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Neues von den Dark Pictures

SciFi-Horror Directive 8020 angespielt - Wiederspielwert & Editionen

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Mit einer Spielzeit von rund acht Stunden fällt ein einzelner Durchgang von Directive 8020 vergleichsweise kompakt aus. Genau wie bei den vorherigen Dark-Pictures-Spielen setzt Supermassive Games daher erneut stark auf Wiederspielwert. Unterschiedliche Entscheidungen, alternative Schicksale der Charaktere und zahlreiche Storyverzweigungen sollen dazu motivieren, die Handlung mehrfach zu spielen. In der Praxis dürften viele Spieler allerdings eher gezielt bestimmte Kapitel erneut anwählen, um alternative Entscheidungen und deren Konsequenzen auszuprobieren.

Die Standard Edition von Directive 8020 gibt es auf PC, PlayStation und Xbox Series X/S zum Preis von 49,99 Euro. Zusätzlich wird eine Digital Deluxe Edition angeboten. Diese enthält neben dem Hauptspiel zwei zusätzliche Outfits aus früheren Dark-Pictures-Titeln, die den Charakteren angezogen werden können. Ebenfalls enthalten ist ein Paket mit verschiedenen cineastischen Filtern. Spieler können dadurch optional einen Schwarz-Weiß-Look, Filmkörnung, eine 8-mm-Optik oder einen Retro-VHS-Stil aktivieren. Ergänzt wird das Paket durch ein digitales Artbook sowie den Soundtrack des Spiels.

Darüber hinaus bietet die Deluxe Edition eine exklusive Bonusmission. Zusätzlich verstecken sich im gesamten Spiel Figuren und Relikte aus früheren Teilen der Reihe wie Man of Medan, Little Hope, House of Ashes und The Devil in Me. Wer sämtliche Collectibles entdeckt, enthüllt zusätzliche Verbindungen zwischen Directive 8020 und den bisherigen Spielen der Dark-Pictures-Reihe.

Probleme

Technisch hinterlässt Directive 8020 trotz spürbarer Verbesserungen gegenüber den alten Dark-Pictures-Teilen nicht durchgehend einen überzeugenden Eindruck. Besonders die Darstellung der Schwerelosigkeit wirkt stellenweise inkonsequent umgesetzt. Die Crewmitglieder tragen magnetische Stiefel, um sich normal über den Boden bewegen zu können, und schwebende Objekte sorgen für eine passende Atmosphäre an Bord der Cassiopeia. Allerdings fällt schnell auf, dass viele dieser Gegenstände lediglich statische Dekoration bleiben. Laufen wir gegen schwebende Objekte, reagieren diese oftmals überhaupt nicht und wirken, als wären sie einbetoniert. Auch die allgemeine Umsetzung der Gravitation wirkt teilweise unfertig. In manchen Räumen schweben beispielsweise einzelne Handtücher durch die Luft, während andere direkt daneben ganz normal auf dem Boden liegen. Solche Details reißen immer wieder aus der ansonsten gelungenen Atmosphäre heraus.

Zudem zeigt sich erneut eine der bekannten Schwächen von Supermassive Games. Zwar haben sich Animationen und Gesichtsmodelle im Laufe der Jahre sichtbar verbessert, vollständig entkommt Directive 8020 dem Uncanny Valley aber weiterhin nicht. Vor allem in ruhigeren Dialogszenen wirken Mimik und Gesichtsanimationen stellenweise noch, sagen wir belustigend. Ein weiteres Problem der gesamten Reihe ist die Panzersteuerung der Figuren. Hier wurde deutlich nachgebessert, es ist aber noch Luft nach oben. 

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