GoodRAM Iridium Pro und Ultimate im Kurztest - SSDs aus Europa

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goodram iridium ultimate teaserDer polnische Speicherspezialist GoodRAM möchte den Markt für Speicherlösungen aufmischen. Mit der Iridium Ultimate versucht der Hersteller jetzt auch im aktuell sehr hart umkämpften M.2-Bereich mit zu mischen. Die neue GoodRAM die Iridium Ultimate soll sich gegen die etablierte Konkurrenz behaupten. Den normalen SATA-Bereich bedient GoodRAM mit der erprobten Iridium Pro. Wir haben beide Modelle auf den Prüfstand gestellt und klären, ob sich die Platzhirsche warm anziehen müssen.

In diesem Doppel-Test wird zu einem die GoodRAM Iridium Pro 250GB sowie für M.2 die GoodRAM Iridium Ultimate 250GB auf den Prüfstand geschickt. Die GoodRAM Iridium Ultimate stellt das aktuelle Top-Modell dar. Sie besitzt einen Phison PS5007-E7 Controller, einen Cache sowie vier jeweils 64 GB große Speicherbausteine. Ansonsten findet man keine Auffälligkeiten an der SSD, weder optisch noch technisch. Eines ist aber klar: GoodRAM setzt auf einen etablierten Controller, denn der Phison PS5007-E7 kommt unter anderem auf der SanDisk X400 sowie der Mushkin Hyperion zum Einsatz.

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Bei der GoodRAM Iridium Pro schweigt sich der Hersteller zu den genauen Spezifikationen aus. Jedoch ist ein Phison S10-Controller samt einem 256MB fassenden DDR3-Cache verbaut. Diese Lösung kommt beispielsweise auch in der Kingston UV300-Serie zum Einsatz. 

Während die GoodRAM Iridium Ultimate erst im Januar offiziell auf den Markt kommen wird, ist die GoodRAM Iridium Pro im 2,5-Zoll-Gehäuse bereits seit einiger Zeit verfügbar. Die 240 GB fassende schlägt aktuell mit einem Preis von rund 100 Euro zu Buche.

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Hersteller und
Bezeichnung
GoodRAM Iridium ProGoodRAM Iridium Ultima
UVP 110 Euro (240 GB)
165 Euro (480 GB)
369 Euro (960 GB)
Erscheint im Januar
Homepage www.goodram.com www.goodram.com
Technische Daten    
Formfaktor 2,5 Zoll M.2 (2280)
Interface SATA PCIe 3.0 x4
Protokoll AHCI NVMe
Kapazität (lt. Hersteller) 240 GiB 240 GiB
Kapazität (formatiert) 223 GiB 223,57 GiB
Verfügbare Kapazitäten 240, 480, 960 GB 120, 240, 480 GB
Cache 256 MB DDR3L 256 MB DDR3L
Controller Phison PS3110-S10 Phison PS5007-E7
Chipart Toshiba A19 MLC NAND SanDisk FA79G5LAUA MLC NAND
Lesen (lt. Hersteller) 560 MB/s 2.900 MB/s
Schreiben (lt. Hersteller) 530 MB/s 1.390 MB/s
     
Herstellergarantie 5 Jahre 5 Jahre

Die GoodRAM Iridium Ultimate im Detail

Die GoodRAM Iridium Ultimate stellt die Speerspitze des Anbieters dar. Der Hersteller setzt auf ein schwarzes PCB, das wenig überraschend keine besonderen Auffälligkeiten bietet – hier setzt sich die Konkurrenz aber auch nicht wirklich ab. Der auf der Oberseite aufgebrachte Aufkleber erfüllt nur einen Werbezweck und dient nicht der Kühlung, was bei den sehr heiß laufenden M.2-Speichern schnell Throtteling bewirken kann. Hier sollte man also die Temperaturen im Auge behalten und im Fall der Fälle den Luftstrom so richten, dass das kleine Modul mit etwas Frischluft versorgt wird.

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Dem M.2-Standard folgend ist die SSD von zwei Seiten mit Bauteilen bestückt: Auf der Vorderseite findet man den Controller nebst zwei Speicherbausteinen sowie den Cache, auf der Rückseite findet man lediglich zwei Speicherbausteine. 

Die Rückseite gibt sich sehr sparsam: Bis auf zwei weitere Speicherbausteine findet sich dort nichts. Apropos Speicherbausteine: Zu den DA79G5LAUA genannten Speichern findet sich bis auf den Hinweis auf MLC-Technik keine Information. Mit 80 x 22 x 3,8 mm liegt die Iridium Ultimate perfekt im Gerätestandard für M.2-SSDs.

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Für den Test wurde die GoodRAM Iridium Ultimate auf einen Kyro M.2-Adapter gesteckt, damit das ASUS Rampage IV Forumla auch mit der SSD arbeiten kann. Die SSD passte ohne Probleme auf den Kyro M.2-Adapter. Im Retail-Markt wird GoodRAM einen AIC-Adapter beilegen.

