Externe SSD mit USB 3.2 Gen2x2: Western Digital WD_Black P50 2 TB im Test

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western digital black p50 ssd 04 logoFür Anwender mit hohen Anforderungen bietet Western Digital die WD_Black-Laufwerksserie an, aus der wir uns die externe SSD P50 Game Drive mit 2-TB-Speicherkapazität mit offizieller USB-3.2-Gen2x2-Unterstützung geschnappt haben. Ob wir Daten wirklich mit bis zu 20 GBit/s verschieben können, klären wir in diesem Test.

Western Digital hat die WD_Black-Serie im August 2019 angekündigt, möchte in erster Linie Gamer ansprechen und beschränkt sich dabei nicht nur auf den PC-Sektor, sondern auch auf das Konsolen-Segment, wie Sonys PlayStation 4 (Pro) und Microsofts XBox One (S), um die Spiele extern auslagern zu können. Nichtsdestotrotz können sämtliche Laufwerke natürlich auch einfach dazu verwendet werden, diverse Daten (schnell) zu sichern und/oder zu transportieren. Dabei gibt es die WD_Black-Serie als klassische externe HDDs im 3,5- und 2,5-Zoll-Format (D10 und P10) mit USB-3.2-Gen1-Schnittstelle, als Standalone-M.2-NVMe-SSD (SN750) (Hardwareluxx-Test) mit oder ohne Passivkühler und auch als externe SSD, wie der uns vorliegenden P50.

Neben der 2-TB-Version gibt es zwei weitere Varianten mit 1-TB- und 500-GB-Speicherkapazität, sodass der Anwender die für sich passende Größe und den Preisbereich auswählen kann. Los geht es ab 150 Euro für 500 GB und 1 TB für 243 Euro. Wer sich für die 2-TB-Version entscheidet, muss jedoch mindestens 410 Euro berappen. Alle drei Versionen bringen die offizielle Unterstützung für USB 3.2 Gen2x2 mit, sodass Übertragungsraten bis 20 GBit/s möglich sind.

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Anders, als es bei anderen externen Datenträgern häufig der Fall ist, bietet Western Digital beim WD_Black P50 Game Drive keine zusätzliche Software an. Somit wirbt das Unternehmen auch nicht mit einer AES-Verschlüsselung, was aufgrund der Zielgruppe jedoch verständlich ist. Dank der NVMe-SSD im Inneren ist der Datenträger jedoch äußerst robust und auch stoßfest.


Technische Daten
HerstellerWestern Digital
ProduktWD_Black P50 Game Drive
Kapazität2 TB (auch mit 1 TB und 500 GB erhältlich)
Preisab 410 Euro
Größe118 x 62 x 14 mm
Gewicht58 g
MaterialAluminium, Polycarbonat
SchnittstelleUSB 3.2 Gen2x2 Typ-C (20 GBit/s)
Unterstützte Betriebssysteme
Windows ab Version 8.1 oder Mac OS X ab Version 10.11, PlayStation 4 (Pro) mit Firmware ab Version 4.50, XBox One
Betriebstemperatur0 ℃ - 70 ℃
Garantie5 Jahre
Geschwindigkeit Lesen / Schreiben
2.000 / 2.000 MB/s

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Neben der externen SSD befinden sich in der Verpackung ein USB-Typ-A-auf-Typ-C- sowie ein USB-Typ-C-auf-Typ-C-Kabel mit jeweils 32 cm Länge und auch eine Kurzanleitung. Dank der beiden Kabel kann der Anwender die externe SSD nicht nur an modernen und schnellen Typ-C-, sondern auch an Typ-A-Anschlüssen verwenden, die mit der USB-3.2-Gen1- oder Gen2-Spezifikation ans Werk gehen.

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Das Gehäuse des WD_Black P50 Game Drive wurde mit den kompakten Abmessungen von 118 x 62 x 14 mm versehen. Während die Oberseite aus Aluminium besteht, hat sich Western Digital bei der Rückseite für hochwertiges Polycarbonat mit Lüftungsschlitzen entschieden. Insgesamt weiß die Haptik zu gefallen und das externe Laufwerk hinterlässt einen sehr guten Eindruck.

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Die SSD selbst wird natürlich per Typ-C-Stecker angeschlossen. Links davon ist auf der Ober- und Unterseite eine Aktivitäts-LED angebracht.

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Da wir das Sample behalten dürfen und für kommende Mainboard-Tests zum Einsatz kommt, haben wir das Gehäuse geöffnet. Dazu müssen zunächst die vier Schrauben entfernt werden. Das Gehäuse wurde zusätzlich verklebt, sodass wir mithilfe eines kleinen Schlitz-Schraubendrehers minimal Gewalt anwenden mussten. Über dem Modul kümmert sich ein flacher Kühlkörper um die Abwärme der NVMe-SSD, der durch drei Schrauben fixiert wurde.

