Mehrwertsteuersenkung: Alle Infos zu den Plänen von Saturn, Media Markt und Co. (Update)

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media marktOffiziell gilt die Mehrwertsteuersenkung aufgrund der Corona-Pandemie erst ab dem 1. Juli und endet am 31. Dezember 2020. Allerdings gibt der Lebensmitteldiscounter Lidl die verringerte MwSt. schon jetzt an seine Kunden weiter. Das hat den Stein ins Rollen gebracht und immer mehr Unternehmen äußern sich dazu, wie sie mit der Steuersenkung umgehen werden. Der Klemmbausteine-Hersteller Lego gab ebenfalls bekannt, besagte Senkung an seine Kunden weiterzugeben. Die Kollegen von Giga haben jetzt diverse Elektroeinzelhändler gefragt, wie die Mehrwertsteuersenkung dort gehandhabt wird. 

So verkündeten die Betreiber der Saturn- und Media-Märkte, dass man die MwSt.-Senkung in vollem Umfang an die Kunden weitergeben werde. Somit werden ab dem 1. Juli 2020 bei allen Preisen des Einzelhändlers die MwSt. um 3 % reduziert. Auch der deutsche Versandhändler Otto wird seine Verkaufspreise entsprechend anpassen. Allerdings ist momentan unklar, wie dies genau geschehen wird. Aktuell prüfe man bei Otto die technische Umsetzung. Vorstellbar wäre ein MwSt.-Gutschein von 3 % auf alles, der automatisch beim Checkout abgezogen wird. 

Cyberport redet hingegen davon, an einer kundenorientierten Preisstrategie festzuhalten. Man würde jedoch ab dem 1. Juli 2020 mit der reduzierten MwSt. kalkulieren. Somit lässt sich letztendlich als Kunde nicht nachvollziehen, ob die MwSt. tatsächlich um 3 % reduziert wurde. Die deutsche Handelskette Gravis hingegen wird die MwSt.-Reduzierung umsetzen und an die Kunden weitergeben.

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Wer noch passendes Baumaterial für seinen Gaming-Room oder Büro sucht, hat ebenfalls Glück. Der Baumarkt Hornbach gab zu Protokoll, die Mehrwertsteuersenkung an seine Kunden weiterzugeben. Gerade bei Baumaterialien kommen sehr schnell höhere Beträge zusammen, bei denen sich eine reduzierte MwSt. von 3 % durchaus bemerkbar macht. Aber auch sonst wird sich die Mehrwertsteuersenkung besonders in der Masse oder bei hochpreisigen Artikeln spüren lassen. Eine Reduzierung ist sicherlich bei einem 10-Euro-Produkt kaum wahrnehmbar, bei einer Anschaffung jenseits von 2.000 Euro sieht das Ganze jedoch schon anders aus. 

Wer also noch mit einem kostenintensiven Hardware-Upgrade liebäugelt, hat nun ein weiteres Argument, warum man dies nicht weiter aufschieben sollte. Wer momentan noch Inspiration sucht, sollte definitiv einen Blick in die Hardwareluxx-Kaufberatung werfen.

Update: Auch Apple reicht die MwSt. weiter. Aktuell lässt sich das neue iPhone SE mit 64 GB für 466,90 Euro im Apple Store beziehen. Die Series 5 Apple Watch liegt in der 40-mm-Variante bei 437,65 Euro.  

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