Intel sieht Cross-License-Abkommen durch AMDs Spin-Off möglicherweise gefährdet

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Wie Intels Pressesprecher Martin Strobel gegenüber heise online erklärte, hat Intel "ernste Fragen" an AMD bezüglich des Spin-Offs der Chipfabriken in Dresden. So sei seitens Intel unklar, ob die Auslagerung der Fertigung in eine Tochterfirma, an der AMD nur noch 44,4 Prozent Anteil und 50 Prozent Stimmrecht besitzt, von dem Vertrag gedeckt ist. Der Vertrag ist inzwischen in weiten Teilen veröffentlicht und räumt AMD die Nutzung des x86-Befehlssatzes und weiterer Patente ein. Intel im Gegenzug kann seinerseits Patente von AMD nutzen und erhält zudem Lizenzgebühren. In dem nicht veröffentlichten Teil des Vertrages vermuten einige Leute Auflagen an AMD, wie einen festgelegten Anteil der unter Lizenz gefertigten x86-Prozessoren, den AMD selbst fertigen muss. In der Vergangenheit hat AMD bereits Prozessoren von anderen Firmen fertigen lassen, generell verboten ist eine Fremdfertigung demnach nicht.Auf Verständnis kann AMD auf Seiten von Intel allerdings nicht hoffen, denn nach einigen Beschwerden über Intels aggressive Marktpolitik haben weltweit Wettbewerbshüter die Ermittlungen aufgenommen. Nun droht ein weiterer Rechtsstreit mit Intel, der vielleicht ein neues Lizenz-Abkommen zu Ungunsten von AMD zur Folge hat.



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