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Der Aufbau selbst ist simpel erklärt: Auf dem PCB wurde der USB-Bridge-Chip und die M.2-M-Key-Schnittstelle selbst angebracht. Unter der Schutzfolie werkelt die WD_Black SN750 selbst, allerdings mit angepasster Firmware. Intern ist die SSD mit PCIe 3.0 x4 angebunden und für die hohen Datenraten von bis zu 20 GBit/s zuständig.


Testsystem

Um die Bandbreite der USB-3.2-Gen2x2-Spezifikation zu überprüfen, ist natürlich ein Unterbau nötig, welcher die entsprechende Schnittstelle zur Verfügung stellt. Die Wahl fiel auf das ASUS ROG Zenith II Extreme Alpha (Hardwareluxx-Kurztest) mit dem AMD Ryzen Threadripper 3960X (Hardwareluxx-Test). ASMedias ASM3242-Controller kümmert sich um die USB-3.2-Gen2x2-Anbindung.

Technische Daten des Testsystems

Prozessor
AMD Ryzen Threadripper 3960X
MainboardASUS ROG Zenith II Extreme Alpha
Arbeitsspeicher4x 8 GB DDR4-3600 G.Skill Trident Z Neo (F4-3600C16Q-32GTZN) - @ 3.200 MHz
NetzteilSeasonic Prime Titanium 1.200W Netzteil
USB-Controller
ASMedia ASM3242

Als Betriebssystem haben wir Windows 10 Pro (64-Bit) in der Version 1909 mit aktuellen Updates verwendet.

Benchmarks

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Während laut Crystal Disk Mark die 2-GB/s-Marke sowohl im Lesen als auch im Schreiben leicht überschritten wird, liegen die sequenziellen Datenraten mit dem AS-SSD- und ATTO-Disk-Benchmark etwas unterhalb davon, aber immer noch im sehr hohen Bereich. ASMedias ASM3242-Controller und auch die WD_Black P50 leisten einen sehr guten Job, denn die versprochenen Datenraten werden (auch bei größeren Datenmengen) erreicht und gehalten.

Anzumerken ist jedoch, dass die hohe Leistung von etwa 2 GB/s beim Lesen und Schreiben nur mit einem Typ-C-Anschluss an einem USB-3.2-Gen2x2-Controller erreicht werden kann. Wird das Laufwerk an einem USB-3.2-Gen2-Port angeklemmt, wird die Leistung entsprechend auf zirka 1 GB/s und mit USB 3.2 Gen1 auf etwa 500 MB/s limitiert. Genau für diesen Fall legt Western Digital auch ein USB-Typ-C-zu-Typ-A-Kabel mit bei.


Mit der WD_Black SN750 (Hardwareluxx-Test) bietet Western Digital bereits eine schnelle NVMe-SSD für anspruchsvolle Anwender an und da ist es nur konsequent, dass der Hersteller ein schnelles Modul auch in ein externes Gehäuse einbaut und es gleich mit der aktuell schnellsten USB-Schnittstelle ausstattet. Durch den Typ-C-Anschluss mit USB-3.2-Gen2x2-Anbindung kann das WD_Black P50 Game Drive Daten mit bis zu 20 GBit/s oder auch 2 GB/s schieben, ist jedoch natürlich auch abwärtskompatibel zum USB-3.2-Gen1- und Gen2-Standard. Generell möchte Western Digital nicht nur PC-Nutzer, sondern auch Besitzer von aktuellen Konsolen ansprechen, um ihre Spiele extern auslagern zu können.

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Und in der Praxis zeigte sich die externe SSD von ihrer besten Seite. Zumindest in Verbindung mit Crystal Disk Mark wurde die 2-GB/s-Schwelle sogar leicht überschritten, mit dem AS-SSD- und ATTO-Disk-Benchmark wurden sehr hohe Datenrate von über 1,8 GB/s ermittelt. Positiv anzumerken ist auch, dass die Temperatur in unserem Fall kein Problem darstellte und sich bei 50 °C einpendelte. 

Western Digital bietet das WD_Black P50 Game Drive in drei Speicherkapazitäten an. Neben der uns vorliegenden 2-TB-Version für einen Anschaffungspreis ab 410 Euro gibt es außerdem eine Variante mit 1 TB ab 243 Euro und 500 GB ab 142 Euro. Verglichen mit den Preisen der Standalone-NVMe-SSDs der WD_Black-SN750-Serie liegen die Preise der externen Variante jeweils ein gutes Stück oberhalb davon. Wenn man Thunderbolt 3.0 (40 GBit/s) ausblendet, ist die Western Digital WD_Black P50 neben der Seagate-FireCuda-Gaming-SSD-Reihe das derzeit schnellste externe Laufwerk mit USB-Standard.

Positive Aspekte des Western Digital WD_Black P50 Game Drive 2 TB:

Negative Aspekte des Western Digital WD_Black P50 Game Drive 2 TB:


Preise und Verfügbarkeit
Western Digital WD_Black P50 Game Drive 2 TB
Nicht verfügbar 408,00 Euro Ab 374,89 EUR