Nokia-Aktionäre stimmen Verkauf an Microsoft zu

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nokia 2013Die Übernahme der Smartphone-Sparte Nokias durch Microsoft ist besiegelt. In der am Vormittag stattfindenden außerordentlichen Aktionärshauptversammlung stimmten die Anteilseigner dem Verkauf mit großer Mehrheit zu.

Zwar nutzen verschiedene Investoren die Gelegenheit, um die Pläne - und vor allem den ihrer Meinung nach zu geringen Verkaufspreis - zu kritisieren, genützt hat es am Ende aber nichts. Zweieinhalb Monte nach der Ankündigung der Übernahme ist somit die größte Hürde überwunden, ein genauer Zeitplan für die weiteren Schritte ist aber nicht bekannt. So ist beispielsweise unklar, wie Microsoft die neue Sparte in den eigenen Konzern integrieren will oder wann das Geschäft abgeschlossen werden soll. Zuletzt hieß es dazu, dass dies im Laufe des ersten Quartals 2014 erfolgen dürfte.

Insgesamt zahlt Microsoft rund 5,4 Milliarden Euro und erhält dafür nicht nur Zugriff auf zahlreiche Patente, sondern auch verschiedene Namensrechte. Nokia selbst darf gleichzeitig erst ab 2016 wieder Mobiltelefone unter eigenem Namen anbieten oder Geräte für andere Unternehmen entwickeln. Die derzeit rund 32.000 Arbeitsplätze der Handy-Sparte sollen erhalten bleiben, auch eine Verlagerung der finnischen Standorte ist bislang kein Thema.

Nokia selbst wird sich nach der endgültigen Aufspaltung auf die Bereiche Netzwerktechnik und Navigation konzentrieren. Beide Segmente konnten zuletzt spürbar wachsen und waren für einen großen Teil des operativen Erfolgs verantwortlich.