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GeForce- und Radeon-Vergleich

Forza Horizon 6 im Technik-Kurztest

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Forza Horizon 6 im Technik-Kurztest
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Ab morgen können Käufer der Premium-Edition das virtuelle Lenkrad in die Hand nehmen und sich auf die Straßen Japans begeben. Wir schauen uns heute den technischen Hintergrund von Forza Horizon 6 an und vergleichen die Darstellungsqualitäten der verschiedenen Presets, mit und ohne Raytracing-Unterstützung und auch die Upscaling-Technologien von AMD und NVIDIA.

Offiziell erscheint Forza Horizon am 19. Mai für Windows sowie die Xbox Series X/S. Ab morgen können die Käufer der Premium-Edition bereits loslegen. Die Variante des Spiels für die PlayStation 5 wird später im Jahr erscheinen.

Forza Horizon 6 ist ein Rennspiel, dessen offene Spielwelt in Japan angesiedelt ist. Die Karte soll die bislang größte der Reihe darstellen. Insbesondere der Tokio-Abschnitt gilt als der bislang komplexeste und detaillierteste befahrbare Stadtbereich und soll ein Vielfaches größer ausfallen als frühere urbane Areale der Serie, etwa Edinburgh aus Forza Horizon 4. Wie schon in Forza Horizon 4 und Forza Horizon 5 kommt ein dynamisches Wettersystem zum Einsatz, das saisonale Veränderungen abbildet. Spieler starten als Touristen und arbeiten sich über Rennen und Events für die Teilnahme am Horizon Festival nach oben.

Das bekannte Armband-Fortschrittssystem kehrt zurück und schaltet mit steigendem Rang leistungsstärkere Fahrzeuge frei. Mit dem Gold-Armband wird zudem der Zugang zu "Legend Island" gewährt, einem separaten Gebiet mit exklusiven Herausforderungen und Rennen. Zum Start sollen mehr als 550 Fahrzeuge verfügbar sein, die umfangreich angepasst werden können. Ergänzt wird das Spiel durch Garagen als Schnellreisepunkte, ein individualisierbares Anwesen auf dem Land sowie Aktivitäten wie Autotreffen, Straßenrennen, Touge-Duelle und den Battle-Royale-Modus "The Eliminator".

Forza Horizon 6 entsteht bei Playground Games in Zusammenarbeit mit Turn 10 Studios. Berichten zufolge stellte Turn 10 im Dezember 2025 die aktive Unterstützung von Forza Motorsport ein, um die Entwicklung von Forza Horizon 6 vollständig zu unterstützen. Das Studio soll insbesondere bei der technischen Feinabstimmung des Spiels beteiligt sein. Darüber hinaus fließt die Erfahrung aus der stärker simulationsorientierten Motorsport-Reihe in die Entwicklung ein. Dies soll sich unter anderem in einer höheren Detailtiefe der Fahrzeuge sowie in neuen spielmechanischen Elementen bemerkbar machen, die das Fahrerlebnis weiter ausbauen.

Technisch basiert Forza Horizon 6 auf der hauseigenen ForzaTech-Engine von Turn 10 Studios und ist der erste Ableger der Reihe, der ausschließlich für Konsolen der neunten Generation entwickelt wurde. Laut Playground Games eröffnet der Verzicht auf die Unterstützung der älteren Xbox One zusätzliche technische Möglichkeiten, insbesondere im Hinblick auf spätere Live-Service-Inhalte.

Auf dem PC unterstützt das Spiel Raytracing für globale Beleuchtung und Reflexionen, während auf den Konsolen stattdessen Screen-Space-Reflexionen zum Einsatz kommen. Hinzu kommen überarbeitete Shader-Effekte, die etwa Scheinwerfer und Rücklichter realistischer darstellen und Lichtbrechungen präziser simulieren. Für die Konsolen stehen auf Xbox Series X und Xbox Series S jeweils Qualitäts- und Performance-Modi zur Verfügung. Auf der Series X werden bis zu native 4K bei 30 Bildern pro Sekunde beziehungsweise 60 FPS mit dynamischer Auflösung erreicht, während die Series S je nach Modus mit bis zu 1440p bei 30 FPS oder 1080p bei 60 FPS arbeitet.

