EU-Kommission plant Überarbeitung der Energieeffizienz-Klassen

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eu logoDie EU-Kommission hat die geltende Energieeffizienz-Skala überarbeitet, und möchte damit die Aussagekraft des Siegels wieder stärken. Konkret ist eine Rückkehr zu der vor einigen Jahren üblichen Einteilung in die Energieeffizienz-Klassen A, B, C, D, E, F und G. Die momentan verwendeten Labels reichen von der Klasse E bis zur Klasse A+++. Das Problem: Viele aktuelle Elektrogeräte befinden sich inzwischen in den Topklassen A+ bis A+++, dies macht es Verbrauchern ungleich schwerer, wirklich sparsame Geräte zu erkennen, wodurch die Klassifizierung etwa ihren Sinn verfehlt. Obwohl hinter den vielen Spitzenplätzen tatsächlich ein großer technischer Fortschritt seit der Einführung der Skala steht, möchte die EU-Kommission mit der Wiedereinführung der alten Werte weitere Anreize für Unternehmen setzen, noch stärker an der Energieeffizienz zu arbeiten. 

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So beanspruchten TV-Geräte allein im Jahr 2016 etwa 3 % des gesamten Energieverbrauchs innerhalb der EU für sich. Bis 2030 soll der Energiebedarf von Fernsehern, Monitoren und anderen Anzeigen auf bis zu 100 TW/h im Jahr ansteigen. Zum Vergleich: Deutschland produzierte im gesamten Jahr 2020 ungefähr 564 Terrawattstunden an Strom. 

Die neue Klassifizierung ist für Fernseher sowie Monitore und mittelgroße Infodisplays ab dem 1. März verpflichtend. Haushalts-Großgeräte, wie Waschmaschinen, Spülmaschinen, Waschtrockner sowie Kühl- und Gefriergeräte sollen im September diesen Jahres folgen. Für weitere Elektrogeräte, wie Trockner, Staubsauger und Backöfen soll die neue Skalierung erst 2024 eingeführt werden. Heizungen sollen sogar erst 2026 umgestellt werden. Grund dafür ist vor allem die momentan geltende Regelung, nach denen die A+-Klassen hier den erneuerbaren Energien vorbehalten sind. Deshalb sei ein Vergleich mit konventionellen Heizungen eher schwierig, so die EU-Kommission.