Die GoodRAM Iridium Pro im Detail

Auf der Verpackung der Iridium Pro gibt es lediglich das Firmenlogo, den Schriftzug der SSD sowie einige Herstellerangaben zur SSD. Die GoodRAM Iridium Pro selbst ist in einem dünnen Kunststoffteil innerhalb des Kartons verstaut. Als einzige Beigabe zur SSD ist ein Plastikrahmen zu nennen der die SSD von 7,5mm auf 9,5mm erhöht. So können Komplikationen beim Einbau vermieden werden und man ist für alle Eventualitäten gerüstet.

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Die GoodRAM Iridium Pro gibt sich dagegen sehr schlicht: Ein dezentes Schwarzes Metallgehäuse mit dem Firmenlogo sowie dem Iridum Pro-Schriftzug zieren das Gehäuse, ansonsten gibt es keine Auffälligkeiten. Lediglich der vom Hersteller unauffällig auf der Unterseite angebrachte Aufkleber wäre noch zu nennen


Testsystem und Methodik

Hardware

Asus Rampage IV Formula

Software

Anmerkungen

Sofern nicht anders angegeben, werden alle Laufwerke an einem SATA-6 Gb/s-Port des X79-Chipsatzes getestet. Um zufällige Schwankungen bei den Messungen zu minimieren, wurden im BIOS SpeedStep, sämtliche C-States sowie der Turbo-Modus deaktiviert. Außerdem wurde LPM (Link Power Management) deaktiviert. Wie eingangs bereits erwähnt wurde die GoodRAM Iridium Ultimate in einem Kyro M.2-Adapter eingebaut. 

Benchmarks GoodRAM Iridium Ultimate

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Die GoodRAM Iridium Ultimate erzielt, wie es auch zu erwarten war, sehr gute Ergebnisse. Entsprechend kann sich gut im oberen Drittel positionieren. Auch hier konnte während des Tests keine Ungereimtheit festgestellt werden. Zu beachten ist aber auch hier das es sich bei der verwendeten Firmware um eine Vorserien-Firmware handelt und die Ergebnisse unter umständen noch besser ausfallen können.

Keine Überraschungen gab es beim ATTO-Test. Die maximale Leistung wird aber Datengrößen von 1 MB erreicht, aber bereits ab 64 KB großen Dateien kann die Iridium Ultimate mit einer sehr guten Performance aufwarten.

Benchmarks GoodRAM Iridium Pro

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Im AS SSD Benchmark kann sich die GoodRAM Iridium Pro gut im Mittelfeld platzieren. Hier kann man auch gut sehen, dass sich der von GoodRAM und einigen anderen Herstellern verwendete Phison P3110-S10 Controller keine Blöße gibt. Grobe Ausreißer oder andere Anomalien gab es während des Tests der GoodRAM Iridium Pro nicht.

Keine Überraschungen gibt es auch hier beim ATTO-Benchmark. Dort werden Ergebnisse geliefert, die so zu erwarten waren.


GoodRAM, als einer der noch unbekannten Hersteller hier im Land, hat sich mit der Iridium Ultimate sehr gut platziert. Günstigere M.2-SSDs werden von der Iridium Ultimate deutlich geschlagen, kann die M.2-SSD mit den teuren High-End-Modelle der etablierten Hersteller in einigen Disziplinen konkurrieren. Das gleiche Bild zeigt auch die GoodRAM Iridium Pro. Die Temperaturen blieben im Test Dank des Kyro M.2 immer im grünen Bereich, jedoch war es selbst ohne Kühler nie ein Problem da die Iridium Ultimate immer im Luftstrom des Gehäuses stand. Es empfiehlt sich, genauso wie bei allen anderen M.2-SSDs, auf einen Kühlkörper zu setzen. Temperaturtechnisch hat man bei der GoodRAM Iridium Pro natürlich keine Probleme. Während des Tests konnten bei beiden SSDs keine Temperaturprobleme (mit und ohne Kühler) festgestellt werden.

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Sehr schön ist es in jedem Fall, dass ein in Europa befindlicher Hersteller auf den Markt drängt, der unter anderem für fast alle seiner Komponenten 5 Jahre Garantie anbietet, außerdem können Konsumenten von mehr Wettbewerb nur profitieren. Die Benchmark-Ergebnisse können sich sehen lassen, andersrum gibt es hier aber kaum besondere Überraschungen bei beiden hier vorgestellten SSDs. 

Mit einem Preis von rund 100 Euro ist die GoodRAM Iridium Pro in der Kategorie der vergleichbaren SSDs etwas zu teuer. Die erprobte Samsung SSD 850 Evo ist beispielsweise noch etwas günstiger. Man sollte sich jedoch immer vor Augen halten das GoodRAM mit Sitzt in Polen (Kürzere Wege bei Garantiefällen) und 5 Jahren Garantie einige andere Vorteile bietet als nur den Preis.

Positive Aspekte der GoodRAM Iridium Ultimate:

Negative Aspekte der GoodRAM Iridium Ultimate:

 

Positive Aspekte der GoodRAM Iridium Pro:

Negative Aspekte der GoodRAM Iridium Pro: