Gameplay & Gesellschaft
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Während unserer Anspielsession haben wir erlebt, wie die erste Spielrunde in Seed üblicherweise abläuft. Hierzu starten mindestens drei Spieler eine neue Gesellschaft auf Avesta. Die Sessions wurden jeweils zusätzlich noch von einem Entwickler und einem weiteren Spieler der Testversion begleitet. Das Spiel folgt dabei zum Start im Kern einer typischen Survival-ähnlichen Struktur. Die ersten Aufgaben drehen sich um das grundlegende Überleben unserer Seedlings. Nahrung, Ressourcen und die Sicherstellung der Grundbedürfnisse stehen an erster Stelle.
Eine besondere Dynamik entsteht dadurch, dass die Welt auch weiterläuft, wenn Spieler ausgeloggt sind. Die Seedlings existieren nämlich weiter in der Welt. Haben wir nicht für ausreichend Nahrung und Grundbedürfnisse gesorgt, werden sie krank und sterben, bevor wir wieder online gehen. Ist für diese Grundbedürfnisse gesorgt, geht es weiter mit dem Wohnungsbau. Danach fangen wir an, Gewerbe zu gründen und schließlich mit anderen Communitys zu handeln. Langsam entwickeln sich dann auch Systeme wie Recht, Politik und so weiter. Diese werden allerdings komplett von den Spielern geschaffen.
Bevor wir uns allerdings mit dem Start auf Avesta befassen konnten, stand erst einmal der klassische Charakterbau an. Wir können dabei unseren ersten Seedling zunächst optisch einstellen und dann seine Kindheit bestimmen. Das Spiel startet nämlich mit einer volljährigen Figur. Wir spielen ihr Leben vom 18. bis maximal 150. Lebensjahr. Daher stellen wir verschiedene Dinge ein, die die Kindheit unseres Seedlings geprägt haben. Daraus entstehen verschiedene Charaktereigenschaften. Diese haben Einfluss auf den mentalen und physischen Zustand unseres Charakters. Ein Jahr im Spiel entspricht dabei ungefähr einem realen Tag. Dadurch ergibt sich eine durchschnittliche Lebensdauer der Charaktere von etwa drei bis vier Monaten, bevor sie spätestens sterben.
SEED bietet dabei eine möglichst hohe Handlungsfreiheit. Neben dem Aufbau funktionierender Gesellschaften können Spieler theoretisch auch alternative Wege einschlagen. So können wir uns auch dazu entscheiden, illegalen Machenschaften zu frönen. Aktuell sind diese noch nicht vorhanden oder stark eingeschränkt. Zum Steam-Start im Herbst soll es aber beispielsweise möglich sein, heimlich im Keller seiner Behausung Drogen anzubauen und diese auf einem Schwarzmarkt zu verkaufen.
Kontakt zum Dorf - Mobile-App
Ein wichtiger Bestandteil der Zukunft von SEED ist die begleitende Mobile-App, die beim Event erstmals ausführlicher vorgestellt wurde. Sie soll Spielern nach Release ermöglichen, auch unterwegs mit ihrer Gesellschaft verbunden zu bleiben. Die Entwickler betonten jedoch mehrfach, dass SEED kein Mobile Game werden soll. Die App ist als ergänzendes Kontrollwerkzeug gedacht. Sie wird eine Schnittstelle zur persistenten Welt, wenn Spieler gerade nicht am Rechner sind.
Die App dient vor allem dazu, den Zustand der eigenen Seedlings im Blick zu behalten, Benachrichtigungen zu erhalten und mit den Figuren zu kommunizieren, während man nicht am PC sitzt. Seedlings können Spieler direkt kontaktieren und Nachrichten schicken, wenn innerhalb der Welt wichtige Ereignisse eintreten. So sollen Nutzer auch offline informiert bleiben, falls etwa Probleme in der Versorgung auftreten. Zu den vorgestellten Funktionen gehören verschiedene integrierte Anwendungen innerhalb der App. Spieler können damit bestimmte Verwaltungsaufgaben auch außerhalb des eigentlichen Spiels erledigen.
Besonders interessant ist die direkte Kommunikation mit den Seedlings. Über die App lassen sich Gespräche mit den eigenen Figuren führen, ähnlich wie über den Ingame-Chat. So können Spieler auch von unterwegs auf Entwicklungen reagieren oder Aufgaben verteilen. Gleichzeitig soll es möglich sein, den Zustand der eigenen Siedlung zu überprüfen und einen Überblick über laufende Prozesse zu erhalten. Beim Event wurde außerdem erstmals gezeigt, dass SEED grundsätzlich auch auf einem mobilen Gerät dargestellt werden kann.