Kabelmanagement Guide - So bekommt ihr das Kabel-Chaos in den Griff

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In Kooperation mit Fractal Design

preview kabelmanagement guideViele ältere PC-Nutzer können sich bestimmt noch an die Zeit der grauen PC-Gehäuse ohne Sichtfenster und ungesleevte Kabel erinnern. Zu dieser Zeit hat es nicht wirklich jemanden interessiert, wie es im Computer aussieht und ob die Kabel schön gebündelt und sortiert sind. Doch hat die Optik sowohl des Innenraums, als auch der Kabel in den letzten Jahren einen völlig anderen Stellenwert eingenommen und ist sowohl für Modder als auch Privatanwender wesentlich wichtiger geworden.

Dieser Trend wurde auch von den Herstellern von Gehäusen und von Netzteilen aufgegriffen. So haben beispielsweise die Hersteller von Netzteilen begonnen, ihre Kabel optisch ansprechender zu gestalten oder auch zusätzliche Kabelsets anzubieten. Doch auch die Hersteller von Gehäusen haben auf den Trend reagiert und selbst das Kabelmanagement innerhalb der Gehäuse verbessert, um nicht nur die Kabel besser im Gehäuse verlegen zu können, sondern auch um die Kabel als eine Art Designelement besser in Szene setzen zu können.

Aber nicht nur Hersteller selbst haben den Trend erkannt, auch Dritthersteller von Kabeln haben angefangen die Kabel optisch ansprechender zu gestalten und fingen an Kabelverlängerungen anzubieten. Dabei haben die Hersteller alle gängigen Farben im Portfolio angeboten, um so für jeden Geschmack das Richtige anbieten zu können. Jedoch war die Qualität der ersten Kabelsleeves nicht immer überzeugend, weshalb viele ihre Kabel selbst hergestellt haben.

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Dies war zugleich auch die Geburtsstunde von Shops wie Beispielsweise MDPC-X, der mit qualitativ hochwertigen Kabelsleeves und einer gar endlosen Kombinationsmöglichkeit einen richtigen Trend setzen konnte. Auch hier im Forum erfreuten sich diese Kabelsleeves einer sehr großen Beliebtheit und in zahlreichend jedem Mod waren Kabel zu sehen, die selbst angefertigt wurden und mit dem Sleeve "veredelt" wurden. Die Farben und auch die Qualität waren im Vergleich zu fertigen Produkten um einiges ansehnlicher und wenn man eh gerade seine Kabel mit Sleeve versehen hat, konnte man die Länge auch gleich optimal anpassen.

Dies führt uns dann auch zum heutigen Trend und auch Hauptaugenmerk dieses Artikels, nämlich dem optimalen Verlegen von Kabeln. Wenn die Kabel im Gehäuse sauber verlegt wurden, hat man dadurch nicht nur den Vorteil, dass man einfacher an die Komponenten kommt, sondern auch dass wild herumliegende Kabel nicht den Airflow im Gehäuse behindern und somit für nervige Nebengeräusche sorgen. Außerdem sieht es natürlich verdammt schick aus.

In unserem Guide zeigen wir, was dabei hilft, eine stimmige Verkabelung hinzubekommen. Zunächst einmal gehen wir aber auf die genutzte Hardware ein.

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Die Grundlage für eine gute Verkabelung ist natürlich erst einmal ein durchdachtes Case. Um zeigen zu können wie ein gutes Kabelmanagement aufgebaut werden kann, haben wir uns für ein Gehäuse entschieden, welches zum einen genug Platz bietet, zum anderen aber auch eine Menge an Komponenten aufnehmen kann. Dabei spielt die Anzahl Lüfter eine große Rolle. Denn durch den RGB-Trend haben die Lüfter nicht nur ein Kabel für den Anschluss, sondern auch ein Extra-Kabel für die RGB-Beleuchtung, und dies muss natürlich auch sinnvoll versteckt werden. Beim Gehäuse fiel die Wahl daher auf das Fractal Design Define 7XL, welches ebenfalls vor ein paar Wochen bei uns in der Redaktion für einen Test war.

Schon das reguläre Define 7 ist ein großzügiger Midi-Tower mit Unterstützung für E-ATX-Mainboards, bis zu 14 3,5-Zoll-Festplatten, vier SSDs, ein optisches Laufwerk, neun Lüfterplätzen und einer Montageoption für einen 420-mm-Radiator. Das Define 7 XL unterstützt einige noch größere Mainboard-Formate, bis zu 18 HDDs, 5 SSDs und bietet zwei 480-mm-Radiatorenplätze. Entsprechend ist es kein Wunder, dass wir direkt auf eine All-in-One-Wasserkühlung setzen. Für unsere Verkabelung haben wir in einem so großen Gehäuse also mehr als genügend Platz. Zudem setzt Fractal Design auf durchdachte Lösungen für eine besonders einfache Verkabelung. Kabelbinder, die man immer gut gebrauchen kann, gehören außerdem direkt zum Lieferumfang. 

Gleichzeitig bleibt Fractal Design der Serientradition treu: Auch die 7er-Modelle sind sehr dezent gestaltete und besonders flexible Allround-Gehäuse mit Silent-Merkmalen. Beispielsweise setzen die Schweden auf eine schallgedämmte Tür aus Aluminium und auch die Seitenteile sind mit Dämmmatten ausgestattet. 

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Die aktuelle Define-Generation zeigt sich ab Werk im Open Layout. Gegenüber dem Layout mit Laufwerksschacht sorgt es für mehr Flexibilität und wird zumindest der Mehrzahl der Nutzer trotzdem genug Laufwerksplätze bieten. Auch wenn das Define 7 im Vergleich kompakt wirkt, soll unser Foto nicht täuschen: Schon das Standardmodell kann einen sehr geräumigen Innenraum bieten. Gut zu erkennen sind dem obigen Bild die zahlreichen Kabeldurchführungen mit Gummiumantelungen, die uns später das Leben noch erleichtern.

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AiO's erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und besonders Modelle mit einer RGB-Beleuchtung sind am Markt immer gefragter. Daher haben wir uns für unseren Beispiel-PC für die neue Fractal Design Celsius+ S28 Prisma entschieden, welche in unserem Test sehr gut performt hat. Nicht umsonst hat das neue Modell aus dem Haus Fractal unseren "Excellent Hardware"-Award gewonnen. Natürlich kann man auch auf eine AiO eines anderen Herstellers zurückgreifen. 

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Wer nicht nur auf einen aufgeräumten Innenraum wert legt, sondern auch eine schicke Optik auf der Wunschliste stehen hat, für den gibt es beispielsweise von Cablemod entsprechende Verlängerungen oder ganze Kabelsets, die die Standardkabel ersetzen und schick gesleevt sind. 

Für ein noch schöneres Gesamtbild haben wir die Standardkabel entsprehchend durch ein Pro Kit von Cablemod ersetzt. Die Kabel sind nicht nur mit einem schönen Sleeve veredelt worden, sondern auch mit kleinen Kabelklammern die die einzelnen Adern sortieren. Das Kabelset besteht aus allen wichtigen Anschlusskabeln und kann direkt an das Netzteil angeschlossen werden. Es sind keine Verlängerungen sondern Austauschkabel, es sollte daher auf die Kompatibilitätsliste geschaut werden, welches Kit mit eurem Netzteil zusammenpasst.

Die Qualität des Sleeves ist um einige Qualitätsstufen besser als man es von vielen Herstellern gewohnt ist und durch die Farbauswahl kann man die Kabelfarbe auch noch passend zur Grundfarbe seines Systems wählen. Natürlich könnte man auch ein eigenes Customkit bei Kabelmode bestellen. Dabei kann man dann die Länge, Anzahl der Kabel, und auch die Farbanordnungen individuell wählen.

