Kaufberatung Prozessoren Frühjahr 2021

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intel-amd-guideDas Jahr 2020 ist bei den Prozessoren ein spannendes gewesen. AMD hat mit der Zen-3-Architektur zu Intel aufgeschlossen bzw. teilweise über die Anzahl der angebotenen Kernen bereits überholt. Inzwischen können auf der aktuellen Desktop-Plattform von AMD bis zu 16 Kerne angeboten werden, während es bei Intel derer nur zehn sind. Intel punktet weiterhin über den Takt der einzelnen Kerne und hat in einigen Spielen noch immer die Nase vorne. Wir geben euch die aktuellen Prozessor-Empfehlungen.

Über lange Zeit hatte der Käufer eines Prozessors kaum eine Wahl. Intel war die dominierende Marke und wer bei Games die maximalen FPS wollte, der musste zu einem Core-Prozessor von Intel greifen. Spätestens seit dem Jahr 2020 ist dies nicht mehr so. Hatte Intel bei der zweiten Generation der Ryzen-Prozessoren noch einen gewissen Vorsprung in den meisten Anwendungsbereichen, ist dieser im Jahr 2020 komplett zusammengeschmolzen. Wer eine möglichst hohe Multi-Threaded-Leistung benötigt, hat in allen Segmenten eigentlich keine andere Wahl mehr, als zu einem Ryzen-Prozessor zu greifen. Für Spiele und eine möglichst hohe Single-Threaded-Leistung sollte man Intel aber weiterhin im Auge behalten und mit Rocket Lake-S will Intel in diesem Bereich noch eine Schippe drauflegen.

Aber die aktuelle Situation am CPU-Markt ist auch ein Abbild der aktuellen Liefersituation rund um jegliche Hardware am IT-Markt. Inzwischen kann AMD immerhin einige der Modelle der Ryzen-5000-Serie besser liefern, aber noch immer sind gerade die Spitzenmodelle kaum zu vernünftigen Preisen zu bekommen. Auch deckt AMD mit seiner aktuellen Serie noch nicht den Low-End-Markt ab und versucht diesen mit den ebenso nur schwer erhältlichen Vorgänger-Modellen zu bedienen. Dafür springt Intel in die Bresche und bietet zwar auf dem Papier alte Prozessoren, dafür aber zu einen guten Preis/Leistungsverhältnis an. Vor allem aber sind die Prozessoren von Intel deutlich besser verfügbar.

Kommen wir nun aber zu den CPU-Empfehlungen.

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Ohne konkrete Empfehlungen wollen wir kurz auf das Low-End-Segment eingehen. Während Intel seine zehnte Core-Generation auch in den unteren Preis- und Leistungsregionen anbietet, muss man bei AMD in diesem Preisbereich noch auf Modelle der Vorgänger-Generation ausweichen. Aber selbst dann muss man genau schauen, welches Modell es denn sein soll, denn der bisher empfohlene Ryzen 3 3300X ist aktuell nicht erhältlich.

Im Preisbereich unter 100 Euro bieten sowohl Intel als auch AMD ebenfalls einige Modelle. Bei Intel sind dies die Pentium-Prozessoren mit zwei Kernen. Die Athlon-Prozessoren von AMD bieten ebenfalls zwei Kerne und können zumindest mit einer für den HTPC-Betrieb empfehlenswerten integrierten Grafikeinheit aufwarten. Wer etwas mehr Dampf benötigt, sollte sich die Ryzen-Prozessoren auf Basis von Picasso anschauen. Für 100 bzw. 150 Euro gibt es dann vier Kerne mit einer leistungsstarken Vega-11-Grafikeinheit. Eventuell folgen hier bald die Renoir-Nachfolger, die sowohl bei der CPU- als auch der GPU-Leistung bzw. der Effizienz noch einmal deutlich zugelegt haben.

Einstiegsklasse

AMD Ryzen 5 3500X:

Pünktlich zum Frühjahr 2020 und der Einführung des B550-Chipsatzes stellte AMD neue Ryzen-3-Prozessoren mit vier Kernen vor, die mit 99 Euro für den Ryzen 3 3100 und 129 Euro für den Ryzen 3 3300X extrem attraktiv positioniert sind. Beide Modelle bieten vier Kerne und können dank SMT acht Threads verarbeiten. Für die alltäglichen Aufgaben und Spiele reicht dies aktuell vollkommen aus, sind aber im Falle des Ryzen 3 3300X aktuell nicht erhältlich. Auf Basis der Zen-3-Architektur bietet AMD aktuell noch keine neuen Prozessoren der Ryzen-3-Modellreihe. Also weichen wir hier auf den Ryzen 5 3500X aus.

Der Ryzen 5 3500X war ursprünglich gar nicht für den deutschen oder europäischen Markt gedacht, hat es aber inzwischen dennoch in den Handel geschafft. Sechs Kerne auf Basis der Zen-2-Architektur werden hier geboten, allerdings ohne ein SMT. Der Basis-Takt liegt bei 3,6 GHz, per Boost kommen einzelne Kerne auf bis zu 4,1 GHz. Die TDP von 65 W hält der Sechskerner problemlos.

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Vor allem im Zusammenspiel mit den günstigeren Mainboards mit B550-Chipsatz bietet sich der Einsatz des Ryzen 5 3500X an. Anstatt weit über 150 Euro für ein X570-Mainboard, sind die B550-Modelle ab 100 Euro deutlich günstiger und das preisliche Verhältnis zwischen Mainboard und Prozessor stimmt wieder. In Spielen kann der Ryzen 5 3500X gut mithalten und ein 3D-Rendering ist in dieser Kategorie eben nicht der Hauptanwendungsfall für einen solchen Prozessor. AMD macht Intel nicht nur im High-End-Segment das Leben schwer, sondern auch in den niedrigen Preisbereichen. Der Ryzen 5 3500X ist derzeit für 150 Euro zu haben.

Hardwareluxx-Test: AMD Ryzen 5 3500X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen 5 3500X
Nicht verfügbar 209,90 Euro Nicht verfügbar


Intel Core i5-10400F:

Der AMD Ryzen 5 3500X zeigt: Es muss nicht immer ein Prozessor mit acht Kernen sein, um eine Empfehlung aussprechen zu können. Für 100 bis 150 Euro sind schon gute Prozessoren zu bekommen und als Alternative zum Modell aus dem Hause AMD haben wir den Core i5-10400F von Intel auserkoren. Dieser bietet sechs Kerne und kann in der neuesten Generation auch per Hyperthreading 12 Threads verarbeiten. Gerade wenn es darum geht, Spiele möglichst flüssig darzustellen, reichen sechs schnelle Kerne meist aus. Der Core i5-10400F taktet seine Kerne mit einem maximalen Boost-Takt von 4,3 GHz.

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Dies alles packt Intel in ein Power-Budget von 65 W – ähnlich wie der Ryzen 5 3500X. Wie alle F-Modelle verzichtet Intel hier auf die integrierte Grafikeinheit, die allerdings auch keinerlei Neuerungen zu bieten hat. Wer sich für einen Core i5-10400F entscheidet, muss aber auch ein neues LGA1200-Mainboard anschaffen. Anstatt der teuren Z490-Modelle sollte hier zu einem Mainboard mit H470- oder oder B460-Chipsatz gegriffen werden. Allerdings sollte man hier für ein eventuelles Upgrade im Hinterkopf behalten, dass die kommenden Rocket-Lake-Prozessoren nicht mehr zum B460 kompatibel sein werden. Kompatibel sind einzig der H470, Q470 und Z490 sowie die kommenden Mainboards mit 500-Series-Chipsatz. Dies sollte auch bei den weiteren Empfehlungen für Intel-Prozessoren beachtet werden. Der Core i5-10400F kostet ab 130 Euro.

Hardwareluxx-Test: Intel Core i5-10400F

Preise und Verfügbarkeit
Intel Core i5-10400F
179,00 Euro 146,07 Euro Ab 146,07 EUR



Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, bekommt dafür auch deutlich mehr. So reicht es dann für den AMD Ryzen 5 5600X auf Basis der neuen Zen-3-Architektur und den Intel Core i5-10600K.

AMD Ryzen 5 5600X:

In der Einstiegsklasse greift man am besten zur Vorgänger-Generation, in der Mittelklasse zum derzeit kleinsten und breit verfügbaren Ryzen-5000-Modell.

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Der AMD Ryzen 5 5600X ist selbst ein halbes Jahr nach dem Start der neuen Generation der bislang kleinste Ableger, der auf der überarbeiteten Zen-3-Architektur aufbaut. Wie sein Vorgänger stellt auch er sechs Kerne und zwölf Threads bereit und sortiert sich innerhalb der 65-W-TDP-Klasse ein, erreicht dank der Optimierung jedoch eine deutlich höhere Spieleleistung. Die Taktraten steigen je nach Last und Temperatur auf 3,7 bis im Idealfall 4,6 GHz an. Den AMD Ryzen 5 5600X gibt es derzeit ab etwa 355 Euro. AMD muss aber zusehen, die Lücke zwischen diesem Modell in der Einstiegsklasse schnellstmöglich zu schließen.

Hardwareluxx-Test: Ryzen 5 5600X

Preise und Verfügbarkeit
Ryzen 5 5600X
308,00 Euro 324,90 Euro Ab 308,00 EUR


Intel Core i5-10600K:

Deutlich günstiger, nähmlich ab 210 Euro geht es mit dem Core i5-10600K bei Intel los. Der Core i5-10600K bietet sechs Kerne und kann 12 Threads verarbeiten, genau wie der Ryzen 5 5600X. Hinsichtlich der Taktraten liegt man mit einem Basis-Takt von 4,1 GHz und einem Boost-Takt von bis zu 4,8 GHz fast gleichauf. Dazu hebt Intel die TDP allerdings auch von 65 auf 125 W an. 

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Wie bei allen K-Modellen hat auch der Core i5-10600K einen offenen Multiplikator und bietet somit beim Multiplikator und dem RAM-OC viel Spielraum. Mit einer AiO ausgestattet sollten die 5 GHz hier kein großes Problem sein und damit ist dieses Modell auch bei Spielen eine echte Alternative mit höchster Leistung.

Hardwareluxx-Test: Intel Core i5-10600K

Preise und Verfügbarkeit
Intel Core i5-10600K
205,00 Euro 212,13 Euro Ab 205,00 EUR



In der High-End-Klasse muss man schon mindestens 400 Euro auf den virtuellen Ladentresen legen – nach oben sind heutzutage aber ohnehin fast keine Grenzen gesetzt. Unsere Empfehlungen lauten: AMD Ryzen 7 5800X, Ryzen 9 5900X und Intel Core i9-10850K/Core i9-10900K.

AMD Ryzen 7 5800X:

 

Mit einem angepeilten Preis von 449 Euro ist der AMD Ryzen 7 5800X eine typische Mittelklasseempfehlung. Er bietet mit acht Kernen und 16 Threads nur noch halb so viele Kerne wie das aktuelle Spitzenmodell, macht sich aber mit einem Spitzentakt von nur 4,7 GHz ans Werk. Aufgrund des fehlenden zweiten CCXs halbiert sich außerdem der L3-Cache. Trotzdem handelt es sich auch weiterhin um 105-W-Modell.

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Preislich liegen der Ryzen 7 5800X und Core i9-10900K gleichauf, bei den Benchmarks lohnt sich ein Blick in den dazugehörigen Test. Selbst gegen das Rocket-Lake-Spitzenmodell, welches im März auf den Markt kommen soll, dürfte der Ryzen 7 5800X noch gut dastehen.

