Mainboard-Kaufberatung: Diese Intel-(E-)ATX-Platinen sind empfehlenswert

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asus rog maximus xi extreme 005 logoBei der Vielzahl an verschiedenen Mainboards kann gerade der Einsteiger ganz schnell die Übersicht verlieren und weiß nicht, welche Grundlage schlussendlich die Richtige ist. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, entsprechende Empfehlungen aus bereits getesteten Platinen auszusprechen. Beginnen werden wir mit den Intel-Plattformen LGA1151v2 und LGA2066.

Wie bereits weiter oben erwähnt, werden wir aus offensichtlichen Gründen ausschließlich Mainboards berücksichtigen, die wir auch selbst in der Redaktion hatten und sich im Parcours behaupten mussten. Derzeit sind die Sockel LGA1151v2 für den Mainstream- und LGA2066 für den Enthusiasten-Bereich geläufig. Wir haben auch Empfehlungen zu AMD-Mainboards ausgesprochen.

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Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede zwischen den aktuellen Intel-Chipsätzen auf:


Die Intel-Plattformen und Chipsätze im Überblick
Key Feature
X299
Z370
Z390
H370
B360
H310
Plattform
HEDT
Mainstream
Fertigung 22 nm 22 nm 14 nm 14 nm 14 nm 14 nm
CPU-Sockel
LGA2066
LGA1151v2
max. CPU-Kerne/Threads
18/36
8/16
max. Arbeitsspeicher
256 GB DDR4 UDIMM
128 GB DDR4 UDIMM
PCIe-3.0-Konfiguration (CPU) 1x16 oder 2x8/
1x16, 1x8/2x16, 1x8
1x16, 2x8
oder
1x8+2x4
1x16 1x16 1x16
Multi-GPU SLI / CrossFireX CrossFireX -
Max. Displays/Pipes - 3/3 3/3 3/3 3/3 3/2
RAM Channel/DIMMs pro Kanal 4/2 2/2 2/2 2/2 2/2 2/1
CPU- und RAM-Overclocking Ja Ja Ja Nein Nein Nein
integr. WLAN-AC-Vorbereitung Nein Nein Ja Ja Ja Ja
Intel Smart Sound Technology Nein Ja Ja Ja Ja Nein
Optane-Memory-Unterstützung Ja Ja Ja Ja Ja Nein
integr. SDXC-(SDA 3.0)-Support Nein Ja Ja Ja Ja Ja
Anzahl HSIO-Lanes 30 30 30 30 24 14
USB-Ports (USB 3.2 Gen1) 14 (10) 14 (10) 14 (10) 14 (8) 12 (6) 10 (4)
Max. USB-3.2-Gen1/2-Ports 10/0 10/0 10/6 8/4 6/4 4/0
Max. SATA-6GBit/s-Ports 8 6 6 6 6 4
Max. PCIe-3.0-Lanes 24 24 24 20 12 6 (Gen2)
Intel Rapid Storage Technology Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Max. Intel RST für
PCIe-Storage-Ports
(M.2 x2 oder x4)
3 3 3 2 1 0
Intel RST PCIe RAID 0, 1, 5 Ja Ja Ja Ja Nein Nein
Intel RST SATA RAID 0, 1, 5, 10 Ja Ja Ja Ja Nein Nein
Intel RST CPU-attached
Intel-PCIe-Storage
Ja Ja Ja Nein Nein Nein

An dieser Stelle möchten wir auch auf unser Mainboard-FAQ hinweisen, das gerade für Neueinsteiger eine gute Hilfe darstellt.


Ab 107 Euro: MSI Z390-A Pro

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Wer nicht all zu viel Geld für ein Mainboard ausgeben, aber dennoch nicht auf Overclocking verzichten möchte, dem können wir das MSI Z390-A Pro für etwa 120 Euro empfehlen. Für diesen Preis bekommt der Käufer einen kostengünstigen Z390-Unterbau mit einer guten, übersichtlichen Ausstattung. Dazu gehören natürlich auch vier DDR4-DIMM-Speicherbänke, sechs Erweiterungssteckplätze und insgesamt 14 USB-Schnittstellen, darunter zweimal USB 3.2 Gen2.