Für die Benchmarks kam unser Grafikkarten-Testsystem zum Einsatz:

Für die GeForce-RTX-Karten kam der aktuelle GeForce 596.49 zum Einsatz. Für die Radeon-RX-Modelle haben wir die Adrenalin Edition 26.5.1 verwendet.

Im Grafikmenü finden sich alle erdenklichen Grafikeinstellungen. In den Video-Einstellungen können Dinge wie die Auflösung, Framerate und vertikale Synchronisation festgelegt werden. Daneben lässt sich auch die Skalierung der Benutzeroberfläche bestimmen. Hier finden sich auch die Einstellungen für das Anti-Aliasing und an dieser Stelle kommen die herstellerspezifischen Lösungen wie DLSS, FSR und XeSS zur Sprache. Neben DLSS 4.5 werden FSR 3.1.5 und XeSS der ersten Generation unterstützt.

Nur mittels DLSS 4.5 wird auch eine Frame Generation unterstützt. Im Spiel selbst möglich sind die Multiplikatoren zwei bis vier. Per NVIDIA App kann ein MFG 5x und MFG 6x forciert werden.

In den "Grafik & Performance"-Einstellungen können diverse Presets ausgewählt werden. Jede der Einstellungen kann aber auch individuell gemacht werden.

In der folgenden Galerie findet ihr die Darstellung in den Presets in einer Szene:

Sowie noch in einer weiteren:

Ein Fokus liegt natürlich auf den Raytracing-Effekten: Raytracing ist ein Rendering-Verfahren, bei dem Lichtstrahlen mathematisch simuliert werden, um deren Verhalten innerhalb einer Szene genauer abzubilden. Ziel ist es, Lichtquellen, Schatten und Reflexionen physikalisch nachvollziehbarer darzustellen als mit klassischen Rasterisierungsmethoden. Die Technik wird seit längerer Zeit in der Filmproduktion eingesetzt und hält zunehmend auch in Echtzeit-Anwendungen wie Spielen Einzug, sofern die verfügbare Hardwareleistung dies zulässt.

Ein wesentlicher Bestandteil in Forza Horizon 6 ist die globale Beleuchtung (Global Illumination). Dabei werden nicht nur direkte Lichtquellen berechnet, sondern auch indirekte Lichteffekte, die durch Reflexionen und Streuung an verschiedenen Oberflächen entstehen. Das führt zu differenzierteren Schattenverläufen, realistischeren Helligkeitsübergängen und sichtbaren Farbreflexionen zwischen Objekten. Besonders in komplexen Szenen oder offenen Umgebungen kann dies die Lichtdarstellung konsistenter machen.

Raytraced Reflexionen berechnen Spiegelungen auf Basis des tatsächlichen Strahlenverlaufs innerhalb der Szene. Dadurch können auch Objekte berücksichtigt werden, die außerhalb des unmittelbaren Sichtfelds liegen. Im Vergleich zu konventionellen Verfahren (Screen Space Reflections) erhöht dies die Genauigkeit der Darstellung, geht jedoch mit einem deutlich höheren Rechenaufwand einher.

Im Bildvergleich rechts findet ihr die Darstellung in +RT Extrem und rechts ohne die Raytracing-Effekte und nur im Extrem-Preset:

Bildvergleich
Forza Horizon 6: +RT Extrem Forza Horizon 6: Extreme
Bildvergleich
Forza Horizon 6: +RT Extrem Forza Horizon 6: Extrem

Kommen wir nun zu den Benchmarks:

Forza Horizon 6

3.840 x 2.160 Pixel, DLSS: Qualität

FPS
Mehr ist besser

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Neun verschiedene Presets gibt es und diese machen nicht nur in der Darstellungsqualität einen großen Unterschied, sondern auch in der Leistung. Eine GeForce RTX 5080 erreicht im niedrigsten Preset mehr als 300 FPS, in den höchsten Einstellungen sind es aber nur noch 80 FPS. Eine Radeon RX 9070 XT kommt maximal gerade einmal auf etwas mehr als 200 FPS, im Minimum sind es 70 FPS.