Hardwareluxx-Test: AMD Ryzen 7 5800X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen 7 5800X
408,00 Euro 429,00 Euro Ab 408,00 EUR


 

Intel Core i9-10900K:

Intels aktuelles Flaggschiff der Comet-Lake-Generation ist der Core i9-10900K. Dieser löst in gewisser Weise auch das Sondermodell Core i9-9900KS ab, der auf allen Kernen 5 GHz bot. Der Core i9-10900K bietet zwei zusätzliche Kerne und lässt diese auf 4,9 GHz arbeiten. Per Boost sind sogar bis zu 5,3 GHz für einzelne Kerne möglich. Der Core i9-10900K ist der beste Prozessor für Spieler – daran ändert auch AMDs dritte Ryzen-Generation nichts. Mehr als acht Kerne nutzt kaum ein aktuelles Spiel und die wenigen schnellen Kerne sind hier eben der Trumpf, der für Intel sticht. Es ist schon erstaunlich, was Intel aus der nun schon betagten Skylake-Architektur und der Fertigung in 14 nm noch alles herausquetschen kann.

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Der Core i9-10900K wird allerdings nur noch bis März das Topmodell bleiben, dann wird der Nachfolger Rocket Lake-S erscheinen. Wie bei allen Comet-Lake-Prozessoren gilt: Mit dem LGA1200 steht auch der Kauf eines neuen Mainboards an. Je nach Hersteller und Modell kommen hier noch einige hundert Euro an Anschaffungspreis hinzu. Aktuell kostet der Core i9-10900K 470 Euro.

Hardwareluxx-Test: Intel Core i9-10900K

Preise und Verfügbarkeit
Intel Core i9-10900K
727,22 Euro 506,46 Euro Ab 479,00 EUR


Als Alternative sei aber auch der Core i9-10850K erwähnt. Auch dieser bietet zehn Kerne, taktet aber etwas niedriger. Intel hat den Core i9-10850K eingeführt, um die schlechte Verfügbarkeit des Core i9-10900K etwas abzumildern. Der Core i9-10850K kommt auf einen Basis-Takt von 3,6 GHz und kommt per Boost auf glatte 5,0 GHz. Ansonsten sind die technischen Daten zwischen dem Core i9-10900K und Core i9-10850K gar nicht so unterschiedlich.

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Der Preis des Core i9-10850K liegt aktuell bei 390 Euro und damit sollte der etwas geringere Takt dem niedrigeren Preis von 80 Euro entgegengesetzt werden. Eine sinnvolle Alternative ist er allemal.

Hardwareluxx-Test: Intel Core i9-10850K

Preise und Verfügbarkeit
Intel Core i9-10850K
376,00 Euro 379,02 Euro Ab 376,00 EUR


 

AMD Ryzen 9 5900X:

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Der AMD Ryzen 9 5900X ist nicht das aktuelle Flaggschiff für den Sockel AM4, aber er ist günstiger als der Ryzen 9 5950X mit 16 Kernen. Verstecken braucht sich der AMD Ryzen 9 5900X nicht. Er stellt zwölf Kerne und 24 Threads bereit und liegt damit in Sachen Multicore-Performance sogar deutlich vor Intel. Mit einem Takt von bis zu 4,8 GHz und der Zen-3-Architektur hat AMD außerdem bei der Spieleleistung deutlich aufgeholt, womit die Ryzen-CPU tatsächlich für alle Lebenslagen bestens aufgestellt ist. Die Thermal Design Power liegt bei 105 W, was ihn nicht gerade zum sparsamsten Modell macht, die Effizienz mit Zen 2 konnte AMD jedoch ebenfalls deutlich verbessern. 

In den einschlägigen Preisvergleichs-Portalen wird der AMD Ryzen 9 5900X derzeit ab etwa 790 Euro angeboten – ist also aufgrund der geringen Verfügbarkeit aktuell einfach zu teuer. Zur UVP von 549 Euro sieht dies natürlich ganz anders aus.

Hardwareluxx-Test: Ryzen 9 5900X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen 9 5900X
549,00 Euro Nicht verfügbar Ab 549,00 EUR


 

Als Zwischenschritt zur Enthusiastenklasse wollen wir noch den Ryzen 9 5950X einschieben. Er definiert die Desktop-Plattform für den Sockel AM4 völlig neu. 16 Kerne sind für Spiele sicherlich nicht notwendig, aber Anwender, die auch die ein oder andere rechenintensive Anwendung verwenden, werden die 16 Kerne sicherlich gerne nehmen.

