Kaufberatung Prozessoren Frühjahr 2020

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intel-amd-guideDas Jahr 2019 ist bei den Prozessoren ein spannendes gewesen. AMD hat mit der Zen-2-Architektur zu Intel aufgeschlossen und legt bei der Anzahl der Kerne noch einmal eine Schippe drauf. Inzwischen können auf der aktuellen Desktop-Plattform von AMD bis zu 16 Kerne angeboten werden. Intel punktet weiterhin über den Takt der einzelnen Kerne und hat in den meisten Spielen die Nase vorne. Wir geben euch die aktuellen Prozessor-Empfehlungen.

Über lange Zeit hatte der Käufer eines Prozessors kaum eine Wahl. Intel war die dominierende Marke und wer bei Games die maximalen FPS wollte, der musste zu einem Core-Prozessor von Intel greifen. Spätestens seit diesem Jahr ist dies nicht mehr so. Hatte Intel bei der zweiten Generation der Ryzen-Prozessoren noch einen gewissen Vorsprung in den meisten Anwendungsbereichen, ist dieser im Jahr 2019 komplett zusammengeschmolzen. Wer eine möglichst hohe Multi-Threaded-Leistung benötigt, hat aktuell in allen Segmenten eigentlich keine andere Wahl mehr, als zu einem Ryzen-Prozessor zu greifen. Die Situation von vor einigen Jahren scheint sich aktuell umzukehren. Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn man auf das kommenden Jahr blickt, denn aktuell ist nicht abzusehen, wie Intel auf seinen kleineren Konkurrenten AMD reagieren will.

Kommen wir nun aber zu den CPU-Empfehlungen.

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Ohne konkrete Empfehlungen wollen wir kurz auf das Low-End-Segment eingehen. Während Intel seine neunte Core-Generation auch in den unteren Preis- und Leistungsregionen anbietet, muss man bei AMD in diesem Preisbereich noch auf Modelle der Vorgänger-Generation ausweichen. Allerdings ist Intels Skylake-Architektur auch keine echte Neuheit mehr.

Im Preisbereich unter 100 Euro bieten sowohl Intel als auch AMD ebenfalls einige Modelle. Bei Intel sind dies die Pentium-Prozessoren mit zwei Kernen. Die Athlon-Prozessoren von AMD bieten ebenfalls zwei Kerne und können zumindest mit einer für den HTPC-Betrieb empfehlenswerten integrierten Grafikeinheit aufwarten. Wer etwas mehr Dampf benötigt, sollte sich die Ryzen-Prozessoren auf Basis von Picasso anschauen. Für 100 bzw. 150 Euro gibt es dann vier Kerne mit einer leistungsstarken Vega-11-Grafikeinheit.

Einstiegsklasse

AMD Ryzen 5 2600:

Die Ryzen-3000-Familie beginnt aktuell erst beim Ryzen 5 3600 – kleinere Modellvarianten hat AMD mit Ausnahme des Ryzen 5 3500X, welcher allerdings nur OEMs und dem asiatischen Markt vorbehalten bleibt, derzeit noch nicht vorgestellt. In der Preisklasse unterhalb von 200 Euro muss man sich daher bei den älteren Modellen bedienen. Unsere Empfehlungen fällt hier auf den AMD Ryzen 5 2600, der mit etwa 120 Euro deutlich günstiger als der Ryzen 5 3600 ist, der gut 190 Euro kostet.

Der Ryzen 5 2600 bietet sechs Zen-Kerne, die sich mit Geschwindigkeiten von 3,4 bis 3,9 GHz ans Werk machen und in der Summe zwölf Threads gleichzeitig verarbeiten können. Dabei klassifiziert sich der Hexacore in der 65-W-Klasse ein und verfügt über einen Speichercontroller für Dual-Channel-Module nach DDR4-2933. Natürlich können über das BIOS schnellere Speichermodule verwendet werden. DDR4-3600 sind meist problemlos erreichbar. Ein preisgünstiges B450-Mainboard ist empfehlenswert. 

