Patriot PXD m.2 PCIe im Test: Kompakt und schnell

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patriot pxd teaser100Externe SSDs erfreuen sich zunehmend einer großen Beliebtheit. Das ist kein Wunder, denn die Vorteile sind offensichtlich: In der Größe von klassischen USB-Sticks können mittlerweile riesige Datenmengen einfach und sicher übertragen und mitgenommen werden. Und das mittlerweile sogar mit Geschwindigkeiten weit über denen von SATA hinaus. Gerade das macht sie zunehmend auch interessant als flexible Speichererweiterung für schwer aufzurüstende Systeme wie etwa Notebooks, Tablets oder auch Spielekonsolen. Mit der zu Beginn des Jahres vorgestellten PXD m.2 PCIe-SSD versucht Speicherspezialist Patriot am besten alle drei Zielgruppen für sich zu gewinnen. Wie gut das klappt, finden wir mit unserem Testparcours heraus. 

Auf der CES zu Beginn des Jahres vorgestellt, erweiterte Speicherspezialist Patriot seine Riege externer Laufwerke um die PXD m.2 PCIe Type-C External SSD. Dem kryptischen Namen folgend also eine externe SSD im Format eines Solid State Module, die mittels PCIe-Controller über USB(-C) betrieben wird. Patriot selbst sieht sein externes Speichermedium dabei nicht als HighEnd-Lösung, diese Rolle nimmt weiterhin die EVLVR-Serie ein, die dank Thunderbolt 3 bis zu 40 Gb/s übertragen soll - also bereits das Vierfache unseres heutigen Testkandidaten, der mit USB 3.2 Gen2 und damit 10 Gb/s spezifiziert ist.

Wer bei den USB-Bezeichnungen ein wenig den Überblick verliert, darf gerne nochmals unseren Artikel zu dieser Thematik aufrufen. Grundsätzlich wirbt Patriot bei unserem Testexemplar mit USB 3.2, womit eigentlich USB 3.2 Gen2 gemeint ist. Dementsprechend sind 10 GBit/s maximaler Übertragungsrate möglich und sowohl der USB-C-Anschluss wie auch der klassische USB-A nativ kompatibel. Für beide Varianten liegt ein Datenkabel der SSD bei.

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Herstellerangaben der Patriot PXD m.2 PCIe Type-C External SSD
Modell Patriot PXD m.2 PCIe Type-C External SSD (1 TB)
Kapazitäten 512 GB, 1 TB, 2 TB
Anschluss USB 3.2 (eigentlich USB 3.2 Gen2)
USB-C (USB-A über beiliegendes Datenkabel)
sequentielle Lese-/Schreibrate 1.000 MB/s lesen
1.000 MB/s schreiben
Controller Phison PS5013-E13T
Größe 100 mm x 30 mm x 8 mm
Gewicht 35 g
Gehäusematerial Aluminium
Garantie
3 Jahre
Preis 512 GB: 135 Euro (UVP)
1 TB: 220 Euro (UVP)
2 TB: 380 Euro (UVP)

Zum Lieferumfang gehören lediglich die beiden Datenkabel für USB-A und USB-C. Patriot gibt einen Einstiegspreis von 135 Euro für die 512-GB-Version an, das Top-Modell mit 2 TB kostet rund 380 Euro. Unser Testmuster mit 1 TB liegt mit einem Preis von 220 Euro in der Mitte. Erste Listungen im Preisvergleich sehen das 1-TB-Modell bei rund 180 Euro.


Zugegeben hätte dieses Review bereits zur offiziellen Vorstellung der SSD Ende April geschrieben und veröffentlicht werden sollen. Dies war allerdings nicht möglich. Unser Testexemplar hatte zwar eine hohe Alltagstauglichkeit, Dateien konnten schnell geschrieben und gelesen werden - allerdings konnte kein Benchmark abgeschlossen werden. So zeigten die Benchmarks und auch der Taskmanager eine Übertragungsrate von Null MB/s an, gleichzeitig aber eine hundertprozentige Auslastung. Erst nach Trennen des Laufwerks oder einem Neustart konnte die SSD wieder verwendet werden. Nach Rücksprache mit Patriot konnte das Problem mit verschiedenen USB-Controllern nachgestellt werden, sodass der Speicherspezialist gezwungen war, eine angepasste Firmware zu entwickeln. Dies ist zwischenzeitlich erfolgt und unser neues Testexemplar konnte unseren Testparcours wie gewohnt durchlaufen - mit einer Ausnahme. 

