Mögliche Fusion zwischen T-Mobile US und Sprint könnte doch scheitern

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Lange Zeit wollte die Bonner Konzernführung die ungeliebte US-Tochter T-Mobile verkaufen. Versucht wurde es bei AT&T, was dann von den Kartellbehörden in den USA allerdings verhindert wurde, weil sonst der Wettbewerb drunter leiden würde. Durch das nicht Zustandekommen des Deals musste AT&T eine Milliardengroße Strafzahlung an T-Mobile inkl. einiger Frequenzen leisten, sodass sich das Unternehmen einfach mit diesem Geld sanieren konnte.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist T-Mobile unter der Führung von John Legere der am schnellsten wachsende Marktteilnehmer in den USA und ist von Platz vier auf Platz drei in der Rangfolge aufgestiegen. Aktuell baut das Unternehmen sein LTE-Netz im Bereich 600 und 700 MHz aus. Bereits seit längerem wird spekuliert, dass T-Mobile und Sprint bzw. die Mütter Deutsche Telekom und die japanische Softbank bereits kurz vor einem Fusionsdeal stünden. Mit dieser Fusion würde T-Mobile eine Menge an dringend benötigten Frequenzen übernehmen und selbstverständlich auch Technik und Kundenstamm.

Bisher zeichnete sich ab, dass die neue Trump-Administration einem solchen Deal zustimmen würde, doch innerhalb der Kartellbehörden formiert sich nun Widerstand, der von anderen Politikern unterstützt wird. So könnte es sein, dass trotz der Wirtschaftsliberalen Regierung dieser Deal nicht genehmigt wird, da sonst der Wettbewerb auf der Strecke bleiben könnte und es bis auf weiteres weiterhin vier national agierende Mobilfunkprovider in den USA gibt.