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Europäischer Gerichtshof: Weiterverkauf von Softwarelizenzen zulässig

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EuGhDem Käufer einer Ware steht es in aller Regel zu, diese selbst wieder zu verkaufen. Strittiger ist hingegen die Frage, ob gebrauchte Softwarelizenzen verkauft werden dürfen - eine Frage, die mit der zunehmenden Verbreitung von online heruntergeladener Software weiter an Brisanz gewinnt. Der Europäischer Gerichtshof (EuGH) hat jetzt im Verfahren UsedSoft GmbH gegen Oracle International Corp eine recht eindeutige Entscheidung getroffen.

Die UsedSoft GmbH handelt selbst mit gebrauchten Softwarelizenzen, Oracle als Softwareentwickler hat sich hingegen bemüht, den Verkauf gebrauchter Lizenzen zu unterbinden. Das schon vor Jahren angelaufene Verfahren wurde vom Bundesgerichthof an den Europäischen Gerichtshof weitergeleitet. Der EuGH setzt in seiner Entscheidung online heruntergeladene Software mit Software, die auf einem Datenträger erworben wird, gleich. Demzufolge dürfen auch Lizenzen von Download-Software weiterverkauft werden - vorausgesetzt, der Verkäufer nutzt die Software selbst nicht weiter. Dem Softwareentwickler wird zumindest das Recht eingeräumt "mit allen ihm zur Verfügung stehenden technischen Mitteln sicherzustellen, dass die beim Verkäufer noch vorhandene Kopie unbrauchbar gemacht wird."

Mit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist der Fall noch nicht endgültig geklärt - nach Klärung der eher abstrakten Fragen wird er an den Bundesgerichthof zurücküberstellt. Trotzdem wirft das Urteil des EuGH natürlich einige Fragen auf - müssten konsequenterweise im europäischen Raum nicht auch Online-Vertriebsplattformen wie Valves Steam einen Weiterverkauf ermöglichen und sollte das dann nicht selbst für die Apps auf Mobilgeräten gelten?

 

 

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Kommentare (7)

#1
Registriert seit: 18.04.2007
Eifel
Oberbootsmann
Beiträge: 772
Wieder mal jemand am jammern ala Mirosoft und Co. weil sie net genug Lizenzen verkauft haben.
ich finde das ne tolle idee weil wenn jeder Softwareentwickler alle 1-2 jahre ne neue Version rausbringen und man up to date bleiben möchte kann doch seine alten Lizenzen abgeben und andere können doch davon was haben. Kleine Firmen,Selbstständige wo nicht immer das Geld für neue Software ist. Also alles nur ein versuch geld zumachen und dem Fortschritt und Wirtschaft wieder zu schaden.
#2
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Registriert seit: 02.07.2007

Kapitänleutnant
Beiträge: 1555
Sehr begrüßenswert - vor allem auch in puncto ESD-Versionen; der vermeintliche Unterschied zu "regulären" Software-Versionen (auf Datenträgern) konnte doch niemandem plausibel dargelegt werden!

Also ist Justitia doch nicht auf beiden Augen blind ;-)
#3
Registriert seit: 21.02.2010
Krefeld
Oberbootsmann
Beiträge: 925
Wie sieht es denn aus mit pc Spiele?

Wo der CD Key ja bei Origin oder Steam eingegeben wurde.
#4
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Registriert seit: 03.08.2009
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Kapitän zur See
Beiträge: 3153
Da wird Steam handeln müssen.

Aber das ist ja egal. Wenn man den CD code verkauft und selber nicht mehr nutzt. Dann soll doch der KÄufer nutzen können.

Lediglich eine unleitung der Rechte ist bei steam Nötig. Muss ich auch jeden Monat machen, wenn ich das System platt mache, da es ja ein "unbekannter" computer ist.

Alles in Allem begrüße ich diese Entscheidung.
#5
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Registriert seit: 21.07.2006
Mainz-KH
Kapitän zur See
Beiträge: 3807
Bin ja echt mal gespannt was da bei Steam passieren wird, oder ob da überhaupt was passiert.
Bin da mittlerweile bei über 220 Spielen.
Wen ich den nicht mehr gespielten Teil im Mittel nur für 3€ los werde reichts für die nächste Ladung Spiele :)
#6
Registriert seit: 08.07.2007
Rheinland-Pfalz
Flottillenadmiral
Beiträge: 4978
Betreiber der Spieleplattformen brauchen sich hier garkeinen Gedanken machen, man darf zwar nun offiziell jede Art von Software weiterverkaufen, dies verpflichtet jedoch nicht die Dienste diese Option zu ermöglichen!

Entweder den ganzen Account verkaufen oder eben in die Röhre schauen.
#7
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Registriert seit: 03.08.2009
Hallein im wunderschönen Salzburg
Kapitän zur See
Beiträge: 3153
Wieso? Ich kann auch den CD key verkaufen. Er muss nur Steam installiern und die Nutzerrechte auf seinen Account übertragen. Hat bis jetzt wunderbar geklappt.
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