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Gegen seinen Nachfolger muss der AMD Ryzen 5 2600 zwar rund 15 % zurückstecken und ist etwas stromhungriger, dafür sind seine Anschaffungskosten gut 80 Euro günstiger

Hardwareluxx-Test: AMD Ryzen 2600X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen 5 2600
119,00 Euro 123,90 Euro Ab 119,00 EUR


Intel Core i5-9400F:

Der AMD Ryzen 5 2600 zeigt: Es muss nicht immer ein Prozessor mit acht Kernen sein, um eine Empfehlung aussprechen zu können. Für 100 bis 150 Euro sind schon gute Prozessoren zu bekommen und als Alternative zum Modell aus dem Hause AMD haben wir den Core i5-9400F von Intel auserkoren. Auch dieser bietet sechs Kerne, beherrscht allerdings kein Hyper Threading und kann daher auch nur sechs Threads gleichzeitig verarbeiten. Gerade wenn es darum geht, Spiele möglichst flüssig darzustellen, reichen sechs schnelle Kerne meist aber aus. Der Core i5-9400F taktet seine Kerne mit einem maximalen Boost-Takt von 4,1 GHz.

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Dies alles packt Intel in ein Power-Budget von 65 W – ähnlich wie der Ryzen 5 2600. Aufgrund der recht günstigen LGA1151-Mainboards plus der Tatsache, dass ein Core i5-9400F nur 150 Euro kostet, dafür aber auch auf die integrierte Grafikeinheit verzichtet, ist die Basis für ein günstiges Gaming-System mit diesem Modell schnell geschaffen.


Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, bekommt dafür auch deutlich mehr. So reicht es dann für den AMD Ryzen 5 3600 auf Basis der neuen Zen-2-Architektur und den Intel Core i5-9600KF.

AMD Ryzen5 3600:

In der Einstiegsklasse greift man am besten zur Vorgänger-Generation, in der Mittelklasse zum derzeit kleinsten und breit verfügbaren Ryzen-3000-Modell.

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Der AMD Ryzen 5 3600 ist selbst ein halbes Jahr nach dem Start der neuen Generation der bislang kleinste Ableger, der auf der überarbeiteten Zen-2-Architektur aufbaut. Wie sein Vorgänger stellt auch er sechs Kerne und zwölf Threads bereit und sortiert sich innerhalb der 65-W-TDP-Klasse ein, erreicht dank der Optimierung jedoch eine deutlich höhere Spieleleistung. Die Taktraten steigen je nach Last und Temperatur auf 3,6 bis im Idealfall 4,2 GHz an. Der AMD Ryzen 5 3600X würde zwar noch höhere Geschwindigkeiten bieten, bietet letztendlich jedoch ein etwas schlechteres Preis-Leistungs-Verhältnis. Den AMD Ryzen 5 3600 gibt es derzeit ab etwa 195 Euro.

Hardwareluxx-Test: Ryzen 5 3600

Preise und Verfügbarkeit
Ryzen 5 3600
166,00 Euro 199,00 Euro Ab 166,00 EUR


Intel Core i5-9600KF:

Wer also noch ein einmal 50 Euro gegenüber der Einstiegsklasse drauflegt bekommt auch bei Intel deutlich mehr Leistung. Der Core i5-9600KF bietet zwar auch nur sechs Kerne und sechs Threads, aber neben einem deutlich höheren Basis-Takt auch einen Boost-Takt von bis zu 4,6 GHz. Dazu hebt Intel die TDP allerdings auch von 65 auf 95 W an. An der Plattform ändert sich in Form des LGA1151 nicht.

