Kaufberatung Prozessoren Herbst 2021

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intel-amd-guideAuch 2021 ist bei den Prozessoren ein spannendes gewesen. AMD hat mit der Zen-3-Architektur zu Intel aufgeschlossen bzw. teilweise über die Anzahl der angebotenen Kernen bereits überholt. Inzwischen können auf der aktuellen Desktop-Plattform von AMD bis zu 16 Kerne angeboten werden, während es bei Intel derer nur zehn sind. Intel punktet weiterhin über den Takt der einzelnen Kerne und hat in einigen Spielen noch immer die Nase vorne. Wir geben euch die aktuellen Prozessor-Empfehlungen.

Über lange Zeit hatte der Käufer eines Prozessors kaum eine Wahl. Intel war die dominierende Marke und wer bei Games die maximalen FPS wollte, der musste zu einem Core-Prozessor von Intel greifen. Spätestens seit dem Jahr 2020 ist dies nicht mehr so. Hatte Intel bei der zweiten Generation der Ryzen-Prozessoren noch einen gewissen Vorsprung in den meisten Anwendungsbereichen, ist dieser im Jahr 2020 komplett zusammengeschmolzen. Mit den Rocket-Lake-Prozessoren konnte Intel diesem Bereich in diesem Jahr allerdings wieder punkten. Wer eine möglichst hohe Multi-Threaded-Leistung benötigt, hat in allen Segmenten eigentlich keine andere Wahl mehr, als zu einem Ryzen-Prozessor zu greifen. Für Spiele und eine möglichst hohe Single-Threaded-Leistung darf man die Rocket-Lake-Prozessoren aber noch immer ins Auge fassen.

Die Liefersituation hat sich seit dem Sommer wesentlich verbessert. Egal ob AMD oder Intel – alle Modelle sind teilweise sogar unter der unverbindlichen Preisempfehlung erhältlich. Auch deckt AMD mit seiner aktuellen Serie noch nicht den Low-End-Markt ab und versucht diesen mit den ebenso nur schwer erhältlichen Vorgänger-Modellen zu bedienen. Bei den Intel-Prozessoren sollte man im Hinterkopf behalten, dass im November der Start der Alder-Lake-Prozessoren ansteht. Eine Anschaffungs im Herbst 2021 sollte also überdacht werden.

Kommen wir nun aber zu den CPU-Empfehlungen.

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Ohne konkrete Empfehlungen wollen wir kurz auf das Low-End-Segment eingehen. Während Intel seine zehnte Core-Generation auch in den unteren Preis- und Leistungsregionen anbietet, muss man bei AMD in diesem Preisbereich noch auf Modelle der Vorgänger-Generation ausweichen. Aber selbst dann muss man genau schauen, welches Modell es denn sein soll, denn der bisher empfohlene Ryzen 3 3300X ist aktuell nicht erhältlich.

Im Preisbereich unter 100 Euro bieten sowohl Intel als auch AMD ebenfalls einige Modelle. Bei Intel sind dies die Pentium-Prozessoren mit zwei Kernen. Die Athlon-Prozessoren von AMD bieten ebenfalls zwei Kerne und können zumindest mit einer für den HTPC-Betrieb empfehlenswerten integrierten Grafikeinheit aufwarten. Wer etwas mehr Dampf benötigt, sollte sich die Ryzen-Prozessoren auf Basis von Picasso anschauen. Für 100 bzw. 150 Euro gibt es dann vier Kerne mit einer leistungsstarken Vega-11-Grafikeinheit. Eventuell folgen hier bald die Renoir-Nachfolger, die sowohl bei der CPU- als auch der GPU-Leistung bzw. der Effizienz noch einmal deutlich zugelegt haben.

Einstiegsklasse

AMD Ryzen 5 3500X:

Pünktlich zum Frühjahr 2020 und der Einführung des B550-Chipsatzes stellte AMD neue Ryzen-3-Prozessoren mit vier Kernen vor, die mit 99 Euro für den Ryzen 3 3100 und 129 Euro für den Ryzen 3 3300X extrem attraktiv positioniert sind. Beide Modelle bieten vier Kerne und können dank SMT acht Threads verarbeiten. Für die alltäglichen Aufgaben und Spiele reicht dies aktuell vollkommen aus, sind aber im Falle des Ryzen 3 3300X aktuell nicht erhältlich. Auf Basis der Zen-3-Architektur bietet AMD aktuell noch keine neuen Prozessoren der Ryzen-3-Modellreihe. Also weichen wir hier auf den Ryzen 5 3500X aus.