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Vorbereitung

Für ein gutes Kabelmanagement empfiehlt es sich vorab schon einmal ein paar Überlegungen anzustellen, wie man was machen will und welche Komponenten vorhanden sind, die verkabelt werden müssen. Bei unserem Testbeispiel haben wir keine klassischen HDD's mehr, welche neben einem SATA-Datenkabel auch ein Stromkabel benötigen. Somit sparen wir uns je Festplatte schon einmal zwei Kabel. Wer also gerade mit dem Gedanken spielt, sich einen neuen Computer zusammenzustellen, kann schon bei der Wahl der Komponenten einen wesentlichen Einfluss auf das spätere Kabelmanagement nehmen. So sind M.2-SSDs nicht nur wesentlich schneller als herkömmliche Festplatten, sie können auch direkt auf einem passenden Board montiert werden. Dies spart nicht nur Platz, sondern auch unnötige Kabel, die später versteckt werden müssen.

Auch ist die Wahl des Netzteils nicht unbedeutend, denn es gibt viele Netzteile, die durch ihren vollmodularen Aufbau unterschiedlichste Kabelsets von Haus aus bereitstellen. Jedes Netzteil wird natürlich mit einem Standard-Set an Kabeln ausgeliefert, es gibt aber auch Hersteller, die Kabelsets in kürzerer oder bereits gesleevter Form anbieten. Es lohnt sich also vorher einmal zu schauen, welche Längen später im Gehäuse benötigt werden.

Dadurch kommen wir auch gleich zum nächsten wichtigen Punkt auf der Komponentenliste, dem Gehäuse. Viele Hersteller bieten von Haus aus schon ein Kabelmanagement im Gehäuse an. Das fängt bei einfachen Abdeckungen an und geht dann weiter über integrierte Kabelschlaufen und Fixierungspunkte für Kabelbinder. Wir haben für unseren Guide das Fractal Design Define 7XL gewählt, welches diverse bereits von Haus aus integrierte Kabelmanagementlösungen bietet.

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Doch auch Zubehör wie kleine Kabelbinder oder auch Klettverschlüsse helfen später dabei, die Kabel sauber und ordentlich im Gehäuse verlegen und verstecken zu können. Wer noch einen draufsetzen will, kann auch Kabelclips verwenden, um die Kabel noch besser zu bündeln und verlegen zu können. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Größen, um entweder nur ein oder auch mehrere Kabel verlegen und sortieren zu können.

Gehäuse aufräumen

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Das Gehäuse soll später genug Platz für die eigentlichen Komponenten bieten, aber auch die Kabel sollen genug Platz haben und möglichst unsichtbar sein, sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite. Um aber einfacher arbeiten zu können, empfiehlt es sich, vorher das Gehäuse so weit wie möglich von allem, was stören könnte zu befreien. Beim Fractal Design Define 7XL gibt es eine Menge an Teilen, die man vorher entfernen kann. Umso leichter ist es später am Gehäuse arbeiten zu können.

Als erstes haben wir alle unnötigen Teile der Außenhaut entfernt. Da wären neben den beiden Seitenteilen noch die Fronttür, die einfach mit dem Rahmen, an dem sie befestigt ist, abgezogen werden kann. Danach haben wir das Top entfernt. Dies kann ebenfalls einfach abgezogen werden, da es nicht verschraubt wurde. Darunter befindet sich dann ein Staubgitter, welches ebenfalls einfach abgenommen werden kann.

Des Weiteren haben wir dann aus dem Inneren alles entfernt, was das Kabelmanagement oder auch den Einbau der Komponenten später behindern oder erschweren könnte. Da wären zuerst einmal die beiden Festplattenkäfige unter der Netzteilabdeckung. Da wir weder 2,5-Zoll-SSDs noch normale HDDs verbauen, können diese Käfige einfach entfernt werden. Dazu müssen einfach an der Unterseite die Schrauben gelöst werden. Im Anschluss können die Käfige durch die Öffnung in der Netzteilabdeckung herausgenommen werden. Dafür müssen die Plastikabdeckungen in der Netzteilabdeckung aber erst einmal herausgedrückt werden. Wenn die beiden Festplattenkäfige entnommen wurden, haben wir ausreichend Platz, um später Kabel in diesem Bereich sortieren und fixieren zu können.