Leider verzichtete Patriot bei der PXD m.2 PCIe Type-C External SSD auf einen Temperatursensor. Damit verbunden war es uns leider nicht möglich, ein temperaturbedingtes Drosseln zu überprüfen. Da wir allerdings in unseren Tests auf keine darauf zurückzuführenden Probleme stießen und auch da die SSD über ihr Aluminiumgehäuse leicht Wärme abgeben kann, vermuten wir hier keine Einschränkungen.

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Unser erster Detailblick widmet sich daher der Cache-Performance, da wir bei der Patriot PXD m.2 PCIe Type-C External SSD wie für NVMe-SSDs üblich einen SLC-Cache für die hohen Schreibtransferraten vermuten. Diesen Verdacht konnten wir bestätigen, nach gut 30s und damit etwa 25 GB fällt die hohe Schreibleistung tatsächlich deutlich ab. Damit bietet die PXD eine deutlich höhere SLC-Cache-Performance als beispielsweise die PNY Pro Elite, die ihre maximale Leistung nur für wenige Augenblicke halten konnte. Auch die anschließende Performance mit immerhin etwa 250 MB/s kann sich vergleichsweise sehen lassen.

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Stichwort "sehen lassen": als externe SSD gilt selbstverständlich auch der Optik und Verarbeitung ein besonderes Augenmerk. Hier kann die Patriot PXD m.2 PCIe durchaus auch überzeugen. Langjährigen Usern dürfte die SSD im ersten Moment als etwas großer, klassischer USB-Stick vorkommen, doch der Eindruck täuscht natürlich. Das Aluminiumgehäuse mit schlichtem Aufdruck weiß zu gefallen, insgesamt fühlt sich das Laufwerk sehr hochwertig an. Auch die Kunststoffabdeckungen an den beiden Enden fügen sich nahtlos ein, Spaltmaße können nur mit dem Fingernagel erfühlt werden. Die grau-blaue Farbgebung mag sicherlich Geschmackssache sein, wird auf den meisten Schreibtischen jedoch kaum negativ auffallen.

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Leider scheint es mittlerweile bei (externen) SSDs üblich zu sein, dass die Hersteller nur wenige technische Detailinformationen preisgeben. Zwar bewirbt Patriot bei der PXD m.2 PCIe Type-C External SSD den verbauten Phison-Controller PS5013-E13T, jedoch fehlen Hinweise zu den eingesetzten NANDs sowie eine TBW-Angabe völlig. Da das Gehäuse offenbar verklebt wurde und daher keine Möglichkeit bietet, an das Innere zu kommen ohne das Äußere zu zerstören, können wir an dieser Stelle dazu auch keine weiteren Informationen geben.


Grundlage für unsere SSD-Benchmarks ist grundsätzlich das ASUS TUF Gaming X570-Plus, das in unserem Test durchaus überzeugen konnte und eine repräsentative Leistung für aktuelle Systeme bietet. Befeuert wird das Board von einem AMD Ryzen 5 3600, der mit sechs Kernen und doppelt so vielen Threads mehr als genug Daten auf unsere Laufwerke schreiben kann. 

Das restliche System blieb weitestgehend identisch zum Vorgänger, auch die verwendete Software haben wir nicht geändert, sondern lediglich aktualisiert. Einschränkungen bezüglich der Vergleichbarkeit mit älteren Messwerten sind nicht auszuschließen, sollten sich aber in einem engen Rahmen bewegen.

Die genutzte Hardware im Einzelnen:

Die verwendete Software im Einzelnen:

Da wir uns bewusst sind, dass Quervergleiche der Patriot PXD m.2 PCIe Type-C External SSD zu internen NVMe- und auch SATA-SSDs nur bedingt sinnvoll sind, haben wir in den Diagrammen auf unser gesamten Testfeld verzichtet, sondern beschränken uns auf einzelne Vergleichswerte. Wer dennoch alle Werte vergleichen möchte, kann dies natürlich dennoch über unsere vorherigen SSD-Reviews selbstständig tun.

