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Kampf gegen illegales Glücksspiel

Erstes EU-Land verbietet Polymarket und Kalshi

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Erstes EU-Land verbietet Polymarket und Kalshi
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Spanien geht als erstes Land in der Europäischen Union gegen sogenannte Prediction Markets vor. Die Regierung in Madrid hat dazu die Plattformen Polymarket und Kalshi vorläufig sperren lassen. Nach Auffassung der Behörden operieren beide Anbieter ohne die nach spanischem Recht erforderliche Glücksspiellizenz.

Zudem bestätigte das spanische Verbraucherschutzministerium inzwischen die Einleitung eines offiziellen Prüfverfahrens. Während der laufenden Untersuchung sollen die Webseiten für Nutzer im Land blockiert bleiben. Die zuständigen Behörden prüfen in den kommenden Monaten, ob die Plattformen gegen nationales Glücksspielrecht verstoßen haben.

Prediction Markets funktionieren ähnlich wie Wettbörsen. Nutzer setzen dort Geld auf zukünftige Ereignisse, etwa Wahlausgänge, wirtschaftliche Entwicklungen oder Wetterlagen. Die Kurse der jeweiligen Vorhersagen spiegeln dabei die Einschätzung der Teilnehmer wider, wie wahrscheinlich ein bestimmtes Ereignis eintritt. Betreiber wie Polymarket oder Kalshi argumentieren daher häufig, dass ihre Systeme eher Finanzmärkten als klassischen Wettangeboten ähneln.

Die spanischen Behörden ordnen die Dienste dagegen klar dem Glücksspielbereich zu. Nach Angaben der Regierung fehlen unter anderem ausreichende Schutzmechanismen für Minderjährige sowie verbindliche Identitätsprüfungen. Auch Systeme zur Kontrolle problematischen Spielverhaltens seien nicht vorhanden.

Der Schritt aus Madrid reiht sich in eine breitere internationale Debatte über die Regulierung solcher Plattformen ein. Mehrere US-Bundesstaaten haben bereits versucht, den Betrieb von Prediction Markets einzuschränken. Gleichzeitig beansprucht in den Vereinigten Staaten die Börsenaufsicht CFTC die Zuständigkeit für die Regulierung dieser Märkte. Dadurch entsteht zunehmend ein Konflikt zwischen Finanzaufsicht und Glücksspielrecht.

Trotz der regulatorischen Probleme wächst der Markt für Prognoseplattformen weiterhin stark. Kalshi wird inzwischen mit rund 22 Milliarden Dollar bewertet, Polymarket mit etwa 15 Milliarden. Gleichzeitig steigt weltweit der politische Druck, die Angebote stärker zu regulieren oder rechtlich klarer einzuordnen.

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