Qualcomm-Manager soll Intels Mobilgeschäft ausbauen

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intel3Trotz deutlicher Fortschritte in den vergangenen Monaten und Jahren hinkt Intel im Mobilbereich den großen Konkurrenten hinterher. Die Umsätze der Atom-SoCs, die mittlerweile in zahlreichen Tablets und Smartphones stecken, sind nur für einen geringen Anteil am Konzernumsatz verantwortlich, schwarze Zahlen schreibt das Unternehmen mit ihnen nicht.

Nachdem verschiedene interne Maßnahmen nicht die erhoffte Wirkung gezeigt haben, hat man sich zu einem eher ungewöhnlichen Schritt entschieden. Denn mit Amir Faintuch hat man die Führungskraft eines direkten Mitbewerbers abgeworben, in der Regel besetzt Intel Führungspositionen mit eigenen Kräften. Faintuch war seit 2008 in verschiedenen Positionen bei Atheros tätig, nach der Übernahme durch Qualcomm fungierte er als Senior Vice President des Netzwerkspezialisten.

Den gleichen Titel wird er auch bei Intel erhalten, darüber hinaus wird er Mitgeschäftsführer der Platform Engineering Group. Intel-Sprecher Chuck Mulloy erklärte, dass man durch die Einstellung Faintuchs vor allem die Entwicklung und Vermarktung der eigenen SoCs verbessern wolle. Dabei dürfte vor allem seine Erfahrung mit Netzwerklösungen eine große Rolle spielen.

Qualcomm wollte den Abgang bislang nicht kommentieren, wohl auch, da man sich 2012 die Dienste von Anand Chandrasekher sicherte, der zuvor 25 Jahre lang für Intel tätigt war - unter anderem in der Mobilsparte.