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Iometer ist ein recht universeller Benchmark, mit dessen Hilfe sich die Rohleistung eines Laufwerks mit nahezu allen erdenklichen Zugriffsmustern untersuchen lässt. In der aktuellen Version ist außerdem die Möglichkeit hinzugekommen, das Datenmuster auszuwählen. Von besonderem Interesse sind hier die Optionen „Repeating bytes“ und „Full random“. Die erste Option erzeugt immer die gleichen Datenmuster, sodass ein Controller diese Daten stark komprimieren kann. Das machen bei weitem nicht alle Controller, manche (z.B. SandForce) besitzen allerdings eine transparente Kompression und erreichen so, stark abhängig vom Datenmuster, eine höhere oder niedrigere Datenübertragungsrate. Die zweite Option erzeugt einen 16 MB großen Puffer mit Daten hoher Entropie, sodass eine Kompression sehr schwer (allerdings nicht komplett unmöglich) wird. Controller, die komprimieren, werden daher mit beiden Datenmustern getestet und die Ergebnisse mit der Einstellung „Full random“ entsprechend gekennzeichnet. Die Standardeinstellung ist „Repeating bytes“, so werden meistens auch die Herstellerangaben ermittelt.

Während die minimale Anfragetiefe (auch Queue Depth, kurz QD) von eins typisch für ein Desktopsystem ist (sie kann auch geringfügig höher sein, befindet sich jedoch meistens deutlich im einstelligen Bereich), zeigt der Test mit QD 32 das Maximum dessen, wozu die SSD imstande ist. Derart hohe Anfragetiefen erreicht man unter normalen Umständen allerdings nur in Mehrbenutzer- bzw. Serverumgebungen.

Der 4K-Test wird über einen Bereich von acht Millionen logischen Sektoren (512 Byte) durchgeführt, der sequenzielle Test findet über die komplette Kapazität des Laufwerks statt.

Iometer

4K lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K lesen (QD 3)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 3)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K lesen (QD 32)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 32)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

Sequenziell lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

Sequenziell schreiben (QD 1)

MB/s
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Von den Ergebnissen des iometer wurden wir insgesamt leider enttäuscht. Ob hier vielleicht die Firmware Probleme verursacht, können wir leider nicht sagen - in jedem Fall sind die Messergebnisse fast aller Anfragen unterhalb unserer Vergleichsmodelle. Besonders die sequenziellen Ergebnisse überraschen, da hier bereits die SATA-Konkurrenz deutlich schneller zu sein scheint. Da dies jedoch dem Eindruck aus dem Alltag widerspricht (und auch wie im Folgenden zu sehen den anderen Benchmarks), wollen wir diese Ergebnisse nicht überbewerten.


Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Es werden komplett inkompressible Daten verwendet, sodass dieser Benchmark für komprimierende Controller praktisch ein Worst-Case-Szenario darstellt. Sequenzieller- und 4K-Test finden bei einer Queue Depth von eins statt. Für Desktopsysteme ist auch hier wieder der 4K-Test mit QD 1 am wichtigsten, wohingegen der Test mit QD 64 wieder das Maximum (mit aktiviertem NCQ) zeigt.

AS SSD Benchmark

4K lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K schreiben (QD 1)

MB/s
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AS SSD Benchmark

4K lesen (QD 64)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K schreiben (QD 64)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Sequenziell lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Sequenziell schreiben (QD 1)

MB/s
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Ganz anders als im iometer zeigt die Patriot PXD m.2 PCIe Type-C External SSD im AS SSD Benchmark ein wirklich starkes Ergebnis. Dass hier die sequenziellen Benchmarks nicht nur vor den externen Vergleichsmodellen von PNY und Seagate liegen, sondern auch vor den internen SATA-Konkurrenten, entspricht unseren Erwartungen. Stark sind jedoch besonders die QD1-Werte, bei denen unser Testmodell sogar lesend die Samsung SSD 860 EVO schlagen konnte.

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Im CrystalDiskMark konnten wir zumindest in der aktuell neusten Version die Herstellerangabe der 1.000 MB/s lesend knacken. Schreibend hingegen scheint bei der Patriot PXD etwa bei 870 MB/s Schluss zu sein. Passend zum AS SSD Benchmark zeigen sich auch im CrystalDiskMark tendenziell starke einzelne 4K-Werte.