Als nächstes haben wir dann alle Lüfter und weiteren Abdeckungen entfernt. Die Abdeckung rechts vom Mainboardtray war etwas schwieriger zu entnehmen als gedacht. Wir empfehlen auch jetzt an dieser Stelle schon einmal, etwas Geduld zu haben, wenn man diese wieder einbauen will, wenn alle Lüfter in der Front montiert wurden.

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Hardware einbauen

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Nach dem wir das Gehäuse dann erst einmal von allem Unnötigen befreit haben, können wir mit dem Einbau der ersten Hardwarekomponenten beginnen. Wir fangen bei unserem PC mit dem Mainboard an und setzen dieses in das Gehäuse ein. Zuvor haben wir neben der CPU selbst auch den Arbeitsspeicher und auch die M.2-SSD eingebaut. Auch die AiO haben wir schon montiert und die Kabel passend neben dem Sockel verlegt, damit diese so weit wie möglich unsichtbar sind. 

Sobald das Mainboard eingebaut wurde und der Kühler unserer AiO montiert wurde, beginnen wir damit die ersten Kabel anzuschließen. Als erstes wird das 8-Pin-Mainboardkabel angeschlossen und durch die darüber befindliche Öffnung nach hinten geführt. Als nächstes schließen wir dann das 24 Pin ATX-Kabel an und führen dieses ebenfalls nach hinten. Damit haben wir dann auch schon die ersten Kabel, die später versteckt bzw. sauber auf der Rückseite verlegt werden sollen. 

Im nächsten Schritt haben wir dann die Grafikkarte eingebaut und das 6-Pin- sowie das 8-Pin-Kabel angeschlossen und nach hinten geführt. Bei diesen beiden Kabeln hat man die Möglichkeit, diese entweder wie das ATX-Kabel durch die seitliche Öffnung nach hinten zu führen oder diese durch die Öffnung der Netzteilabdeckung nach unten zu führen. Wir haben beide Varianten ausprobiert. 

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Im letzten Schritt wurden dann alle Gehäuselüfter eingebaut. Wir haben neben den beiden Lüftern für die AiO noch 5 weitere Lüfter im Gehäuse verbaut. Auch bei Lüftern kann man das Kabelmanagement von vornherein schon etwas beeinflussen. Im konkreten Fall haben wir die Möglichkeit, die RGB-Anschlüsse der Lüfter wie eine "Daisy-Chain" durchzuschleifen. Dabei werden alle Lüfter in Reihe geschaltet und nur der letzte Lüfter wird später mit dem Mainboard oder dem RGB-Controller verbunden. So minimiert man ein bisschen das Kabelaufkommen und hat am Ende weniger Kabel, die verlegt werden müssen.

Sind dann alle Komponenten eingebaut worden und die notwendigen Kabel dieser Komponenten wurden nach hinten geführt, müssen diese erst einmal ein bisschen gebündelt werden, um dem dezenten Chaos Herr zu werden. Da wir bis jetzt nur die eigentlichen Anschlusskabel der Komponenten angeschlossen haben, müssen noch die Kabel des I/O Panels berücksichtigt werden. Diese werden an den entsprechenden Stellen vom Gehäuse nach vorne geführt und ebenfalls angeschlossen. 

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Kabel sortieren

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Bevor wir mit dem eigentlichen Kabelmanagement beginnen, wollen wir vorab darauf hinweisen, dass sich diese Arbeiten von Gehäuse zu Gehäuse unterschiedlich verhalten. Ganz allgemein kann man viele der Arbeitsschritte aber auf fast alle Gehäuse übertragen, auch wenn diese immer etwas anders ausfallen können. Des Weiteren ist zu beachten, dass je nach verwendeten Komponenten und auch dem zur Verfügung stehenden Zubehör das Kabelmanagement mal besser und vielleicht mal schlechter ausfallen könnte.