AMD Ryzen 9 5950X:

16 Kerne für den Desktop sind eine klare Ansagen, die Intels Desktop-Plattform derzeit alt aussehen lässt. Geht es um die Multi-Threaded-Leistung, hat AMD seinen Konkurrenten Intel längst abgehängt. Dass die 16 Kerne des Ryzen 9 5950X nun gerade in Anwendungen, die sich alle Kerne zu Nutze machen, alles in den Schatten stellen werden, dazu bedarf es eigentlich keinerlei Benchmarks.

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Der Ryzen 9 5950X ist nicht nur der Zen-3-Prozessor mit den meisten Kernen für den Sockel AM4, sondern auch der mit dem höchsten Boost-Takt. Dies klingt vielversprechend. In unserem Test kann der Ryzen 9 5950X diese Ansprüche größtenteils erfüllen.

Mit dem Ryzen 9 5950X hebt AMD die Definition für einen Desktop-Prozessor auf ein neues Niveau. War der erste Zwölfkerner bereits ein gewaltiger Schritt in diese Richtung, ist der Ryzen 9 5950X ein noch einmal deutlich größerer Schritt nach vorn – eben aufgrund der Zen-3-Architektur mit all den Verbesserungen in der IPC-Leistung. Natürlich muss man hier einige Einschränkungen machen, denn gerade mit einem Fokus auf Spiele lohnt sich ein solcher Prozessor nicht wirklich. Nur wenige Spiele nutzen überhaupt mehr als acht Kerne, die meisten geben sich mit vier bis acht zufrieden. Daher sind Games für Prozessoren mit 12 oder gar 16 Kernen einfach nicht das richtige Anwendungsgebiet.

Ein Problem hat der Ryzen 9 5950X allerdings derzeit – er ist kaum bis gar nicht verfügbar. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 969 Euro.

Hardwareluxx-Test: AMD Ryzen 9 5950X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen 9 5950X​
809,00 Euro 839,00 Euro Ab 809,00 EUR



Wo das Geld keine große Rolle spielt und stattdessen die Leistung im Fokus steht, sind wir in der Enthusiastenklasse angekommen. Mit den Ryzen-Threadripper-Prozessoren der dritten Generation ist AMD in diesem Segment eigentlichen konkurrenzlos. Hier und da kann es ein paar Ausnahmen geben.

AMD Ryzen Threadripper 3970X und 3960X:

Mit den Ryzen-Threadripper-Prozessoren der 3. Generation lässt AMD seinen Konkurrenten weit hinter sich. Waren die entsprechenden Vorgänger-Modelle mit 24 und 32 Kernen für Multi-Threaded-Anwendungen schon schneller als das Flaggschiff von Intel, vergrößert AMD diesen Vorsprung mit dem Ryzen Threadripper 3960X und 3970X noch einmal deutlich. Für die Anzahl der Kerne bleibt es bei 24 und 32, dafür aber werden die einzelnen Kerne schneller und die Plattform bietet dank schnellerem DDR4-Speicher, doppelt so schnellen PCI-Express-Lanes sowie einer höheren Anzahl derer noch einmal mehr Dampf. Wer rendert, Videos schneidet oder sonstige Anwendungen verwendet, die von vielen Kernen profitieren, der kommt an den neuen Ryzen-Threadripper-Prozessoren nicht vorbei.

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Einziger Nachteil ist die Tatsache, dass man sich zugleich auch ein neues Mainboard anschaffen muss. Für die schnellere Anbindung zwischen den Prozessoren und der Plattform hat AMD den Sockel TR4 in sTR4 umgearbeitet, was neue Platinen notwendig macht. Auch preislich zieht AMD die neuen Modelle etwas an und verlangt 1.409 Euro für das Modell mit 24 Kernen bzw. 1.995 Euro für die 32-Kern-Variante. Workstation-Nutzer kommen aktuell aber kaum umher, sich eines der neuen Ryzen-Threadripper-Modelle anzuschauen.