Der Kopierbenchmark gibt Aufschluss darüber, wie schnell innerhalb des Laufwerks Daten kopiert werden können. Die verwendeten Muster entsprechen typischen Szenarien: ISO (zwei große Dateien), Programm (viele kleine Dateien), Spiel (große und kleine Dateien gemischt).

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Iso

MB/s
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AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Programm

MB/s
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AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Spiel

MB/s
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Bei den Kopier-Benchmarks konnte uns die Patriot PXD m.2 PCIe Type-C External SSD sofort überzeugen, in allen drei Profilen liefert sich die SSD ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Intel SSD 660p. Die SATA-Konkurrenz liegt dank Werten jenseits der 600 MB/s natürlich weit dahinter.


Ob sich das Laufwerk auch als Programmspeicherort eignet, wollen wir wie gewohnt mit unseren Anwendungsbenchmarks herausfinden. Patriot bewirbt die SSD schließlich gleichermaßen für mobile Systeme mit (meist) nicht wechselbarem Hauptspeicher wie auch als zusätzlicher Speicher für Konsolen. Dies ist in der Theorie natürlich möglich, nur eben nicht immer sinnvoll, da hier abseits von Transferraten auch Latenzen eine Rolle spielen - der "Umweg" über USB daher also prinzipiell im Nachteil ist.

Futuremark PCMark 8

Storage - Gesamtwertung

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Futuremark PCMark 8

Storage - World of Warcraft

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Futuremark PCMark 8

Storage - Battlefield 3

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Bereits die Gesamtbewertung aller Anwendungsbenchmarks verrät Gutes über unseren Testkandidaten: Die Patriot PXD m.2 PCIe kann überzeugen! Tatsächlich liegt sie mit knapp 300 MB/s kumuliert etwa 65 % vor der Samsung SSD 860 QVO und nur 9 % hinter der erstklassigen 860 EVO. Während sie sich in den Spielebenchmarks zwar der Seagate BarraCuda Fast geschlagen geben muss, kann sie insgesamt jedoch gut 20% bessere Ergebnisse erzielen.


Weiter geht es mit den Anwendungen von Adobe und Microsoft.

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe After Effects

MB/s
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Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Indesign

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Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Illustrator

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Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Photoshop (light)

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Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Photoshop (heavy)

MB/s
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Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Powerpoint

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Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Excel

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Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Word

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Von der Gesamtwertung ein wenig vorweg genommen, kann die Patriot PXD m.2 PCIe auch in den Einzeldisziplinen von Adobe und Microsoft überzeugen. Teilweise reicht es sogar für Platz 2 unseres (verkürzten) Rankings, beeindruckend natürlich gerade das Photoshop-Profil (heavy) mit mehr als 600 MB/s - also dem theoretischen SATA-Maximum.


Der PCMark 8 „Expanded Storage"-Test besteht aus zwei Teilen, dem „Consistency test" und dem „Adaptivity test". Letzterer prüft, wie gut sich ein Storage-System an eine bestimmte Last anpassen kann. Für uns interessanter ist der erste Test, der den Performanceverlust eines Speichersystems messen soll. Früher haben wir für diesen Zweck eine Kombination von HDTach und Iometer eingesetzt: Zuerst wurde die sequenzielle Performance im Neuzustand gemessen, dann das Laufwerk mit Iometer extrem stark beansprucht und anschließend wieder die Performance gemessen. Die Performance vieler Laufwerke ist dabei nicht selten um 50 % und mehr eingebrochen. Dieses Vorgehen erlaubt eine Aussage über den Worst Case.

Das Vorgehen von PCMark 8 ist deutlich näher am Alltag: In der ersten Phase wird das Laufwerk zweimal komplett gefüllt, wobei der zweite Durchlauf sicherstellen soll, dass auch der dem Nutzer nicht zugängliche Speicher gefüllt wird. In der zweiten Phase (Degrade) wird das Laufwerk insgesamt achtmal hintereinander mit zufälligen Schreibzugriffen belastet, wobei der erste Durchgang 10 Minuten dauert und jeder weitere Durchlauf fünf Minuten länger. Nach jedem Durchgang wird die Performance gemessen. In der dritten Phase (Steady state) finden fünf weitere Durchläufe mit jeweils 45 Minuten Schreibdauer statt, auch hier wird die Performance gemessen. In der letzten Phase (Recovery) wird nach einer Leerlaufzeit von fünf Minuten die Performance gemessen. Diese Messung wird inklusive der Leerlaufzeit fünfmal wiederholt und soll dem Laufwerk die Möglichkeit geben, sich zu regenerieren.