Für Storage-Geräte halten sich sechs native SATA-Ports sowie ein M.2-M-Key-Anschluss bereit. Weiterhin hat MSI an einen M.2-E-Key-Slot für ein optionales WLAN- und Bluetooth-Modul gedacht. Dank eines Gigabit-LAN-Ports ist jedoch auch eine kabelgebundene Netzwerkverbindung möglich. Besonders überraschen konnte das MSI Z390-A Pro beim Overclocking. In Verbindung mit dem Core i7-8700K waren 5 GHz kein Hindernis für die Platine.

Zum Hardwareluxx-Test: MSI Z390-A Pro

Preise und Verfügbarkeit
MSI Z390-A Pro
109,00 Euro 129,90 Euro Ab 109,00 EUR


Ab 207 Euro: MSI MPG Z390 Gaming Pro Carbon AC

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Aus der Mittelklasse präsentiert sich das MSI MPG Z390 Gaming Pro Carbon AC aus der Performance-Gaming-Serie, das eine weit bessere Ausstattung im Vergleich zum hauseigenen Z390-A Pro bereitstellt. Nicht nur die CPU-Spannungsversorgung ist deutlich umfangreicher, sondern auch die VRM-Kühler sind ein gutes Stück großflächiger gestaltet worden. So wurden die vier DDR4-DIMM-Speicherbänke mit dem Steel-Armor-Feature verstärkt. Mit im Gepäck sind jeweils drei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätze für die Erweiterung des Systems.

Mit den sechs nativen SATA-6GBit/s-Ports und den beiden M.2-M-Key-Schnittstellen (PCIe 3.0 x4) lassen sich jede Menge SSDs und andere Storage-Devices anklemmen. Für die unteren M.2-Schnittstelle ist auch ein Kühler enthalten. Zur weiteren Ausstattung dürfen sich fünf USB-3.2-Gen2-, vier USB-3.2-Gen1- und sechs USB-2.0-Anschlüsse, ein DisplayPort-1.2- und HDMI-1.4b-Grafikausgang, einmal Gigabit-LAN (Intel I219V) und die üblichen Audio-Anschlüsse zählen. Wer sich für die AC-Version entscheidet, bekommt zudem das Intel-Wireless-AC-9560-Modul obendrauf, das WLAN-ac bis 1,73 GBit/s und Bluetooth 5.0 unterstützt.

Zum Hardwareluxx-Test: MSI MPG Z390 Gaming Pro Carbon (AC)

Preise und Verfügbarkeit
MSI MPG Z390 Gaming Pro Carbon AC
207,80 Euro 239,90 Euro Ab 207,80 EUR


Ab 249 Euro: ASRock Z390 Phantom Gaming 9

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Auch wenn es in der Mittelklasse ebenfalls sehr gute Mainboards gibt, geht es mit dem ASRock Z390 Phantom Gaming 9 in großen Sprüngen in die Oberklasse und dies merkt man auch bei der Ausstattung. ASRocks Z390 Phantom Gaming 9 ist das Flaggschiff der Phantom-Gaming-Produktreihe und ist bis auf kleine Details mit dem ASRock Z390 Taichi exakt baugleich. Dies schließt auch den starken VRM-Bereich ein, welcher sehr gut für die CPU- und RAM-Übertaktung vorbereitet ist.

