagt AMD in allen Geschäftsbereichen von Rekord zu Rekord.

Insgesamt machte AMD in den vergangenen drei Monaten einen Umsatz in Höhe von 3,45 Milliarden US-Dollar – fast doppelt so viel wie im Vorjahresquartal. Zum gewohnt starken vierten Quartal beträgt das Plus 6 %. Die Bruttomarge blieb bei 46 % stabil. Der Nettogewinn lag bei 555 Millionen US-Dollar, was mehr als doppelt so viel wie im vergangenen Jahr ist, in dem AMD 162 Millionen US-Dollar verbuchen konnte.

Soweit der grobe Überblick, der auch bei Intel keinerlei Probleme aufzeigte, wo aber bei genauerem Hinsehen auf die einzelnen Geschäftsbereiche einige Absatzschwierigkeiten erkennbar wurden. Bei AMD machte die "Computing and Graphics"-Sparte, welche die Ryzen-Prozessoren (für Notebooks und Desktops) sowie die Grafikkarten beinhaltet, einen Umsatz von 2,1 Milliarden US-Dollar. Das Plus beläuft sich auf 46 % zum Vorjahresquartal mit einer leichten Steigerung gegenüber dem letzten Quartal 2020. Der Nettogewinn hat sich auf 485 Millionen US-Dollar fast verdoppelt.

Laut AMD konnten die Absatzzahlen der Ryzen-5000G-Prozessoren im Vergleich zur Vorgängergeneration nahezu verdoppelt werden. Der Absatz der Radeon-RX-6000-Serie fiel im Q1 2021 im Vergleich zum Q4 2020 ebenfalls verdoppelt so hoch aus. Aber natürlich ist sich AMD hier bewusst, dass selbst die enormen Absatzzahlen nicht ausreichend waren, um den Markt vollständig erschöpfend bedienen zu können. Heißt: Hier wäre Potential vorhanden gewesen, mehr Umsatz und Gewinn zu machen.

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Die zweite Sparte "Enterprise, Embedded and Semi-Custom" machte einen Umsatz von 1,345 Milliarden US-Dollar. Im Q1 2020 waren es noch 348 Millionen US-Dollar, so dass der Umsatz hier fast vervierfacht wurde. Vor allem die Custom-Chips für die Xbox Series X und PlayStation 5 trugen dazu bei. Aufgrund der hohen Entwicklungskosten und Aufwendungen machte AMD im Q1 2020 noch keinen Gewinn, sondern sogar Verluste. Das Q1 2021 steuert 277 Millionen US-Dollar zum Gewinn bei.

Genau wie bei den Endkunden-Produkten schlüsselt AMD die Ergebnisse in dieser Sparte nicht genauer auf, nennt jedoch einige Details. So sollen sich die Absatzzahlen der EPYC-Prozessoren im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt haben.

AMD kann also durchweg mit guten Zahlen überzeugen. Vor allem sollte man sich noch einmal vor Augen führen, dass AMD vor fünf Jahren so gut wie pleite war. Der Schuldenberg ist inzwischen auf 313 Millionen US-Dollar geschrumpft und man hat sogar 3,1 Milliarden US-Dollar an Bargeldreserven, äquivalenten Geldmitteln und kurzfristigen Investitionen. AMD ist ein finanziell gesundes Unternehmen geworden.

Für das zweite Quartal 2021 erwartet AMD mit 3,6 Milliarden US-Dollar auf dem hohen Niveau bleiben zu können. Die beständig wachsenden Verkäufe bei den Ryzen-Prozessoren, Radeon-Grafikkarten und EPYC-Prozessoren werden dieses Ziel stützen können. In den kommenden drei Monaten sollen außerdem die mobilen Radeon-RX-6000-GPUs auf den Markt kommen. Die Radeon Instinct MI200 wird im zweiten Halbjahr in Produktion gehen.