Der Ryzen 5 3500X war ursprünglich gar nicht für den deutschen oder europäischen Markt gedacht, hat es aber inzwischen dennoch in den Handel geschafft. Sechs Kerne auf Basis der Zen-2-Architektur werden hier geboten, allerdings ohne ein SMT. Der Basis-Takt liegt bei 3,6 GHz, per Boost kommen einzelne Kerne auf bis zu 4,1 GHz. Die TDP von 65 W hält der Sechskerner problemlos.

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Vor allem im Zusammenspiel mit den günstigeren Mainboards mit B550-Chipsatz bietet sich der Einsatz des Ryzen 5 3500X an. Anstatt weit über 150 Euro für ein X570-Mainboard, sind die B550-Modelle ab 100 Euro deutlich günstiger und das preisliche Verhältnis zwischen Mainboard und Prozessor stimmt wieder. In Spielen kann der Ryzen 5 3500X gut mithalten und ein 3D-Rendering ist in dieser Kategorie eben nicht der Hauptanwendungsfall für einen solchen Prozessor. AMD macht Intel nicht nur im High-End-Segment das Leben schwer, sondern auch in den niedrigen Preisbereichen. Der Ryzen 5 3500X ist derzeit für 230 Euro zu haben.

Hardwareluxx-Test: AMD Ryzen 5 3500X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen 5 3500X
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar


Intel Core i5-11400F:

Der AMD Ryzen 5 3500X zeigt: Es muss nicht immer ein Prozessor mit acht Kernen sein, um eine Empfehlung aussprechen zu können. Für 100 bis 150 Euro sind schon gute Prozessoren zu bekommen und als Alternative zum Modell aus dem Hause AMD haben wir den Core i5-11400F von Intel auserkoren. Dieser bietet sechs Kerne und kann in der neuesten Generation auch per Hyperthreading 12 Threads verarbeiten. Gerade wenn es darum geht, Spiele möglichst flüssig darzustellen, reichen sechs schnelle Kerne meist aus. Der Core i5-11400F taktet seine Kerne mit einem maximalen Boost-Takt von 4,4 GHz.

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Dies alles packt Intel in ein Power-Budget von 65 W – ähnlich wie der Ryzen 5 3500X. Wie alle F-Modelle verzichtet Intel hier auf die integrierte Grafikeinheit, die allerdings auch keinerlei Neuerungen zu bieten hat. Wer sich für einen Core i5-11400F entscheidet, muss aber auch ein neues LGA1200-Mainboard anschaffen. Anstatt der teuren Z590-Modelle sollte hier zu einem Mainboard mit H570- oder oder 5460-Chipsatz gegriffen werden. Allerdings sollte man hier für ein eventuelles Upgrade im Hinterkopf behalten, dass die kommenden Alder-Lake-Prozessoren nicht mehr zum LGA1200 kompatibel sein werden. Dies sollte auch bei den weiteren Empfehlungen für Intel-Prozessoren beachtet werden. Der Core i5-11400F kostet ab 200 Euro.

Hardwareluxx-Test: Intel Core i5-11400F

Preise und Verfügbarkeit
Intel Core i5-11400F
Nicht verfügbar 199,81 Euro Ab 198,87 EUR



Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, bekommt dafür auch deutlich mehr. So reicht es dann für den AMD Ryzen 5 5600X auf Basis der neuen Zen-3-Architektur und den Intel Core i5-11600K.

AMD Ryzen 5 5600X:

In der Einstiegsklasse greift man am besten zur Vorgänger-Generation, in der Mittelklasse zum derzeit kleinsten und breit verfügbaren Ryzen-5000-Modell.

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Der AMD Ryzen 5 5600X ist selbst ein halbes Jahr nach dem Start der neuen Generation der bislang kleinste Ableger, der auf der überarbeiteten Zen-3-Architektur aufbaut. Wie sein Vorgänger stellt auch er sechs Kerne und zwölf Threads bereit und sortiert sich innerhalb der 65-W-TDP-Klasse ein, erreicht dank der Optimierung jedoch eine deutlich höhere Spieleleistung. Die Taktraten steigen je nach Last und Temperatur auf 3,7 bis im Idealfall 4,6 GHz an. Den AMD Ryzen 5 5600X gibt es derzeit ab etwa 269 Euro. AMD muss aber zusehen, die Lücke zwischen diesem Modell in der Einstiegsklasse schnellstmöglich zu schließen.