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Wie bei allen F-Modellen kommt auch der Core i5-9600KF ohne integrierte Grafikeinheit daher. Fast alle Gaming-Rechner werden aber ohnehin mit einer dedizierten Grafiklösung ausgestattet. Was zudem für die F-Modelle spricht (und dies gilt auch für den Core i5-9400F): Intel hat diese Prozessoren in einem neuen Stepping aufgelegt und einige Sicherheitslücken in der Hardware geschlossen. Als K-Modell ist der Multiplikator offen und so lässt sich der Core i5-9600KF auch übertakten. Mit einer AiO ausgestattet sollten die 5 GHz hier kein großes Problem sein.

Preise und Verfügbarkeit
Intel Core i5-9600KF
Nicht verfügbar 199,90 Euro Ab 198,94 EUR



In der High-End-Klasse muss man schon mindestens 500 Euro auf den virtuellen Ladentresen legen – nach oben sind heutzutage aber ohnehin fast keine Grenzen gesetzt. Unsere Empfehlungen lauten: AMD Ryzen 9 3900X und Intel Core i9-9900K. 

AMD Ryzen 9 3900X:

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Der AMD Ryzen 9 3900X ist nicht das aktuelle Flaggschiff für den Sockel AM4, aber er ist günstiger als der Ryzen 9 3950X mit 16 Kernen. Verstecken braucht sich der AMD Ryzen 9 3900X nicht. Er stellt zwölf Kerne und 24 Threads bereit und liegt damit in Sachen Multicore-Performance sogar deutlich vor Intel. Mit einem Takt von bis zu 4,7 GHz hat AMD außerdem bei der Spieleleistung deutlich aufgeholt, womit die Ryzen-CPU tatsächlich für alle Lebenslagen bestens aufgestellt ist. Die Thermal Design Power liegt bei 105 W, was ihn nicht gerade zum sparsamsten Modell macht, die Effizienz mit Zen 2 konnte AMD jedoch ebenfalls deutlich verbessern. 

In den einschlägigen Preisvergleichs-Portalen wird der AMD Ryzen 9 3900X derzeit ab etwa 550 Euro angeboten.

Hardwareluxx-Test: Ryzen 9 3900X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen 9 3900X
419,00 Euro 579,00 Euro Ab 419,00 EUR


Intel Core 9-9900K:

Intels aktuelles Flaggschiff ist noch immer der Core i9-9900K. Zwar gibt es auch einen Core i9-9900KS, der als Special Edition aber inzwischen immer weniger gut verfügbar ist. Beide bieten acht Kerne, wobei nur das KS-Modell einen garantierten Takt von 5 GHz besitzt. Der Core i9-9900K ist der beste Prozessor für Spieler – daran ändert auch AMDs dritte Ryzen-Generation nichts. Mehr als acht Kerne nutzt kaum ein aktuelles Spiel und acht schnelle Kerne sind hier eben Trumpf. Es ist schon erstaunlich, was Intel aus der nun schon betagten Skylake-Architektur und der Fertigung in 14 nm noch alles herausquetschen kann.

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Bis die Nachfolger Comet Lake-S erscheinen, bleibt der Core i9-9900K eine High-End-Empfehlung, wenn es um einen Prozessor aus dem Hause Intel geht. Wir verlinken hier sowohl den Test des Core i9-9900K als auch den des Sondermodells Core i9-9900KS. Der Preis der Special Edition zieht aber inzwischen an und macht den Prozessor damit zunehmend unattraktiver.

Hardwareluxx-Test: Intel Core i9-9900K

Preise und Verfügbarkeit
Intel Core i9-9900K
524,90 Euro 529,00 Euro Ab 524,90 EUR


Als Zwischenschritt zur Enthusiastenklasse wollen wir noch den Ryzen 9 3950X einschieben. Er definiert die Desktop-Plattform für den Sockel AM4 völlig neu. 16 Kerne sind für Spiele sicherlich nicht notwendig, aber Anwender, die auch die ein oder andere rechenintensive Anwendung verwenden, werden die 16 Kerne sicherlich gerne nehmen.

