150 bis 225 Filialen: Gamestop will Ladennetz weltweit ausdünnen

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Zum festen Bestandteil vieler großer Einkaufszentren gehören die Filialen des Spielehändlers Gamestop. Im stetig wachsenden Online-Handel konnte das Unternehmen vor allem dank des Anbietens gebrauchter Hard- und Software überleben. Im Jahr 2016 wurde damit fast jeder vierte US-Dollar eingenommen. Gereicht hat das nicht. Eine Folge: Bis Ende Januar 2018 sollen Filialen geschlossen werden.

Die Rede ist dabei von zwei bis drei Prozent - bei derzeit etwa 7.500 Filialen würde dies das Aus von etwa 150 bis 225 Standorten bedeuten. Dabei will Gamestop sich aber nicht auf einzelne Regionen beschränken, stattdessen ist die Ausdünnung weltweit vorgesehen. Im gleichen Atemzug sollen jedoch 35 weitere der sogenannten Collectibles Stores eröffnet werden. Dabei handelt es sich um Läden, die sich auf Merchandising-Artikel spezialisiert haben - ein Segment, das zuletzt deutlich hinzugewonnen haben soll.

Tatsächlich weist die Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr, das bis Ende Januar dauerte, ein entsprechendes Wachstum aus. So wurden mit Collectibles mehr als 494 Millionen US-Dollar umgesetzt, ein Plus von fast 60 % gegenüber dem Vorjahr; der Anteil am Gesamtumsatz lag bei 5,7 %.

Da im Gegenzug fast alle anderen wichtigen Bereich rückläufig waren, ging der Umsatz spürbar von 9,364 auf 8,608 Milliarden US-Dollar zurück. Besonders betroffen waren neue Spiele-Hardware (-28 %) und neue Spiele-Software (-14 %). Und selbst das Geschäft mit digitalen Inhalten sowie Gaming-Zubehör ging minimal zurück. Kräftig zulegen konnte hingegen die Sparte Technology Brands.

Vor allem die Entwicklung der Hardware-Verkäufe überrascht, gingen mit der PlayStation 4 Pro sowie Xbox One S gleich zwei, wenn auch nicht völlig neue Konsolengenerationen an den Start.

Unter dem Strich konnte aber dennoch Geld verdient werden - wenn auch weniger als vor einem Jahr. Der Netto-Gewinn fiel mit 353 Millionen US-Dollar knapp 13 % geringer aus.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen trotz der geplanten Filialschließungen nicht mit einer Entspannung. Der Umsatz soll nahezu stabil bleiben, dennoch wird mit einem rückläufigen Gewinn kalkuliert.