Alle nach hinten geführten Kabel haben wir zuerst einmal gebündelt. Dies sorgt dafür, dass wir uns einen besseren Überblick verschaffen können und auch gerade nicht benötigte Kabel nicht im Weg rumhängen. Danach haben wir uns am Gehäuse die Fixierungspunkte gesucht, die es uns erlauben, entweder per Kabelbinder oder per Klettverschluss die Kabel zu fixieren. An diesen Stellen haben wir dann entweder einen Kabelbinder oder einen Klettverschluss angebracht. Der Vorteil von Klettverschlüssen ist, dass man diese immer wieder öffnen kann, um ein Kabel herauszunehmen oder auch hinzuzufügen. Das schöne beim Fractal Define R7 XL ist, dass dieses überall im Gehäuse in regelmäßigen Abständen Fixierungspunkte bietet. Wie auf den Bildern ersichtlich, befinden die sich zum einen auf der linken Seite in doppelter Ausführung, am Boden und auf der rechten Seite vom Gehäuse.

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Wenn alle Fixierungspunkte im Fractal Design Define R7 XL mit einem Klettverschluss oder Kabelbinder versehen sind, beginnen wir mit dem Verlegen der ersten Kabel. Wir haben mit den Kabeln auf der linken Seite angefangen und haben die Kabel der Lüfter erst einmal nach ihrer Art sortiert. Da wir bei unseren Lüftern die Möglichkeit haben, die RGB-Anschlusskabel via Daisy-Chain in Reihe zu schalten, müssen wir nur das Anschlusskabel vom letzten Lüfter verlängern, um später auch die RGB-Kabel der oberen Lüfter dazuschalten zu können. Die 3-Pin-Anschlusskabel haben wir mithilfe von Verlängerungen zum PWM-Hub geführt. Nachdem die Kabel sortiert und angeschlossen wurden, haben wir die Kabel mithilfe der Klettverschlüsse an den Fixierungspunkten festgezogen.

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Als nächsten haben wir uns die Kabel in der Mitte vorgenommen. Da Fractal Design an dieser Stelle schon ein Kabelmanagement durch die Führungsschienen vorgenommen hat, bei denen die Kabel vom I/O-Panel sortiert wurden, ist die Arbeit und das Kabelaufkommen erfreulicherweise nicht so groß. Meistens machen die Kabel vom I/O Panel die größten Schwierigkeiten da diese durch ein ordentliches Kabelmanagement schnell mal zu kurz werden. In diesem Fall sind die Kabel ausreichend lang, da sie ab Werk schon sehr sauber verlegt wurden. Wir müssen lediglich das ATX-Kabel (24 Pin), das USB-3.0-Anschlusskabel und die Stromkabel der Grafikkarte mit den Klettverschlüssen sortieren und mit den bereits vorhandenen Klettverschlüssen am Gehäuse fixieren. Durch diese Art des Kabelmanagements bilden wir in der Mitte einen sauberen Kabelstrang der jederzeit gut zugänglich ist.

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Im vorletzten Schritt müssen dann noch die Kabel auf der rechten Seite sortiert und fixiert werden. Da auch an dieser Stelle von Fractal Design einige Fixierungspunkte vorgesehen sind, gestaltet sich dies ebenfalls recht einfach und unkompliziert. Wir haben wieder zuerst die Kabel entsprechend ihrer Art sortiert und gebündelt. Danach haben wir als erstes die RGB-Anschlusskabel nach unten geführt und mit den Lüftern aus der Front verbunden. Im Anschluss wurden alle Lüfter mithilfe der Verlängerung an den RGB-Header vom Mainboard angeschlossen. Als nächstes haben wir die 3- und 4-Pin-Anschlüsse der Lüfter an den Lüfterhub angeschlossen. Zu guter Letzt bleibt dann noch das 8-Pin-Mainboardkabel. Leider ist dieses etwas zu kurz, um es optimal verlegen können. 