Hardwareluxx-Test: Ryzen 5 5600X

Preise und Verfügbarkeit
Ryzen 5 5600X
Nicht verfügbar 319,00 Euro Ab 289,00 EUR


Intel Core i5-11600K:

Deutlich günstiger, nähmlich ab 255 Euro geht es mit dem Core i5-11600K bei Intel los. Der Core i5-11600K bietet sechs Kerne und kann 12 Threads verarbeiten, genau wie der Ryzen 5 5600X. Hinsichtlich der Taktraten liegt man mit einem Basis-Takt von 3,9 GHz und einem Boost-Takt von bis zu 4,9 GHz fast gleichauf. Dazu hebt Intel die TDP allerdings auch von 65 auf 125 W an. 

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Wie bei allen K-Modellen hat auch der Core i5-11600K einen offenen Multiplikator und bietet somit beim Multiplikator und dem RAM-OC viel Spielraum. Mit einer AiO ausgestattet, sollten die 5 GHz hier kein großes Problem sein und damit ist dieses Modell auch bei Spielen eine echte Alternative mit höchster Leistung.

Hardwareluxx-Test: Intel Core i5-11600K

Preise und Verfügbarkeit
Intel Core i5-11600K
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar



In der High-End-Klasse muss man schon mindestens 400 Euro auf den virtuellen Ladentresen legen – nach oben sind heutzutage aber ohnehin fast keine Grenzen gesetzt. Unsere Empfehlungen lauten: AMD Ryzen 7 5800X, Ryzen 9 5900X und Intel Core Core i9-11900K.

AMD Ryzen 7 5800X:

Mit einem angepeilten Preis von 365 Euro ist der AMD Ryzen 7 5800X eine typische Mittelklasseempfehlung. Er bietet mit acht Kernen und 16 Threads nur noch halb so viele Kerne wie das aktuelle Spitzenmodell, macht sich aber mit einem Spitzentakt von nur 4,7 GHz ans Werk. Aufgrund des fehlenden zweiten CCXs halbiert sich außerdem der L3-Cache. Trotzdem handelt es sich auch weiterhin um 105-W-Modell.

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Preislich liegen der Ryzen 7 5800X und Core i9-11900K gleichauf, bei den Benchmarks lohnt sich ein Blick in den dazugehörigen Test.

Hardwareluxx-Test: AMD Ryzen 7 5800X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen 7 5800X
Nicht verfügbar 429,90 Euro Ab 379,00 EUR


 

Intel Core i9-11900K:

Intels aktuelles Flaggschiff der Rocket-Lake-Generation ist der Core i9-11900K. Dieser löst den Core i9-10900K ab, der ebenfalls schon auf einen maximalen Boost von 5,3 GHz für einzelne Kerne gekommen ist. Allerdings muss der Core i9-11900K mit einem Kern weniger auskommen. Aber auch der Core i9-11900K ist der beste Prozessor für Spieler – daran ändert auch AMDs dritte Ryzen-Generation nichts. Mehr als acht Kerne nutzt kaum ein aktuelles Spiel und die wenigen schnellen Kerne sind hier eben der Trumpf, der für Intel sticht. Zwar weiterhin in 14 nm gefertigt, profitieren die Rocket-Lake-Prozessoren von der Cypress-Cove-Architektur, die eben von 10 auf 14 nm portiert wurde.

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Der Core i9-11900K wird allerdings nur noch bis November das Topmodell bleiben, dann wird der Nachfolger auf Basis von Alder Lake-S erscheinen. Sollte man sich also tatsächlich in den kommenden Wochen für einen neuen Prozessor samt dazugehörigem Mainboard entscheiden, muss man hier im Hinterkopf behalten, dass das dazugehörige Mainboard mit Sockel LGA1200 nicht mehr kompatibel zum LGA1700 für Alder Lake-S sein werden. Aktuell kostet der Core i9-11900K 495 Euro.

Hardwareluxx-Test: Intel Core i9-11900K

Preise und Verfügbarkeit
Intel Core i9-11900K
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 519,00 EUR


AMD Ryzen 9 5900X:

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Der AMD Ryzen 9 5900X ist nicht das aktuelle Flaggschiff für den Sockel AM4, aber er ist günstiger als der Ryzen 9 5950X mit 16 Kernen. Verstecken braucht sich der AMD Ryzen 9 5900X nicht. Er stellt zwölf Kerne und 24 Threads bereit und liegt damit in Sachen Multicore-Performance sogar deutlich vor Intel. Mit einem Takt von bis zu 4,8 GHz und der Zen-3-Architektur hat AMD außerdem bei der Spieleleistung deutlich aufgeholt, womit die Ryzen-CPU tatsächlich für alle Lebenslagen bestens aufgestellt ist. Die Thermal Design Power liegt bei 105 W, was ihn nicht gerade zum sparsamsten Modell macht, die Effizienz mit Zen 2 konnte AMD jedoch ebenfalls deutlich verbessern. 

In den einschlägigen Preisvergleichs-Portalen wird der AMD Ryzen 9 5900X derzeit ab 499 Euro angeboten – ist also aufgrund der geringen Verfügbarkeit aktuell einfach zu teuer. Zur UVP von 549 Euro sieht dies natürlich ganz anders aus.

Hardwareluxx-Test: Ryzen 9 5900X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen 9 5900X
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 519,00 EUR


Als Zwischenschritt zur Enthusiastenklasse wollen wir noch den Ryzen 9 5950X einschieben. Er definiert die Desktop-Plattform für den Sockel AM4 völlig neu. 16 Kerne sind für Spiele sicherlich nicht notwendig, aber Anwender, die auch die ein oder andere rechenintensive Anwendung verwenden, werden die 16 Kerne sicherlich gerne nehmen.

AMD Ryzen 9 5950X:

16 Kerne für den Desktop sind eine klare Ansagen, die Intels Desktop-Plattform derzeit alt aussehen lässt. Geht es um die Multi-Threaded-Leistung, hat AMD seinen Konkurrenten Intel längst abgehängt. Dass die 16 Kerne des Ryzen 9 5950X nun gerade in Anwendungen, die sich alle Kerne zu Nutze machen, alles in den Schatten stellen werden, dazu bedarf es eigentlich keinerlei Benchmarks.

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Der Ryzen 9 5950X ist nicht nur der Zen-3-Prozessor mit den meisten Kernen für den Sockel AM4, sondern auch der mit dem höchsten Boost-Takt. Dies klingt vielversprechend. In unserem Test kann der Ryzen 9 5950X diese Ansprüche größtenteils erfüllen.

Mit dem Ryzen 9 5950X hebt AMD die Definition für einen Desktop-Prozessor auf ein neues Niveau. War der erste Zwölfkerner bereits ein gewaltiger Schritt in diese Richtung, ist der Ryzen 9 5950X ein noch einmal deutlich größerer Schritt nach vorn – eben aufgrund der Zen-3-Architektur mit all den Verbesserungen in der IPC-Leistung. Natürlich muss man hier einige Einschränkungen machen, denn gerade mit einem Fokus auf Spiele lohnt sich ein solcher Prozessor nicht wirklich. Nur wenige Spiele nutzen überhaupt mehr als acht Kerne, die meisten geben sich mit vier bis acht zufrieden. Daher sind Games für Prozessoren mit 12 oder gar 16 Kernen einfach nicht das richtige Anwendungsgebiet.

Ein Problem hat der Ryzen 9 5950X allerdings derzeit – er ist kaum bis gar nicht verfügbar. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 699 Euro.

Hardwareluxx-Test: AMD Ryzen 9 5950X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen 9 5950X​
Nicht verfügbar 799,90 Euro Ab 739,00 EUR



Wo das Geld keine große Rolle spielt und stattdessen die Leistung im Fokus steht, sind wir in der Enthusiastenklasse angekommen. Mit den Ryzen-Threadripper-Prozessoren der dritten Generation ist AMD in diesem Segment eigentlichen konkurrenzlos. Hier und da kann es ein paar Ausnahmen geben.

AMD Ryzen Threadripper 3970X und 3960X:

Mit den Ryzen-Threadripper-Prozessoren der 3. Generation lässt AMD seinen Konkurrenten weit hinter sich. Waren die entsprechenden Vorgänger-Modelle mit 24 und 32 Kernen für Multi-Threaded-Anwendungen schon schneller als das Flaggschiff von Intel, vergrößert AMD diesen Vorsprung mit dem Ryzen Threadripper 3960X und 3970X noch einmal deutlich. Für die Anzahl der Kerne bleibt es bei 24 und 32, dafür aber werden die einzelnen Kerne schneller und die Plattform bietet dank schnellerem DDR4-Speicher, doppelt so schnellen PCI-Express-Lanes sowie einer höheren Anzahl derer noch einmal mehr Dampf. Wer rendert, Videos schneidet oder sonstige Anwendungen verwendet, die von vielen Kernen profitieren, der kommt an den neuen Ryzen-Threadripper-Prozessoren nicht vorbei.