Hardwareluxx-Test: AMD Ryzen Threadripper 3970X und 3960X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen Threadripper 3970X
Nicht verfügbar 2.099,90 Euro Ab 2.030,18 EUR


AMD Ryzen Threadripper 3990X:

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Inzwischen gibt es auch das 64-Kern-Modell Ryzen Threadripper 3990X, der das absolute Flaggschiff darstellt. Hier werden das Quad-Channel-Speicherinterface und schnelle PCI-Express-4.0-Lanes mit einer Rechenleistung kombiniert, die wir bisher nur aus dem Serverbereich kennen. Dies hat allerdings auch seinen Preis. Der Ryzen Threadripper 3990X kostet 3.999 Euro und ist damit keine leichtfertige Investition.

Hardwareluxx-Test: AMD Ryzen Threadripper 3990X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen Threadripper 3990X
4.199,40 Euro 4.199,90 Euro Ab 3.999,69 EUR


Intel Core i9-10980X:

Bei Intel tut man sich derzeit etwas schwer. Der einstige Spitzenreiter schaut in vielen Produktkategorien derzeit alt aus. Einzig über den Preis kann sich der Chipriese im HEDT-Segment derzeit noch retten und demzufolge ist der Core i9-10980XE nur noch eingeschränkt eine Empfehlung. Die 18 Kerne des Prozessors arbeiten unter Last mit 3,8 GHz, aber gerade wenn nur vier oder 12 Kerne arbeiten müssen, ist der Core i9-10980XE noch immer im Vorteil, da die wenigen Kerne dann einen höheren Takt erreichen.

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Aber Intel muss auch aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren. Der Core i9-10980XE wird weiterhin nur in 14 nm gefertigt und erreicht daher auch nur ein leichtes Leistungsplus gegenüber dem Vorgänger Core i9-9980XE. Wer diesen besitzt, muss das neue Modell nicht auf den Wunschzettel setzen. Wer aber die Preise ab 1.500 Euro sowie die Anschaffung eines der neuen und zumeist teuren Mainboards für die Ryzen-Threadripper-Prozessoren scheut, der könnte bei Intels X299-Plattform unterkommen. Das Spitzenmodell Core i9-10980XE kostet mit etwa 1.000 Euro vergleichsweise wenig, bietet aber auch eine nicht so hohe Multi-Threaded-Leistung. Hier muss man einfach abwägen, was wichtiger ist und wie viel man investieren möchte.

Hardwareluxx-Test: Intel Core i9-10980XE

Preise und Verfügbarkeit
Intel Core i9-10980XE​​
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 973,30 EUR


Intel Xeon W-3275:

Intels aktuelles Gegenstück zu den Ryzen-Threadripper-Prozessoren ist auch ein Xeon W-3275. Bei diesem handelt es sich um die Workstation-Variante auf Basis der Cascade-Lake-Architektur. 28 Kerne, 56 Threads, ein Basistakt von 2,5 GHz und 4,4 GHz im Boosttakt und bei einer Thermal Design Power von 205 W – das sind die wichtigsten technischen Daten des Xeon W-3275. Der Xeon W-3275 ist zwar rein von der Namensgebung her der Nachfolger des Xeon W-3175X, allerdings positioniert Intel diesen nicht dementsprechend. Als X-Modell ist der Xeon W-3175X ein High-End-Modell für denjenigen, die auch ein Overlocking wagen wollen. Für den Xeon W-3275 im Fokus steht sicherlich auch, dass DL-Boost-Anwendungen von der AVX512-Beschleunigung profitieren können – dies bietet der Xeon W-3175X nicht.

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Kostet ein Ryzen Threadripper 3990X mit 64 Kernen bereits 4.000 Euro, sprechen wir beim Xeon W-3275 von fast 5.000 Euro. Eine Workstation in dieser Form muss in allen Komponenten durchdacht sein, um die Hardware möglichst ideal zu nutzen. Dafür sind die Investitionen einfach zu groß.

Hardwareluxx-Test: Intel Xeon W-3275