AMD Ryzen 9 3950X:

16 Kerne für den Desktop sind eine klare Ansagen, die Intels Desktop-Plattform mit derzeit maximal acht Kernen alt aussehen lässt. Geht es um die Multi-Threaded-Leistung, hat AMD seinen Konkurrenten Intel längst abgehängt. Das die 16 Kerne des Ryzen 9 3950X nun gerade in Anwendungen, die sich alle Kerne zu Nutze machen, alles in den Schatten stellen werden, dazu bedarf es eigentlich keinerlei Benchmarks.

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Der Ryzen 9 3950X ist nicht nur der Zen-2-Prozessor mit den meisten Kernen für den Sockel AM4, sondern auch der mit dem höchsten Boost-Takt. Dies klingt vielversprechend. In unserem Test kann der Ryzen 9 3950X diese Ansprüche zumindest in Teilen erfüllen.

Mit dem Ryzen 9 3950X hebt AMD die Definition für einen Desktop-Prozessor auf ein neues Niveau. War der Ryzen 9 3900X mit seinen 12 Kernen schon ein gewaltiger Schritt in diese Richtung, ist der Ryzen 9 3950X ein noch einmal deutlich größerer Schritt nach vorn. Natürlich muss man hier einige Einschränkungen machen, denn gerade mit einem Fokus auf Spiele lohnt sich ein solcher Prozessor nicht wirklich. Nur wenige Spiele nutzen überhaupt mehr als acht Kerne, die meisten geben sich mit vier bis acht zufrieden. Daher sind Games für Prozessoren mit 12 oder gar 16 Kernen einfach nicht das richtige Anwendungsgebiet.

Ein Problem hat der Ryzen 9 3950X allerdings derzeit – er ist kaum bis gar nicht verfügbar. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 819 Euro. Für diesen Preis ist er derzeit aber nicht zu bekommen.

Hardwareluxx-Test: AMD Ryzen 9 3950X

Preise und Verfügbarkeit
MD Ryzen 9 3950X​
755,00 Euro 999,00 Euro Ab 755,00 EUR



Wo das Geld nicht die wichtigste Rolle spielt und stattdessen die Leistung im Fokus steht, sind wir in der Enthusiastenklasse angekommen. Mit den Ryzen-Threadripper-Prozessoren der dritten Generation ist AMD in diesem Segment eigentlichen konkurrenzlos. Hier und da kann es ein paar Ausnahmen geben.

AMD Ryzen Threadripper 3970X und 3960X:

Mit den Ryzen-Threadripper-Prozessoren der 3. Generation lässt AMD seinen Konkurrenten weit hinter sich. Waren die entsprechenden Vorgänger-Modelle mit 24 und 32 Kerne für Multi-Threaded-Anwendungen schon schneller als das Flaggschiff von Intel, vergrößert AMD diesen Vorsprung mit dem Ryzen Threadripper 3960X und 3970X noch einmal deutlich. Für die Anzahl der Kerne bleibt es bei 24 und 32, dafür aber werden die einzelnen Kerne schneller und die Plattform bietet dank schnellerem DDR4-Speicher sowie doppelt so schnellen PCI-Express-Lanes sowie einer höheren Anzahl derer noch einmal mehr Dampf. Wer rendert, Videos schneidet oder sonstige Anwendungen verwendet, die von vielen Kernen profitieren, der kommt an den neuen Ryzen-Threadripper-Prozessoren nicht vorbei.

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Einziger Nachteil ist die Tatsache, dass man sich zugleich auch ein neues Mainboard anschaffen muss. Für die schnellere Anbindung zwischen den Prozessoren und der Plattform hat AMD den Sockel TR4 in sTR4 umgearbeitet, was neue Platinen notwendig macht. Auch preislich zieht AMD die neuen Modelle etwas an und verlangt 1.409 Euro für das Modell mit 24 Kernen bzw. 1.995 Euro für die 32-Kern-Variante. Workstation-Nutzer kommen aktuell aber kaum umher sich eines der neuen Ryzen-Threadripper-Modelle anzuschauen.

