Huawei: Anklage der US-Justizbehörde wurde eingereicht

Veröffentlicht am: von

huaweiWie Hardwareluxx bereits berichtete plante das US-Justizministerium Anklage gegen den chinesischen Telekom-Riesen Huawei und dessen Tochterfirmen zu erheben. Diese Planung wurde nun von Seiten des amerikanischen Ministeriums in die Tat umgesetzt. 

Dem zweitgrößten Handyhersteller werden neben Verstößen gegen die Iran-Sanktionen auch Geldwäsche, Betrug, Verschwörung zur Behinderung der Justiz und Industriespionage vorgeworfen. Ebenfalls wurde die Auslieferung der in Kanada festgehaltenen Finanzchefin und Tochter des Gründers, Meng Wanzhou, von der US-Justizbehörde beantragt. Somit verschärft sich mit der Anklageerhebung der Handelskrieg zwischen den USA und China erneut. Am Mittwoch und Donnerstag sind diesbezüglich in Washington Gespräche zwischen beiden Parteien geplant, um eine Eskalation des Konflikts zu verhindern und so die US-Strafzölle im Wert von 200 Milliarden US-Dollar zu vermeiden.

Der Telekommunikationsausrüster mit Sitz im chinesischen Shenzhen weist alle Anschuldigungen von sich. Dies gilt ebenfalls für sämtliche Tochterfirmen des Unternehmens und auch für Meng Wanzhou. Das Außenministerium unterstellte derweil den Vereinigten Staaten von Amerika eine politische Motivation und forderte diese auf, die Unterdrückung von chinesischen Firmen einzustellen. Zudem wurde der USA der Missbrauch des bilateralen Auslieferungsabkommens vorgeworfen.

Insgesamt erhebt das US-Justizministerium 13 Anklagepunkte und annähernd zwei Dutzend Einzel-Vorwürfe. Dazu gehört auch die Anklage, nach welcher sich Huawei illegal Betriebsgeheimnisse von T-Mobile angeeignet haben soll. Hierbei sollen die Testroboter für die Mobiltelefone die zentrale Rolle gespielt haben. Im Iran hätten die Chinesen zudem mit Skycom eine Tochter unterhalten, obwohl dies von Huawei abgestritten und ein Verkauf vorgetäuscht wurde. Der US-Handelsminister Wilbur Ross bestätigte nochmal explizit, dass die Motivation der genannten Anklage nicht politischer Natur wäre und in keinem Zusammenhang mit dem anhaltenden Handelskonflikt zwischen den beiden Ländern stünde.