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CDU-Bundestagsabgeordneter fordert "Vermummungsverbot im Internet"

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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Eduard Fischer sitzt der Enquête-Kommission "Internet und Digitale Gesellschaft" vor, beschäftigt sich also von Haus aus intensiv mit dem Thema Internet. In einem Zeitungsinterview hat er jetzt eine ungewöhnliche Forderung gestellt - ein "Vermummungsverbot im Internet" soll her. Offenbar angeregt durch die Einführung des digitalen Personalausweises kritisiert Fischer, dass Nutzer in Diskussionforen unter einem Pseudonym und nicht unter ihrem Klarnamen aktiv sind. Nach den Vorstellungen des konservativen Abgeordneten wäre es nötig, "dass man mit offenem Visier kämpft, also seinen Klarnamen nennt". Gerade der digitale Personalausweis wäre seiner Meinung nach ideal geeignet, um sich im Internet eindeutig zu identifizieren. Wie genau diese Forderung in der Praxis umgesetzt werden soll, bleibt allerdings unklar. Nationale Alleingänge sind im Internet als globalem Netzwerk schließlich naturgemäß schwer umzusetzen.   

Der politische Gegner reagierte jedenfalls umgehend auf die Steilvorlage, Björn Böhning, netzpolitischer Sprecher der SPD, erwiderte: "Die CDU offenbart mal wieder, dass sie das Internet nicht verstanden hat."

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