TEST

Gothic Remake angespielt

Willkommen (zurück) in der Kolonie

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Vor 25 Jahren erschien mit Gothic eines der wahrscheinlich bekanntesten deutschen Spiele. Bis heute hat das Franchise eine treue Fanbase. Entwickelt von Piranha Bytes gilt das Spiel für viele als Meilenstein der Rollenspiele. Besonders die Spielwelt, die kultigen Figuren und die spielerische Freiheit machen den Titel für Fans unvergesslich. 

Während viele andere Rollenspiele ihre Helden als Auserwählte inszenierten, begann Gothic mit einem namenlosen Gefangenen, der in einer Strafkolonie ums Überleben kämpft. Gerade dieses raue Setting machte das Spiel zu einem Klassiker. Entsprechend groß waren die Erwartungen an das Gothic Remake, das am 05. Juni 2026 erschienen. Die Aufgabe, das Spiel zu aktualisieren, ohne dabei den Kultfaktor zu verlieren, hat Entwickler Alkimia Interactive übernommen. Verbesserte Grafik, überarbeitete Spielmechaniken und neue Komfortfunktionen sollen das Abenteuer nach 25 Jahren noch einmal attraktiv machen. Als Fans der Vorlage haben wir den Titel natürlich angespielt. Für unseren Test haben wir die Xbox-Version genutzt und uns in die Minenkolonie begeben.

Spielstart & Schwierigkeit

Das Hauptmenü des Gothic Remakes wird für heutige Standards überraschend zurückhaltend präsentiert. Während viele moderne Rollenspiele mit Animationen, stimmungsvoller Musik oder atmosphärischen Effekten auf den Einstieg einstimmen, setzt das Remake auf einen statischen Hintergrund aus einem Screenshot der Spielwelt. Eine flackernde Fackel oder ein passender Soundtrack hätten dem ersten Eindruck gutgetan.

Zum Start stehen insgesamt vier Schwierigkeitsgrade zur Auswahl: Novize, Gothic, Schwer und Individuell. Während die ersten drei Optionen feste Voreinstellungen bieten, erlaubt der individuelle Modus eine Anpassung, um nach eigenen Vorstellungen zu spielen. Hier lassen sich unter anderem Kampfressourcen und die Spielprogression nach den eigenen Vorlieben konfigurieren. Darüber hinaus können einige Optionen bei allen Schwierigkeitsgraden aktiviert oder deaktiviert werden. Dazu gehören der Nahkampfmodus, der sogenannte Flowhelper sowie Permadeath. Der Flowhelper erleichtert die Kämpfe, indem Angriffsfolgen flexibler fortgesetzt werden können. Spieler sind dadurch weniger stark an bestimmte Angriffsketten gebunden und können Kombinationen leichter verketten. Wer lieber gleich am Limit lebt, kann Permadeath aktivieren. In diesem Modus bedeutet der Tod der Spielfigur das endgültige Ende des Spielstands, sodass eine neue Partie begonnen werden muss. Hier sei der Hinweis gegeben, dass das erste Mal Gothic normalerweise so aussieht, dass wir als Spieler in die Kolonie kommen, unser erstes Schwert finden, glauben alles machen zu können und dann von einer Maulwurfsratte verprügelt werden. Also Vorsicht!

Für unseren Test haben wir uns für das klassische Gothic-Erlebnis entschieden und den gleichnamigen Schwierigkeitsgrad gewählt. Dieser verspricht eine ausgewogene Mischung aus Herausforderung und Fortschritt und dürfte laut Beschreibung für die meisten Spieler die beste Wahl darstellen, um die Neuauflage so zu erleben, wie es die Entwickler vorgesehen haben.

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