Hardwareluxx-Test: AMD Ryzen Threadripper 3970X und 3960X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen Threadripper 3970X
1.989,00 Euro 2.249,90 Euro Ab 1.989,00 EUR


AMD Ryzen Threadripper 3990X:

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Inzwischen gibt es auch das 64-Kern-Modell Ryzen Threadripper 3990X, der das absolute Flaggschiff darstellt. Hier werden das Quad-Channel-Speicherinterface und schnelle PCI-Express-4.0-Lanes mit einer Rechenleistung kombiniert, die wir bisher nur aus dem Serverbereich kennen. Dies hat allerdings auch seinen Preis. Der Ryzen Threadripper 3990X kostet 3.999 Euro und ist damit keine leichtfertige Investition.

Hardwareluxx-Test: AMD Ryzen Threadripper 3990X

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen Threadripper 3990X
3.990,00 Euro Nicht verfügbar Ab 3.990,00 EUR


Intel Core i9-10980X:

Bei Intel tut man sich derzeit etwas schwer. Der einstige Spitzenreiter schaut in vielen Produktkategorien derzeit alt aus. Einzig über den Preis kann sich der Chipriese im HEDT-Segment derzeit noch retten und demzufolge ist der Core i9-10980XE nur noch eingeschränkt eine Empfehlung. Die 18 Kerne des Prozessors arbeiten unter Last mit 3,8 GHz, aber gerade wenn nur vier oder 12 Kerne arbeiten müssen, ist der Core i9-10980XE noch immer im Vorteil, da die wenigen Kerne dann einen höheren Takt erreichen.

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Aber Intel muss auch aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren. Der Core i9-10980XE wird weiterhin nur in 14 nm gefertigt und erreicht daher auch nur ein leichtes Leistungsplus gegenüber dem Vorgänger Core i9-9980XE. Wer diesen besitzt, muss das neue Modell nicht auf den Wunschzettel setzen. Wer aber die Preise ab 1.500 Euro sowie die Anschaffung eines der neuen und zumeist teuren Mainboards für die Ryzen-Threadripper-Prozessoren scheut, der könnte bei Intels X299-Plattform unterkommen. Das Spitzenmodell Core i9-9980XE kostet mit etwa 1.000 Euro vergleichsweise wenig, bietet aber auch eine nicht so hohe Multi-Threaded-Leistung. Hier muss man einfach abwägen, was wichtiger ist und wie viel man investieren möchte.

Hardwareluxx-Test: Intel Core i9-10980XE

Preise und Verfügbarkeit
Intel Core i9-10980XE​​
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 1.129,00 EUR


Intel Xeon W-3275:

Intels aktuelles Gegenstück zu den Ryzen-Threadripper-Prozessoren ist auch ein Xeon W-3275. Bei diesem handelt es sich um die Workstation-Variante auf Basis der Cascade-Lake-Architektur. 28 Kerne, 56 Threads, ein Basistakt von 2,5 GHz und 4,4 GHz im Boosttakt und bei einer Thermal Design Power von 205 W – das sind die wichtigsten technischen Daten des Xeon W-3275. Der Xeon W-3275 ist zwar rein von der Namensgebung her der Nachfolger des Xeon W-3175X, allerdings positioniert Intel diesen nicht dementsprechend. Als X-Modell ist der Xeon W-3175X ein High-End-Modell für denjenigen, die auch ein Overlocking wagen wollen. Für den Xeon W-3275 im Fokus steht sicherlich auch, dass DL-Boost-Anwendungen von der AVX512-Beschleunigung profitieren können – dies bietet der Xeon W-3175X nicht.

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Kostet ein Ryzen Threadripper 3990X mit 64 Kernen bereits 4.000 Euro, sprechen wir beim Xeon W-3275 von fast 5.000 Euro. Eine Workstation in dieser Form muss in allen Komponenten durchdacht sein, um die Hardware möglichst ideal zu nutzen. Dafür sind die Investitionen einfach zu groß.

Hardwareluxx-Test: Intel Xeon W-3275