Die Ausstattung besteht aus drei mechanischen PCIe-3.0-x16- und zwei PCIe-3.0-x1-Steckplätzen, mit denen das System erweitert werden kann. Gleich achtmal SATA 6GBit/s und dreimal M.2 (M-Key) und insgesamt 17 USB-Anschlüsse (5x USB 3.1 Gen2, 8x USB 3.1 Gen1 und 4x USB 2.0) werden dem Besitzer angeboten. Das volle Programm spielt sich dann im Netzwerkbereich ab: Nicht nur zwei Gigabit-LAN-Buchsen (Intel) sind verbaut, sondern darüber hinaus auch ein 2,5-GBit/s-LAN-Port. Alternativ bietet sich mit Intels Wireless-AC-9260-Modul auch die kabellose Netzwerkanbindung an.

Zum Hardwareluxx-Test: ASRock Z390 Phantom Gaming 9

Alternativen:

Wem das ASRock-Mainboard weniger zusagt, dem können wir auch ohne Bedenken das Gigabyte Z390 AORUS Master ans Herz legen. Auch die Gigabyte-Platine bietet eine umfangreiche Ausstattung, auch wenn in diesem Fall der Netzwerk-Part auf einmal Gigabit-LAN und den Intel Wireless-AC 9560 "beschränkt" ist. Punkten kann die Platine dafür in Sachen Energie-Effizienz und zeigt sich besonders übertaktungsfreudig.

Wer dagegen eine ASUS-Platine vorzieht, kann einen Blick auf das ROG Maximus XI Hero werfen, das mit oder ohne WLAN-Modul angeboten wird und in unserem Test - vom Preis abgesehen - ebenfalls überzeugen konnte.

Preise und Verfügbarkeit
ASRock Z390 Phantom Gaming 9
256,00 Euro Nicht verfügbar Ab 237,39 EUR


Ab 279/319 Euro: ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi)

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Auch das ASUS ROG Maximus XI Hero gehört zu den Oberklasse-Mainboards für Intels Coffee-Lake-S/R-Prozessoren. Der Käufer erhält eine umfangreich ausgestattete Platine geboten. Zur Grundausstattung gehören neben vier DDR4-DIMM-Speicherbänken außerdem drei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze und auch drei PCIe-3.0-x1-Slots. Für SSDs und Co. wurden von ASUS nicht nur sechs native SATA-6GBit/s-Ports angebracht, sondern onboard auch zwei M.2-M-Key-Schnittstellen.

Mit summierten 15 USB-Anschlüssen liegt das ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) auch in diesem Bereich weit vorne. Fünf Stück arbeiten mit der zweiten, vier Stück mit der ersten USB-3.2-Generation und sechs Stück mit der USB-2.0-Spezifikation. Umfangreich gestaltet sich jedoch auch der Netzwerkbereich: Einerseits hält sich bei der Wi-Fi-Version WLAN-ac mit einem Datendurchsatz bis 1,73 GBit/s inkl. Bluetooth-5.0-Unterstützung bereit. Auf der anderen Seite ist aber auch eine kabelgebundene Netzwerkverbindung über einen Gigabit-LAN-Port möglich.

Das Ganze wird umgarnt mit diversem Onboard-Komfort. Darunter ein Power- und Reset-Button, eine Debug-LED und ein Retry-Button. Denn das Thema Overclocking steht beim ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) im Vordergrund.

Zum Hardwareluxx-Test: ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi)

Preise und Verfügbarkeit
ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi)
Nicht verfügbar 329,90 Euro Ab 333,00 EUR



Für 200 Euro: ASRock X299 Extreme4

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Wenn es darum geht, mehr als zehn CPU-Kerne zu verwenden, steht der Sockel LGA2066 weit oben im Kurs, sofern es unbedingt ein Prozessor von Intel sein muss. Für eine ansprechende X299-Platine müssen dafür nicht einmal mehr als 200 Euro ausgegeben werden. Denn ASRock hat mit dem X299 Extreme4 eine anwenderfreundliche Einsteiger-Platine für Intels HEDT-Plattform, das sogar die VRM-Kühler- und CPU-Spannungsversorgungs-Korrektur verpasst bekommen hat.

