97 Unternehmen stellen sich hinter die Aufhebung des Einreise-Dekretes

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Insgesamt 97 Unternehmen stellen sich in einem sogenannten Amicus Cuirae hinter die Entscheidung des Bundesgerichtes im Bundesstaat Washington. Diese Entscheidung richtet sich gegen das Einreiseverbot, welches der neue Präsident Donald Trump per Dekret durchsetzen möchte, gegen das sich aber heftiger Wiederstand zusammenfindet. Nach dem Entscheid stellten sich bereits viele große und kleine Unternehmen gegen die Entscheidung.

"The Order represents a significant departure from the principles of fairness and predictability that have governed the immigration system of the United States for more than fifty years."

Aber natürlich spielen für die Unternehmen auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle, denn das Dekret stelle eine Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung dar: "[...] inflicts significant harm on American business, innovation, and growth [...] more difficult and expensive for US companies to recruit, hire, and retain some of the world’s best employees."

Unter den 97 Unternehmen sind auch Größen wie Apple, Facebook, Microsoft, Netflix, Uber, Amazon, Google und viele mehr. Eine komplette Liste wurde durch Supreme Court & Appellate Attorney Brian Goldman veröffentlicht. Eine derartige Einigkeit gibt es selbst bei den technologieverwandten Unternehmen selten, offenbar aber scheint das Thema gerade die weltoffenen Konzerne stark zu beschäftigen. Nicht nur wurden und werden viele Unternehmen von Einwanderern gegründet, auch sind gerade die großen Unternehmen auf Mitarbeiter aus dem Ausland angewiesen.

In den USA regt sich in einigen Bundesstaaten Wiederstand gegen das Dekret, welches 90 Tage gelten soll und welches sich gegen vorwiegend muslimische Staaten wie Syrien, Iran, Irak, Sudan, Somalia, Libyen und Jemen richtet. Das Bundesgericht in Washington führt nun den stärksten juristischen Gegenwind an. Der dort geführten Kampagne wird durch den Amicus Cuirae eine noch größere Unterstützung zuteil. Ob dies den Präsidenten aber auch umstimmen wird, das Dekret zurückzunehmen, bleibt fraglich.