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Einziger Nachteil ist die Tatsache, dass man sich zugleich auch ein neues Mainboard anschaffen muss. Für die schnellere Anbindung zwischen den Prozessoren und der Plattform hat AMD den Sockel TR4 in sTR4 umgearbeitet, was neue Platinen notwendig macht. Auch preislich zieht AMD die neuen Modelle etwas an und verlangt 1.409 Euro für das Modell mit 24 Kernen bzw. 1.995 Euro für die 32-Kern-Variante. Workstation-Nutzer kommen aktuell aber kaum umher, sich eines der neuen Ryzen-Threadripper-Modelle anzuschauen.

Hardwareluxx-Test: AMD Ryzen Threadripper 3970X und 3960X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen Threadripper 3970X
Nicht verfügbar 2.299,90 Euro Ab 2.048,86 EUR


AMD Ryzen Threadripper Pro 3995WX:

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Inzwischen gibt es nicht nur Workstation-Prozessoren mit 64-Kernen wie den Ryzen Threadripper 3990X, sondern auch eine Pro-Variante, die das absolute Flaggschiff darstellt. Hier werden aus einem Quad-Channel- ein Octa-Channel-Speicherinterface und satte 128 PCI-Express-4.0-Lanes. Alles weitere zur Leistung des Ryzen Threadripper Pro 3995WX sind in unserem ausführlichen Artikel zum Prozessor zu finden. Dies hat allerdings auch seinen Preis. Der Ryzen Threadripper Pro 3995WX kostet etwa 5.200 Euro und ist damit keine leichtfertige Investition.

Hardwareluxx-Test: AMD Ryzen Threadripper Pro 3995WX

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen Threadripper Pro 3995WX
Nicht verfügbar 5.799,90 Euro Ab 5.078,97 EUR


Intel Core i9-10980X:

Bei Intel tut man sich derzeit etwas schwer. Der einstige Spitzenreiter schaut in vielen Produktkategorien derzeit alt aus. Einzig über den Preis kann sich der Chipriese im HEDT-Segment derzeit noch retten und demzufolge ist der Core i9-10980XE nur noch eingeschränkt eine Empfehlung. Die 18 Kerne des Prozessors arbeiten unter Last mit 3,8 GHz, aber gerade wenn nur vier oder 12 Kerne arbeiten müssen, ist der Core i9-10980XE noch immer im Vorteil, da die wenigen Kerne dann einen höheren Takt erreichen.

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Aber Intel muss auch aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren. Der Core i9-10980XE wird weiterhin nur in 14 nm gefertigt und erreicht daher auch nur ein leichtes Leistungsplus gegenüber dem Vorgänger Core i9-9980XE. Wer diesen besitzt, muss das neue Modell nicht auf den Wunschzettel setzen. Wer aber die Preise ab 1.500 Euro sowie die Anschaffung eines der neuen und zumeist teuren Mainboards für die Ryzen-Threadripper-Prozessoren scheut, der könnte bei Intels X299-Plattform unterkommen. Das Spitzenmodell Core i9-10980XE kostet mit etwa 1.000 Euro vergleichsweise wenig, bietet aber auch eine nicht so hohe Multi-Threaded-Leistung. Hier muss man einfach abwägen, was wichtiger ist und wie viel man investieren möchte.

Hardwareluxx-Test: Intel Core i9-10980XE

Preise und Verfügbarkeit
Intel Core i9-10980XE​​
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 997,80 EUR


Intel Xeon W-3275:

Intels aktuelles Gegenstück zu den Ryzen-Threadripper-Prozessoren ist auch ein Xeon W-3275. Bei diesem handelt es sich um die Workstation-Variante auf Basis der Cascade-Lake-Architektur. 28 Kerne, 56 Threads, ein Basistakt von 2,5 GHz und 4,4 GHz im Boosttakt und bei einer Thermal Design Power von 205 W – das sind die wichtigsten technischen Daten des Xeon W-3275. Der Xeon W-3275 ist zwar rein von der Namensgebung her der Nachfolger des Xeon W-3175X, allerdings positioniert Intel diesen nicht dementsprechend. Als X-Modell ist der Xeon W-3175X ein High-End-Modell für denjenigen, die auch ein Overlocking wagen wollen. Für den Xeon W-3275 im Fokus steht sicherlich auch, dass DL-Boost-Anwendungen von der AVX512-Beschleunigung profitieren können – dies bietet der Xeon W-3175X nicht.

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Kostet ein Ryzen Threadripper 3990X mit 64 Kernen bereits 4.000 Euro, sprechen wir beim Xeon W-3275 von fast 5.000 Euro. Eine Workstation in dieser Form muss in allen Komponenten durchdacht sein, um die Hardware möglichst ideal zu nutzen. Dafür sind die Investitionen einfach zu groß.

Hardwareluxx-Test: Intel Xeon W-3275