Genau wie alle folgenden X299-Mainboards, kann auch das ASRock X299 Extreme4 dank der acht DDR4-DIMM-Speicherbänke problemlos bis zu 128 GB RAM aufnehmen. Aufgrund der beiden PCIe-3.0-x16-Slots ist auch eine Dual-GPU-Konfiguration kein Problem. Hinzu kommt jeweils ein PCIe-3.0-x1- und ein zusätzlicher, mechanischer PCIe-3.0-x16-Steckplatz. Die restliche Ausstattung wurde ebenfalls attraktiv gestaltet, mit achtmal SATA 6GBit/s, zweimal M.2 M-Key und insgesamt 14 USB-Schnittstellen.

Zum Hardwareluxx-Test: ASRock X299 Extreme4

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 245,98 EUR


Ab 399 Euro: ASUS ROG Strix X299-E Gaming II

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Deutlich mehr Features verspricht das ASUS ROG Strix X299-E Gaming II, wobei auch die RGB-LED-Beleuchtung nicht zu kurz gekommen ist. Die Platine stellt insgesamt drei mechanische PCIe-3.0-x16- und und jeweils ein PCIe-3.0-x4- und PCIe-3.0-x1-Slot, dazu achtmal SATA 6GBit/s und dazu drei M.2-M-Key-Schnittstellen. ASUS liefert dazu auch drei M.2-Kühler mit.

Die Netzwerkverbindung erfolgt wahlweise über den Gigabit-LAN-Port, über den 2,5-GBit/s-LAN-Anschluss oder über das bereits montierte Intel-Wireless-AX-200-Modul. In der Summe können 17 USB-Anschlüsse verwendet werden, wobei es fünfmal USB 3.2 der zweiten, sechsmal USB 3.2 der ersten Generation und achtmal USB 2.0 sind.

Zum Hardwareluxx-Test: ASUS ROG Strix X299-E Gaming II

Preise und Verfügbarkeit
ASUS ROG Strix X299-E Gaming II
Nicht verfügbar 399,90 Euro Ab 399,90 EUR


Ab 524 Euro: MSI Creator X299

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Noch luxuriöser geht es mit dem MSI Creator X299 zu. Die E-ATX-Platine wurde nämlich mit einigen Extras ausgestattet. Demnach sind auch hier acht DDR4-DIMM-Speicherbänke für einen maximalen RAM-Ausbau bis 256 GB verbaut worden, genau wie vier mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze. Zusätzlich wurden auch zahlreiche Storage-Anschlussmöglichkeiten mit achtmal SATA 6GBit/s und dreimal M.2 M-Key und einmal U.2 realisiert. Per beiliegender Zusatzkarte können vier weitere M.2-SSDs ins System eingebunden werden.

Summiert werden 19 USB-Anschlüsse bereitgestellt, von denen elf Stück mit der ersten USB-3.2-Spezifikation und sechs Stück mit der älteren USB-2.0-Spezifikation ans Werk gehen. Intern befindet sich zudem ein USB-3.2-Gen2-Header und als Bonus wurde am I/O-Panel ein USB-3.2-Gen2x2-Typ-C-Anschluss hinterlassen. Große Aufmerksamkeit erfährt der Netzwerkbereich, bei dem dem Anwender die Wahl zwischen einem Gigabit-LAN- und 10-GBit/s-LAN-Port sowie einem WLAN-Modul mit max. 2,4 GBit/s Datendurchsatz inklusive Bluetooth-5.0-Unterstützung offen steht.

Gerade für Content Creator interessant ist die ebenfalls mitgelieferte Thunderbolt-3.0-Zusatzkarte mit Intels JHL7540-Controller, der Daten mit bis zu 40 GBit/s übertragen kann.

Zum Hardwareluxx-Test: MSI Creator X299

Preise und Verfügbarkeit
MSI Creator X299
Nicht verfügbar 569,90 Euro Ab 510,96 EUR