Xerox erhöht Übernahmeangebot für HP

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Bereits im November 2019 bekundete das US-amerikanische Unternehmen Xerox Interesse an einer Übernahme des PC- und Druckerherstellers HP. Allerdings stieß man mit dem Angebot von 33 Milliarden US-Dollar bei HP nicht gerade auf Gegenliebe. Jedoch scheint Xerox nicht so schnell die Segel zu streichen und hat jetzt noch einen draufgelegt. Insgesamt bietet das Unternehmen nun rund 35 Milliarden US-Dollar für die Übernahme von HP. Somit würden die Aktionäre pro Wertpapier 24 US-Dollar erhalten.

Besagtes Angebot ist ab dem 2. März 2020 gültig. Es bleibt zunächst abzuwarten, wie HP reagieren wird. Zuvor betrachtete man bei dem PC- und Druckerhersteller das von Xerox abgegebene Gebot für zu niedrig. Ob die Erhöhung ausreichen wird, um HP von einem Verkauf zu überzeugen, ist bis dato noch unklar. Allerdings hat sich Xerox in der Vergangenheit mit diversen Aktionären von HP getroffen. Die Übernahme soll dafür sorgen, dass bei HP neben der Rendite auch die Wachstumsperspektive sowie die Personalausstattung verbessert werden.

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Des Weiteren bemängelte HP beim ersten Angebot von Xerox die Finanzierung. Xerox beabsichtigt, einen Teil der Übernahmekosten durch Kredite zu finanzieren. Dies hätte zur Folge, dass den Xerox-HP-Konzern in den kommenden Jahren Schulden belasten würden. Ebenfalls soll der Umsatz von Xerox laut HP rückläufig sein. Somit scheint man beim PC- und Druckerhersteller kein großes Vertrauen in Xerox zu haben. Aus diesem Grund wäre es im Bereich des Möglichen, dass HP auch das neue Angebot ablehnen wird. Ob Xerox das Übernahmeangebot bei einer erneuten Ablehnung nochmals erhöhen wird, bleibt zunächst unklar. Jedoch dürfte so langsam aber sich das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Im Jahr 2017 machte das Unternehmen einen Umsatz von 10,26 Milliarden US-Dollar. Somit beläuft sich das aktuelle Gebot von Xerox bereits auf mehr als den dreifachen Jahresumsatz.