Seite 3: Viel Potential für die Zukunft

Insgesamt ist die Premiere der DreamHack Leipzig rundum gelungen. Mehr als 12.000 Besucher strömten am Wochenende nach Leipzig. Die Sitzplätze auf den Tribünen waren während der Turniere schnell bis auf den letzten Platz gefüllt – große Menschentrauben bildeten sich auf den Stehplätzen. Sie sorgten teils für konzentrierte Stille, ausgelassenen Jubel und für einen mitreißenden Wechsel aus Spannung und Euphorie. Ein Großteil der Besucher kam im Übrigen nicht nur für einen Tag auf das Messe-Gelände. Jeder Dritte entschied sich für eine Dauerkarte und war über die komplette Laufzeit der DreamHack vor Ort. Zudem stand die DreamHack bei vielen schon lange Zeit vorher in den Terminkalendern. Jeder fünfte Besucher buchte sein Ticket vor mehr als sechs Monaten. Laut den Statistiken der Veranstalter legte rund die Hälfte einen Reiseweg von mehr als 100 km zurück, bei einem Fünftel waren sogar mehr als 300 km. Das zeigt den Stellenwert, den die DreamHack in der Gamer-Szene besitzt und unterstreicht deren Attraktivität.

Während die Besucher durch die Messehalle schlenderten und die Bühnenshows besuchten, saßen zeitgleich rund 1.000 Spieler in der LAN-Area. Sie verursachten während der dreitägigen Veranstaltung einen Internet-Traffic von über 15 TB. Ein einziger Gamer tauschte besonders fleißig Daten mit Internet aus – er brachte es allein auf rund 300 GB Daten. Um eine stetig sichere Verbindung mit der Außenwelt zu gewährleisten, standen den Teilnehmern zwei Leitungen mit einer Leistungsfähigkeit von je 10 Gigabit pro Sekunde zur Verfügung. Hier ist in Leipzig also durchaus noch Luft nach oben, denn zu Spitzenzeiten waren die Leitungen mit einem Datendurchsatz von etwa 2 Gigabit pro Sekunde ausgelastet. Einen ordentlichen Video-Traffic dürften auch die Zuschauer der Live-Streams von der DreamHack 2016 verursacht haben, mehrere Millionen schalteten ein.

Zufriedenheit herrschte nicht nur bei den Besuchern und Teilnehmern der ersten deutschen DreamHack, die mit einer Mehrheit von 96 % in einer Umfrage angaben, im nächsten Jahr wieder zu kommen. Auch die anwesenden Hersteller im Rahmen der DreamExpo waren durchweg begeistert. Das Konzept, eSports-Turniere mit einem Ausstellungsbereich, einer LAN und zahlreichen Höhepunkten auf den Eventbühnen zu kombinieren, ist voll aufgegangen. Die Infrastruktur der Leipziger Messe ist perfekt für ein Gaming-Event dieser Größe, die Anbindung über den öffentlichen Nahverkehr – man ist mit S-Bahn binnen zehn Minuten vom Hauptbahnhof auf dem Messegelände – oder per Auto ist ideal. ASUS nutzte die DreamHack auch für ein Business-Event mit mehr als 200 Fachhandelspartnern und feierte während der letzten drei Tage sein Zehn-Jahres-Jubiläum der „Republic of Gamers“-Marke.

Viele der anwesenden Hersteller wollen im nächsten Jahr wiederkommen. Dann vielleicht auch schon mit einer weiteren Halle und einem größeren LAN-Bereich. Geplant ist, die DreamHack im jährlichen Rhythmus zu veranstalten. Der Termin für das nächstes steht schon fest: Vom 13. bis 15. Januar auf der Leipziger Messe. Leipzig hat damit einen kleinen, aber feinen Nachfolger der Games Convention, welche 2009 als Gamescom nach Köln wechselte.