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CRaP-Produkte: Amazon will unprofitable Waren aus dem Sortiment nehmen

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amazonLaut einem Bericht des Wall Street Journals (WSJ) soll Amazon daran arbeiten, sogenannte CRaP-Produkte aus dem Sortiment zu nehmen. Crap steht dabei für „Can’t Realize a Profit“, also für Waren, mit denen der Konzern keine Gewinne erzielen kann. Direkt übersetzt werden kann „Crap“ aber auch mit „Mist“ oder „Müll“, was die Brisanz der ungeliebten Produkte weiter unterstreicht.

In jedem Fall aber sind Produkte gemeint, deren Versand und Lagerhaltung nicht profitabel seien. Laut dem Bericht des Wall Street Journals würde dies überwiegend Produkte betreffen, deren Preise meist unterhalb der 15-US-Dollar-Marke liegen und die nach Abzug aller Kosten für Lagerung, Versand und Logistik keine nennenswerten Gewinne realisieren können. Konkret werden Getränkeflaschen und Snacktüten genannt. 

Ganz verschwinden sollen solche Produkte aus dem Angebot von Amazon jedoch nicht. Vielmehr soll sich der Onlinehändler künftig noch stärker auf seine Drittanbieter verlassen – die Produkte sollen weiterhin bei Amazon gelistet, jedoch über andere Händler verkauft werden. Amazon würde damit die Risiken der geringen Margen und des hohen Logistik- sowie Versandaufwands auslagern und weiterhin Provisionen für den Verkauf einstreichen. 

Im Falle von Coca Cola sollen die Produkte künftig direkt vom Hersteller verschickt werden, ohne dabei den Zwischenschritt über die Amazon-Lager zu nehmen. Im August hatte man bereits seine Dash-Kunden, die ausgewählte Produkte mit nur einem Tastendruck automatisch nachbestellen können, darüber informiert, dass die Wasserflaschen von Coca Cola künftig nicht mehr für 6,99 US-Dollar im Six-Pack, sondern für 37,20 US-Dollar im 24-Vorteilspack geliefert werden. Das ließ den Preis pro Flasche deutlich ansteigen und reduzierte gleichzeitig die Versandhäufigkeit. 

Außerdem sollen bereits einige der unrentablen Waren in die „Prime Pantry“-Kategorie einsortiert worden sein, die sich erst dann bestellen lassen, wenn der Kunde eine Box mit einer gewissen Mindestabnahme und zusätzlichen Versandkosten kauft. Bei wiederum anderen Produkten soll Amazon an günstigeren und kleineren Verpackungen arbeiten, um die Margen zu erhöhen. Für die Hersteller bedeutet dies durchaus höhere Kosten, aufgrund der Marktmacht Amazons hätten sie aber auch keine andere Wahl.

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Kommentare (16)

#7
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Registriert seit: 03.04.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1991
Zitat Ycon;26695606
Ja, ein kohlensäurehaltiges Getränk möchte ich unbedingt als Paket geliefert bekommen. Und beim Öffnen zuhause dann ein zweites Hiroshima.

Also echt... bei manchen (vielen) Leuten setzt beim Hören des Wortes "online" schlagartig das Hirn aus.

How to Open a Shaken Soda: 12 Steps (with Pictures) - wikiHow
#8
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12595
Also überraschend ist das keinesfalls.
Gibt es eigentlich überhaupt Onlineanbieter für sowas wie Snack-Tüten, welche keinen hohen Mindestbestellwert oder ~10€ Versandkosten haben?
Alle Lebensmittel-Versender die ich kenne haben genau solche Einschränkungen die es bei Amazon eben nicht gibt.
#9
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Registriert seit: 29.08.2008

Fregattenkapitän
Beiträge: 2808
Zitat timo82;26695779
Denkt doch nicht nur an euch.

Bei mir wohnt ein paar Häuser weiter eine alleinstehende alte Frau. Die kommt nur die paar Stufen am Eingang runter, wenn sie sich mit beiden Händen am Geländer festhalten kann.
Natürlich kann die nicht mal eben zum Supermarkt und sich Getränke kaufen.
Ich bringe ihr immer mal wieder was mit, oft traut sie sich aber nicht zu fragen.
Für sie wäre es super, wenn sie das Zeug bestellen könnte.


Kann sie doch. Es gibt Betreuungsdienste, die für genau solche Leute das Einkaufen übernehmen. Die kommen dann auch in die Wohnung und räumen den Kram noch in die Schränke. Dafür braucht es kein Amazon oder sonstwas.
#10
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12595
Zitat Morrich;26695987
Kann sie doch. Es gibt Betreuungsdienste, die für genau solche Leute das Einkaufen übernehmen. Die kommen dann auch in die Wohnung und räumen den Kram noch in die Schränke. Dafür braucht es kein Amazon oder sonstwas.

Naja, das klingt sehr teuer. Ob das die Versicherung zahlt nur weil man alt ist?


Es gibt aber in der tat dedizierte Lebensmittelversender; nicht nur Amazon.
#11
Registriert seit: 16.06.2013

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 449
Zitat timo82;26695589
Ich finde Amazon weder unübersichtlich, noch teuer.
Klar, dass man ohne Ende Ergebnisse bekommt, wenn man nach Handyhülle sucht...

Preise: ich habe gerade erst wieder ein Teil fürs Rennrad bestellt. Günstigster Onlinehändler: 144,90 €, Amazon 104,15 €.

Das ist schon echt krass.

Was mich stört ist, dass man zu Prime genötigt wird. Sonst liegen die Pakete recht lange rum. Das scheint extra so zu sein.
Und in Prime ist jede Menge Zeugs drin, was ich gar nicht will.