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Zum Schluss müssen dann nur noch die Kabel auf dem Gehäuseboden fixiert werden und auch an dieser Stelle kommen wieder die Fixierungspunkte zum Tragen, die uns das Bündeln und Sortieren der Kabel erheblich erleichtern. Durch diese Fixierungspunkte liegen auch die Kabel die sonst einfach meistens nur halbherzig zusammengebunden wurden nicht einfach vor dem Netzteil herum. Würde man jetzt in der Front noch einen vierten Lüfter montieren der für Frischluft unter der Netzteilabdeckung sorgen würde, wären die Kabel nicht im Weg, da diese sauber an der Seite fixiert wurden.

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Ist ein gutes Kabelmanagement heutzutage eigentlich noch so wichtig oder kann ich auch einfach alles wild hinter dem Mainboardtray verstecken? Dies ist eine Kernfrage, die sich jeder eigentlich selbst beantworten muss. Die meisten Gehäuse bieten heut zutage viele Möglichkeiten, wie man seine Kabel sortieren und ordentlich verstecken kann. Es ist nicht mehr wie früher, als PC-Gehäuse nur 1 cm oder noch weniger Platz hinter dem Mainboardtray hatten.

Moderne Gehäuse haben teilweise mehr als 2 cm Platz zwischen Mainboardtray und Rückwand und auch die Zahl der Gehäuse mit Durchführungen und Abdeckungen am Mainboardtray sind stetig gestiegen und aus modernen Gehäusen nicht mehr wegzudenken. Wohingegen bei alten Gehäusen viele der Kabel noch sichtbar im Innenraum verlegt werden mussten. So führten die SATA- und Stromkabel teilweise auf der Vorderseite vom Mainboardtray gerade nach unten zum Netzteil und den Festplattenkäfigen und auch das Netzteil wurde nicht hinter kompletten Abdeckungen versteckt. Alles war sichtbar und hat zum Teil sogar Einfluss auf den Luftstrom im Gehäuse.

Wenn nämlich alle Kabel direkt vor unter oder über den Komponenten verlegt wurde, war diese natürlich auch immer im direkten Luftzug, welche dann nicht nur Staub sammeln, sondern sogar im schlimmsten Fall für Verwirbelungen sorgten, die dann nervende Geräusche nach sich zogen.

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Doch auch die Zahl der Gehäuse mit einem Sichtfenster ist in den Jahren immer weiter gewachsen, heute gibt es Gehäuse die vollständig aus durchsichtigem Glas bestehen und bei denen man wirklich jeden Winkel der Innereien betrachten kann. Und genau da kommt auch zum Teil der Wunsch nach einem aufgeräumten Inneren her. Wenn man schon durch die Fenster schauen kann und den PC dann auch noch neben sich auf dem Schreibtisch stehen hat, dann will man doch einen sauberen und ordentlichen Innenraum sehen und kein wildes Kabelchaos.

Und genau diese ganzen Faktoren haben auch den Markt für Kabelmanagement Produkte wachsen lassen. Es gibt unzählige Gehäuse mit mehr oder weniger guten Möglichkeiten für ein sauberes Kabelmanagement, und mit etwas Zeit und einigen zum Teil auch sehr günstigen Hilfsmitteln lassen sich die Kabel sehr gut verstecken, sortieren und zum Teil sogar in einen Designaspekt verwandeln. Nehmen wir beispielsweise die gesleevten Kabel, die wir eingangs schon erwähnten. Dies können heutzutage fertig gekauft werden. Bis vor ein paar Jahren war dies nur in stundenlanger Handarbeit möglich. Und rein optisch machen diese Kabel eine Menge her. Schaut man sich die unzähligen Worklogs hier im Forum an, wird man so gut wie keinen Thread finden, der nicht auf selbstgebaute oder fertig gesleevte Kabel zurückgreift.

Ob man also die Zeit und auch die Mühe in ein saubere Kabelmanagement investieren will, hängt also auch stark vom eigentlichen Anwendungsfall und Anwender ab. Jeder der seinen PC in irgendeiner Art und Weise präsentieren will, wird sich die Mühe machen die Kabel sauber und ordentlich zu verlegen. Wo hingegen andere den PC nicht als Designobjekt sehen, sondern als Arbeitsgerät, der nicht besonders hübsch aussehen muss.

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