Seite 2: Die Patriot PXD m.2 PCIe im Detail

Zugegeben hätte dieses Review bereits zur offiziellen Vorstellung der SSD Ende April geschrieben und veröffentlicht werden sollen. Dies war allerdings nicht möglich. Unser Testexemplar hatte zwar eine hohe Alltagstauglichkeit, Dateien konnten schnell geschrieben und gelesen werden - allerdings konnte kein Benchmark abgeschlossen werden. So zeigten die Benchmarks und auch der Taskmanager eine Übertragungsrate von Null MB/s an, gleichzeitig aber eine hundertprozentige Auslastung. Erst nach Trennen des Laufwerks oder einem Neustart konnte die SSD wieder verwendet werden. Nach Rücksprache mit Patriot konnte das Problem mit verschiedenen USB-Controllern nachgestellt werden, sodass der Speicherspezialist gezwungen war, eine angepasste Firmware zu entwickeln. Dies ist zwischenzeitlich erfolgt und unser neues Testexemplar konnte unseren Testparcours wie gewohnt durchlaufen - mit einer Ausnahme. 

Leider verzichtete Patriot bei der PXD m.2 PCIe Type-C External SSD auf einen Temperatursensor. Damit verbunden war es uns leider nicht möglich, ein temperaturbedingtes Drosseln zu überprüfen. Da wir allerdings in unseren Tests auf keine darauf zurückzuführenden Probleme stießen und auch da die SSD über ihr Aluminiumgehäuse leicht Wärme abgeben kann, vermuten wir hier keine Einschränkungen.

Unser erster Detailblick widmet sich daher der Cache-Performance, da wir bei der Patriot PXD m.2 PCIe Type-C External SSD wie für NVMe-SSDs üblich einen SLC-Cache für die hohen Schreibtransferraten vermuten. Diesen Verdacht konnten wir bestätigen, nach gut 30s und damit etwa 25 GB fällt die hohe Schreibleistung tatsächlich deutlich ab. Damit bietet die PXD eine deutlich höhere SLC-Cache-Performance als beispielsweise die PNY Pro Elite, die ihre maximale Leistung nur für wenige Augenblicke halten konnte. Auch die anschließende Performance mit immerhin etwa 250 MB/s kann sich vergleichsweise sehen lassen.

Stichwort "sehen lassen": als externe SSD gilt selbstverständlich auch der Optik und Verarbeitung ein besonderes Augenmerk. Hier kann die Patriot PXD m.2 PCIe durchaus auch überzeugen. Langjährigen Usern dürfte die SSD im ersten Moment als etwas großer, klassischer USB-Stick vorkommen, doch der Eindruck täuscht natürlich. Das Aluminiumgehäuse mit schlichtem Aufdruck weiß zu gefallen, insgesamt fühlt sich das Laufwerk sehr hochwertig an. Auch die Kunststoffabdeckungen an den beiden Enden fügen sich nahtlos ein, Spaltmaße können nur mit dem Fingernagel erfühlt werden. Die grau-blaue Farbgebung mag sicherlich Geschmackssache sein, wird auf den meisten Schreibtischen jedoch kaum negativ auffallen.

Leider scheint es mittlerweile bei (externen) SSDs üblich zu sein, dass die Hersteller nur wenige technische Detailinformationen preisgeben. Zwar bewirbt Patriot bei der PXD m.2 PCIe Type-C External SSD den verbauten Phison-Controller PS5013-E13T, jedoch fehlen Hinweise zu den eingesetzten NANDs sowie eine TBW-Angabe völlig. Da das Gehäuse offenbar verklebt wurde und daher keine Möglichkeit bietet, an das Innere zu kommen ohne das Äußere zu zerstören, können wir an dieser Stelle dazu auch keine weiteren Informationen geben.