Sind preiswert. Aber das was du schriebst habe ich zuletzt vor 8 Jahren erlebt. Sie sind eher selten bei meinen Produkten (quer Beet) ganz oben, aber weit oben.
#12
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Registriert seit: 29.08.2018

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1462
Zitat bimbo385;26695691
Also warum man sich klassische Supermarktware online bestellen sollte (ob nun Amazon oder wo anders) erschließt sich mir sowieso nicht.

Weil es teilweise viel günstiger ist?

Zumindest bei mir in Österreich, wo es als Supermärkte eigentlich nur REWE (Billa, Merkur,...), Spar, Hofer und Lidl gibt, sind die Preise da bei manchen Dingen echt sehr gestört.

Ich bestelle zb. REWA Küchenrollen bei Amazon im Sparabo, weil die im Supermarkt viel teurer sind und die No-Name Küchenrollen generell einfach nur Müll sind.

Zewa samtig Toilettenpapier muß ich bestellen, weil Zewa der Meinung ist, daß in Österreich nicht anbieten zu wollen. Und NEIN, andere Marken sind keine Alternative, weil Zewa bei dieser Sorte eine einzigartige Struktur anbietet, die durch Patente geschützt ist.

Kneipp Badeöl bestelle ich auch im Sparabo, weil ich da pro Flasche 3,64€ zahle, im Einzelhandel kostet das 4,65€

Sojasauce von Kikkomann kostet im Sparabo genau die Hälfte.

Gewürze sind auch viel günstiger als im Einzelhandel.
Ich zahl doch nicht teilweise pro Kilo mehr als das Zehnfache...

Bei uns in Österreich ist die Preisgestaltung der Händler aber wohl auch innerhalb der EU einzigartig.
Preiserhöhungen erfolgen in allen Supermarktketten gleichzeitig, aber die Bundeswettbewerbsbehörde kann denen die Preisabsprachen angeblich nicht nachweisen.

Einmal hat die REWE 4 Mio. Euro Strafe für etwas gezahlt, über die lächerliche Strafe haben die Einkäufer der REWE nur gelacht:\

Also durch Amazon spare ich echt viel Geld und manches würde ich in den Supermärkten auch nicht bekommen, weil die alle ziemlich gleichgeschaltet sind...
#13
Registriert seit: 14.08.2007

Kapitänleutnant
Beiträge: 1959
Zitat timo82;26695588
Ich finde Amazon weder unübersichtlich, noch teuer.
Klar, dass man ohne Ende Ergebnisse bekommt, wenn man nach Handyhülle sucht...

Preise: ich habe gerade erst wieder ein Teil fürs Rennrad bestellt. Günstigster Onlinehändler: 144,90 €, Amazon 104,15 €.


Du scheinst gewusst zu haben, was du willst. Wenn ich aber nach etwas stöbern will, werde ich von der Unmenge an Artikeln erschlagen. Viele sind auch gleich mehrfach eingestellt. Dann darf ich noch filtern was fake ist, was nicht. Dann hab ich was schönes gefunden und muss feststellen, dass es aus China kommt.
Auf Amazon wird auch großartig für China-Schrott geworben, was erst auf den zweiten Blick klar wird. Selbst in den Blitzangeboten taucht der Müll auf.
Früher konnte man dort fast blind bestellen, heutzutage ist es ein Ramschladen, seit sie mit dem Marketplace angefangen haben. Ich bestelle dort auch nur noch, wenn ich genau weiß, wonach ich suche und wenn es günstig ist.

Ich benutze mittlerweile schon eBay lieber, weil es übersichtlicher ist.
Chinaware wird dort auch günstiger angeboten und ich weiß sofort, woher die Ware kommt und was mich erwartet.

Jeder Shop ist heutzutage bemüht, die Pakete früh aufzugeben. Gestern in einem australien Shop in Münster bestellt und heute schon verschickt.
#14
Registriert seit: 15.09.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1856
Zitat Morrich;26695987
Kann sie doch. Es gibt Betreuungsdienste, die für genau solche Leute das Einkaufen übernehmen. Die kommen dann auch in die Wohnung und räumen den Kram noch in die Schränke. Dafür braucht es kein Amazon oder sonstwas.


Die Frau hat einen Pflegedienst. Das läuft alles andere als gut.
MMn wäre sie total aufgeschmissen, wenn sich die Nachbarn nicht kümmern würden.

@ Coolnik: ja, ich wusste es ganz genau. Ich kaufe fast immer sehr gezielt.
#15
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Zitat Gamerkind;26696267
Weil es teilweise viel günstiger ist?

Zumindest bei mir in Österreich, wo es als Supermärkte eigentlich nur REWE (Billa, Merkur,...), Spar, Hofer und Lidl gibt, sind die Preise da bei manchen Dingen echt sehr gestört.

Ich bestelle zb. REWA Küchenrollen bei Amazon im Sparabo, weil die im Supermarkt viel teurer sind und die No-Name Küchenrollen generell einfach nur Müll sind.

Zewa samtig Toilettenpapier muß ich bestellen, weil Zewa der Meinung ist, daß in Österreich nicht anbieten zu ..


Die noname kommen ebenfalls von den Markenherstellern

Zewa Klorollen gibt es auch bei uns
#16
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Registriert seit: 29.08.2018

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1462
Welche Küchenrollenmarke soll auch nur ansatzweise mit Zewa mithalten können?


Es gibt aber kein Zewa samtig in Österreich und da bringen mir andere Sorten oder Marken nichts, weil das immer nur das Selbe in anderer Optik ist.
Mir geht es aber um die Struktur der Fasern selbst!
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