Die beiden folgenden Diagramme zeigen, wie lange unterschiedliche Laufwerke in den verschiedenen Phasen durchschnittlich brauchen, um einen Lese- oder Schreibzugriff zu beantworten. Hierbei beschränken wir uns auf den größten Teil des Trace-Benchmarks, nämlich das Profil „Photoshop Heavy", bei welchem 468 MB gelesen und 5.640 MB geschrieben werden. Sowohl dieser als auch die vorherigen Tests mit AS SSD und Iometer haben ihre Daseinsberechtigung, für den Alltag relevanter sollten allerdings diese Ergebnisse sein.

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Wie bereits erwähnt, können vor allem lange Latenzen zum Flaschenhals einer externen SSD werden. Der Umweg über USB kann hier wertvolle Millisekunden dauern, was einen Effekt auf die Alltagsleistung als System- oder Anwendungsdatenträger haben kann. Als reiner externer Datenspeicher für Back-ups oder um Daten von A nach B zu transportieren, hat dies selbstverständlich keine Auswirkungen auf die Nutzbarkeit. 

Tatsächlich sehen wir in unserem Belastungstest, dass die Patriot PXD m.2 PCIe etwas höhere Latenzen bietet als unsere interne Vergleichskonkurrenz - QLC wie gewohnt ausgenommen. Doch auch die Seagate BarraCuda Fast SSD kann über die gesamte Testperiode einen Tick schneller reagieren, was letztlich auch zu höheren Transferraten führt. 


Datenträger wie die Patriot PXD m.2 PCIe Type-C External SSD in einem Fazit zusammenzufassen, geht meist mit der Redewendung "kommt darauf an" einher. Denn letztlich kommt es bei einem Allrounder tatsächlich darauf an, was man damit macht. Klammern wir die schwachen Benchmarks des iometer an dieser Stelle aus, handelt es sich bei unserem Testkandidaten um eine generell sehr schnelle SSD, die in einigen praxisnahen Anwendungen und Tätigkeiten durchaus rennomierte interne SSDs überholt. Sequenzielle Transferraten, ein vergleichsweise groß dimensionierter maximaler SLC-Cache und vor allem eine starke Kopiergeschwindigkeit gehören sicherlich zu den Stärken der PXD m.2 PCIe Type-C External SSD.

Auch in den Anwendungsbenchmarks konnte uns der Massenspeicher überzeugen. Dies dürfte auch Konsolenbesitzer freuen, die nach einer Möglichkeit suchen, ihren internen Speicher zu erweitern. Ebenso dürften hier User von Notebooks und Tablets mit fest verbauten Datenträgern von einer hohen Alltagsleistung profitieren.

Dem entgegen stehen durchschnittliche Ergebnisse aus unserem Belastungstest. Vor allem dass beispielsweise die Seagate BarraCuda Fast SSD geringere Latenzen aufweist, trübt ein wenig den Gesamteindruck. Ob das allerdings für Interessenten eine Rolle spielt, ist ein weiterer Fall von "kommt darauf an".

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Abseits der inneren Werte kann uns die Patriot PXD m.2 PCIe Type-C External SSD in jedem Fall überzeugen. Das Gehäuse wirkt hochwertig verarbeitet, ist dabei jedoch noch kompakt und mit 35g auch sehr leicht. Durch die Möglichkeit, die SSD unabhängig ihrer korrekten Bezeichnung auch mit USB-A zu verwenden, ergibt sich hier ein attraktiver, nützlicher Massenspeicher, der in der Tasche oder auf dem Schreibtisch eine gute Figur macht.

Sollten sich die ersten Einträge im Preisvergleich bestätigen, wird das 1-TB-Modell einen Straßenpreis von etwa 180 Euro besitzen. Damit läge die Patriot PXD etwa 30 Euro über der Seagate BarraCuda Fast SSD, bietet jedoch auch je nach Anwendung eine (deutlich) höhere Leistung. Wir zücken daher gerne unseren Preis/Leistungs-Award.

Positive Aspekte der Patriot PXD m.2 PCIe Type-C External SSD

Negative Asprekte der Patriot PXD m.2 PCIe Type-C External SSD