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Mit der Veröffentlichung von World of Tanks im Jahr 2010 hat das Studio Wargaming ein Spiel geschaffen, das sich mittlerweile zu einem gigantischen Franchise ausgeweitet hat. Der Free-To-Play-Titel hat neben einer treuen Fangemeinde auch etliche Ableger wie World of Warplanes, World of Warships und World of Tanks: Blitz erhalten. Fans analoger Spiele können sich auch über ein Tabletop-Spiel freuen. Mit World of Tanks: HEAT ist nun ein Spin-Off erschienen, welches auf ein gänzlich anderes Gameplay setzt.
HEAT hat sich auf die Fahne geschrieben, das erste heldenbasierte Panzer-Actionspiel zu sein. Es handelt sich hier also quasi um einen Hero-Shooter mit Panzern. Auch wenn das Spiel gerade erst veröffentlicht wurde, konnten wir letztes Jahr zur gamescom bereits eine Runde spielen, als das Spiel angekündigt wurde. Wir haben uns die aktuelle Version auf der Xbox angesehen und den Shooter angespielt.
Panzerschlachten in einer alternativen Realität
Bevor wir uns ins Gefecht stürzen dürfen, verlangt World of Tanks HEAT zunächst die Anmeldung mit einem Wargaming-Konto. Wer bereits einen Account für World of Tanks oder einen anderen Titel der Entwickler besitzt, kann diesen problemlos weiterverwenden. Der erreichte Fortschritt wird plattformübergreifend gespeichert. Ein Wechsel zwischen den Konsolen und dem PC ist somit jederzeit möglich. Nach einem actionreichen Intro wirft uns das Spiel ohne lange Umschweife auf das Schlachtfeld. Dort treffen wir allerdings nicht auf historische Panzer, sondern leicht futuristische Kriegsmaschinen. Grund ist das ungewöhnliche Szenario von HEAT.
Das Spiel verfügt tatsächlich über eine gewisse Rahmenhandlung, die das Zusammentreffen der Panzer erklären soll. HEAT spielt in einer alternativen Zeitlinie der Nachkriegszeit. Wissenschaft und Technik haben sich deutlich schneller entwickelt als in unserer Realität und führten zu zahlreichen technologischen Durchbrüchen. Der daraus entstandene Frieden hält jedoch nicht lange an. Hinter der Fassade beginnt ein neues Wettrüsten, bei dem experimentelle Panzer aufeinandertreffen. Die Fahrzeuge im Spiel orientieren sich laut Entwicklern an realen wissenschaftlichen Erkenntnissen und theoretischen Konzepten. Genau wie das Setting an sich sollen sie jedoch nur eine Was-wäre-wenn-Vision zeigen. Die schwer bewaffneten Stahlkolosse unterscheiden sich optisch deutlich von den Fahrzeugen aus World of Tanks.
Unterschiede zu World of Tanks
Auf den ersten Blick sieht World of Tanks HEAT vielleicht genauso aus wie die Vorlage, spielerisch unterscheiden sich die beiden Titel jedoch massiv. Da es sich um einen Hero-Shooter handelt, laufen die Runden völlig anders ab. Nach wie vor stehen sich zwei Teams aus Panzern gegenüber, im Original gehen wir allerdings wesentlich vorsichtiger vor, suchen Deckung und versuchen, den Gegner zu überraschen. Wer ins Gras beißt, darf sich bis zum Ende des Matches die Punktewertung anschauen. Anders in HEAT. Hier können wir nach unserem Tod sofort respawnen und uns einen neuen Einstiegspunkt wählen. Das sorgt für ein deutlich höheres Spieltempo und erinnert eher an klassische Hero-Shooter als an eine taktische Panzersimulation. Entsprechend aggressiver dürfen wir vorgehen, denn ein Fehler bedeutet nicht zwangsläufig das Aus für die gesamte Runde.
Die einzelnen Spielrunden spielen sich angenehm flüssig und dauern meist um die zehn Minuten. Das Spiel eignet sich somit auch für Gelegenheitsspieler. Wer allerdings eine Herausforderung sucht, sollte keine Matches gegen die KI starten. In unseren Testspielen haben sich die NPCs des Öfteren in Horden-Formation in unser Sperrfeuer geworfen. Das Schießbudengeballer macht zwar auch kurz Spaß, um sich aber spannenden Matches zu stellen, sollte man gegen echte Spieler antreten. Nach jedem Match erhalten sowohl unser Agent als auch der eingesetzte Panzer Erfahrungspunkte. Mit jedem Stufenaufstieg schalten wir neue Belohnungen frei und verbessern nach und nach unsere Fahrzeuge sowie die Fähigkeiten unserer Agenten.