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Der etwas andere Assassine

Styx Blades of Greed kurz reingezockt

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Wenn es um Assassinen in Spielen geht, denkt jeder sofort an die Assassin’s-Creed-Reihe. Es gibt jedoch noch ein zweites Franchise, das von einem französischen Publisher kommt und dessen Hauptfigur den leisen Killern angehört. Goblin Styx ist allerdings das ziemliche Gegenteil von Ezio und seinen Vor- und Nachfahren. 

Mit Styx: Blades of Greed schickt Nacon den zynischen Goblin zurück in die Schatten. Es handelt sich um den mittlerweile dritten Auftritt des hinterlistigen Antihelden. Gestartet ist die Trilogie 2014, damals noch unter der Schirmherrschaft von Publisher Focus. Während man sich hier für den dritten Teil umorientiert hat, übernimmt die Entwicklung nach wie vor das Studio Cyanide. Wir haben schleichend und messerstechend in Styx: Blades of Greed reingezockt.

Einstieg

Vor dem Start stehen vier Schwierigkeitsgrade zur Auswahl. Einfach, Normal, Schwer und Goblin. Letzterer deaktiviert das manuelle Speichern und ist noch einmal deutlich fordernder als die anderen. Gesprochen wird Englisch, deutsche Untertitel sind vorhanden. 

Ab hier folgen Spoiler zum Prolog des Spiels. 

Zum Spielstart wird Styx von Unbekannten zu einem Krieg befragt und deutet bereits an, dass er beim Ausbruch seine Finger im Spiel hatte. Seine Erzählung führt uns in eine Elfenstadt, die gerade von einem gigantischen Golem verwüstet wird. Nachdem Styx dessen Energiequelle absorbiert, hat er eine Vision eines mysteriösen Wesens, das mit uns spricht. Unsere Flucht per Luftschiff endet jedoch im Absturz, und damit beginnt das eigentliche Abenteuer.

Klassisches Stealth-Gameplay

Blades of Greed ist ein reines Schleichspiel. Styx ist im offenen Kampf nahezu chancenlos. Einen einzelnen Gegner können wir durch Ausweichen mit unserem Dolch noch zu Boden bringen, aber bei mehreren Feinden sind wir geliefert. Bereits nach wenigen Treffern segnet der Goblin das Zeitliche. Entsprechend setzt das Spiel konsequent auf Heimlichkeit. Gegner werden bevorzugt von hinten ausgeschaltet. Entweder schnell und laut oder langsam und lautlos. Leichen lassen sich in Fässern oder Kisten verstecken. Wird man entdeckt, ist die Flucht meist die einzige sinnvolle Option. Per Knopfdruck kann man praktischerweise jederzeit schnellspeichern. Ein Feature, das man regelmäßig nutzen sollte.

Styx kann sich in nahezu jedem Hohlraum verstecken, Kerzen und andere Lichtquellen löschen und so möglichst unsichtbar durch die Level eilen. Türen lassen sich vorsichtig ausspähen oder direkt öffnen. Verschlossene Zugänge knackt Styx mithilfe von Dietrichen, sofern entsprechende Werkzeuge im Inventar vorhanden sind.

Die Steuerung funktioniert präzise und flüssig. Styx kann in Deckung gehen, per Rolle zwischen zwei Positionen wechseln und so ungesehen durch beleuchtete Areale huschen. Auch der Untergrund spielt eine Rolle. Teppiche dämpfen unsere Schritte, während herumliegende Objekte Lärm verursachen können, wenn wir dagegenstoßen. Mit der sogenannten Goldharz-Sicht lassen sich Gegner und wichtige Objekte hervorheben. Ein Feature, das natürlich stark an Assassin’s Creed erinnert. Über den Einsatz von Goldharz kann Styx zudem kurzzeitig unsichtbar werden. Weitere Fähigkeiten umfassen etwa das Erzeugen eines Klons, das kurzzeitige Zurückdrehen der Zeit oder verbesserte Reflexe.

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