Folglich sind je nach gewünschten Einstellungen die Upsampling-Hilferlein nicht ganz unnütz.

Forza Horizon 6

3.840 x 2.160 Pixel, +RT Extrem

FPS
Mehr ist besser

Ohne jegliche Unterstützung kommt eine GeForce RTX 5080 in UHD und in +RT Extrem 53 FPS, die Radeon RX 9070 XT auf 48 FPS. Schon die kleinste Upsampling-Stufe Qualität hebt das FPS-Niveau auf 81 bzw. 70 FPS an. Entsprechend stärker steigen die FPS für die weiteren Upsampling-Qualitätsstufen an.

Nur wer eine GeForce-Grafikkarte besitzt, wird eine Frame-Generation-Technik anwenden können. Die Skalierung der verschiedenen Stufen haben wir uns auf Basis der GeForce RTX 5080 angeschaut:

Forza Horizon 6

3.840 x 2.160 Pixel, +RT Extrem, DLSS: Qualität

FPS
Mehr ist besser

Wer schon die Unterstützung von DLSS in der Stufe "Qualität" annimmt, kann mittels FG bzw. MFG die FPS noch einmal deutlich steigern. Somit werden auch FPS-Raten erreicht, die Monitoren mit hoher Bildwiederholrate zugutekommen. Allerdings sollte man auch immer die Latenzen im Auge behalten. Wer sich an Frame Generation versucht, wird dies aber schon nach wenigen Sekunden spüren, ob er hierfür anfällig ist oder nicht.

Fazit

In den Presets von Forza Horizon zeigen sich ohne die Raytracing-Effekte große Unterschiede. Diese reichen vom kompletten Fehlen von Schatten in der Darstellung, bis zu immer mehr Details – vorwiegend in der Vegetation. Die Raytracing-Effekte zeichnen sich dann vorwiegend für eine realistischere Beleuchtung und Reflexionen verantwortlich. Allerdings muss man innerhalb der Presets aufpassen, hier die richtigen Einstellungen miteinander zu vergleichen.

Die Raytracing-Effekte zeigen sich besonders deutlich in der Berechnung der Schatten und Reflexionen. Besonders bei Regenwetter sind diese auf der nassen Fahrbahn und dem Lack der Fahrzeuge zu erkennen. Ehrlicherweise aber konzentriert man sich während eines Rennens weniger auf die Darstellung dieser Effekte und so sehen wir die Raytracing-Effekte bei weitem nicht so wichtig an, wie dies beispielsweise für Pragmata zuletzt der Fall war. Dies liegt auch daran, dass die Screen Space Reflections in den festen Kameraeinstellungen nur wenige Fehler aufweisen.

Nice to have, aber kein Muss lautet hier unser Fazit. Ansonsten macht Forza Horizon 6 eine durchweg positiven Eindruck in der Technik. Einzig die langen Ladezeiten, bis man dann mal im Spiel selbst ist und sich durch die Menüs gekämpft hat, trüben diesen Eindruck etwas.

Ein Wort noch zur technischen Auslegung von Forza Horizon 6: Es ist fast schon zu einer Unart geworden, dass Spiele, die von einem GPU-Hersteller technisch unterstützt werden, die Techniken des anderen Herstellers bestenfalls nur brachliegen lassen, man aber längst von einer Art Sabotage ausgehen kann. FSR 3.1.5 entspricht nicht mehr der aktuellen Technik der Upsamplings bei AMD und fällt in der Darstellungsqualität weit hinter das zurück, was NVIDIA mit DLSS 4 liefern kann.

Zum Abschluss haben wir noch ein kurzes Vergleichsvideo, welches die Darstellung mit und ohne die Raytracing-Effekte aufzeigen soll. Es empfiehlt sich, an mehreren Stellen einmal die Pause-Taste zu drücken, um sich dies in Ruhe anzuschauen.

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