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Ein Shooter wie auf Droge

High On Life 2 kurz reingezockt

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Vielen dürfte Justin Roiland vor allem als einer der Schöpfer von Rick and Morty bekannt sein. Im Englischen spricht er auch die beiden namensgebenden Hauptfiguren. 2016 hat Roiland mit Squanch Games sein eigenes Entwicklerstudio gegründet. Neben anderen Titeln hat das Studio 2023 auch den Ego-Shooter High On Life produziert. Das Spiel zeichnete sich durch bösen Humor und eine durchgeknallte Story aus. Ein zweiter Teil erschien am 17. Februar 2026 und soll diesen Vibe aufgreifen.

Wir haben kurz in das SciFi-Geballer reingezockt. Vor unseren Eindrücken jedoch ein kurzer Hinweis zur Person von Justin Roiland. 2023 wurde er aus der Produktion von Rick and Morty gefeuert. Auch von den Serien Solar Opposites und Koala Man hat man ihn abgezogen. Grund dafür waren Anschuldigungen häuslicher Gewalt, Körperverletzung und Freiheitsberaubung, die alle mangels Beweisen 2023 eingestellt wurden. Anschuldigungen bezüglich sexueller Avancen gegenüber Minderjährigen stehen weiterhin im Raum. 

Nun zum Spiel und ein letzter Hinweis: Es folgen Spoiler zum Anfang von High On Life 2.

Ein völlig überdrehter Einstieg

Bevor es losgeht, lässt uns High on Life 2 die Wahl zwischen vier Schwierigkeitsgraden. Neben dem obligatorischen Story-Modus, der kaum Herausforderungen bietet, stehen ein einfacher, ein schwerer sowie der sogenannte Jägermodus zur Auswahl. Wer den spielbaren Trip also einfach nur genießen will, wird hier auch fündig. 

Der Einstieg ist maximal chaotisch. Wir springen zwischen einer explosiven Kampfszene in einer futuristischen Stadt und einer bizarren Talkshow hin und her. Begleitet werden wir natürlich von unseren nonstop plappernden Waffen, die wieder ohne Pause alles kommentieren und wild herumfluchen. Wem das ständige Gelaber von Gegnern oder den eigenen Knarren auf die Nerven geht, der kann die Häufigkeit der Sprachbeiträge in den Audio-Optionen anpassen. Wenn man länger spielt, erweist sich diese Funktion als wahrer Segen, da die Knarren auf Dauer ganz schön nerven können.

Das Intro steigert sich zunehmend ins Absurde und irgendwann wechseln wir zwischen Gefechten, einer Sport-Game-Show und sogar einer Dating-Show, bei der wir uns für unser Herzens-Alien entscheiden müssen. Dann kommen noch einige extrem blutige Szenen hinzu, in denen wir unsere Kopfgelder eintreiben. Die Wahl fällt hier immer auf Dead statt Alive. Nebenbei lernen wir in diesen wirren Szenen die grundlegenden Mechaniken. Messerangriffe, Schusswechsel und Parkour-Elemente werden eingeführt. Das Monster im Stadtzentrum entpuppt sich nach seinem Tod als trainiertes Film-Tier, das wir versehentlich getötet haben. Wir haben also einen Film versaut, statt die Stadt zu retten. Hier stellt sich auch heraus, dass wir durch ein Fernsehprogramm gezappt haben und uns quasi ein Medley unseres Lebens seit dem Ende von Teil eins angesehen haben. All dies geschieht in den ersten knapp zehn Minuten im Spiel.

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