OCZ Trion 150 SSD mit 240 GB im Test

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teaserLetztes Jahr hat OCZ mit der Trion 100 eine SSD auf TLC-Basis für preisbewusste Käufer auf den Markt gebracht. Nach etwas über einem halben Jahr erfährt die Trion nun ein Update in Form der OCZ Trion 150, bei der weiterhin TLC-Speicher von Toshiba zum Einsatz kommt, der jetzt allerdings in 15 nm gefertigt wird. Nach wie vor soll die OCZ Trion keine Geschwindigkeitsrekorde brechen, sondern ein möglichst gutes Preis-/Leistungsverhältnis bieten. Wie gut das gelingt, untersuchen wir in diesem Artikel.

Seit OCZ von Toshiba übernommen wurde, hat der Hersteller viele neue SSDs auf den Markt gebracht und aus Fehlern, die man vor der Übernahme durch Toshiba gemacht hat, gelernt. Die Qualität der OCZ-SSDs ist gestiegen, was nicht zuletzt an einer sichergestellten Versorgung mit Flashspeicher liegt. Musste OCZ früher darauf hoffen, von anderen Herstellern mit hochwertigem Speicher zu günstigen Preisen beliefert zu werden, kann man nun auf die Produktion von Toshiba zurückgreifen. Mit der OCZ Trion 100 manifestierte sich die Zusammenarbeit auch auf Controller-Ebene, der Austausch des geistigen Eigentums beider Firmen mündet in dem sogenannten Toshiba Alishan-Controller, den wir erstmals in der OCZ Trion 100 gesehen haben und nun auch in der OCZ Trion 150 wiederfinden.

Die OCZ Trion 150: Ein gutes Angebot für Einsteiger?

Die wesentliche Neuerung der OCZ Trion 150 ist der Eingangs bereits erwähnte 15-nm-TLC-Speicher, bei der Trion 100 kam noch 19-nm-Speicher zum Einsatz. Eine kleinere Strukturgröße hat dabei mehrere Auswirkungen: Zum einen sinken die Kosten, zum anderen meistens auch die Performance. Was die Performance angeht, verspricht OCZ bei der Trion 150 allerdings mindestens die gleiche Leistung wie beim Vorgänger – durch Optimierungen bei der Firmware ist es durchaus möglich, eine niedrigere Rohleistung des NAND-Speichers auszugleichen.

Die technischen Daten tabellarisch zusammengefasst:

Hersteller und
Bezeichnung
OCZ Trion 150 240 GB
Straßenpreis ab 70,70 Euro
Homepage www.ocz.com
Technische Daten  
Formfaktor 2,5 Zoll
Interface SATA
Protokoll AHCI
Firmware SAFZ12.2
Kapazität (lt. Hersteller) 240 GB
Kapazität (formatiert) 224 GiB
Verfügbare Kapazitäten 120, 240, 480, 960 GB
Cache 256 MB DDR3
Controller Toshiba Alishan (TC58NC1000GSB-00)
Chipart TLC Toggle (Toshiba, 15 nm)
Lesen (lt. Hersteller) 550 MB/s
Schreiben (lt. Hersteller) 520 MB/s
   
Herstellergarantie Drei Jahre (inkl. Vorabtausch)
Lieferumfang -

Wie alle Laufwerke von OCZ ist auch die Trion 150 mit einer dreijährigen sogenannten ShieldPlus-Garantie ausgestattet. Unter diesem Begriff versteht OCZ eine kundenfreundliche Garantieabwicklung, bei der ein Austausch eines defekten Laufwerks nur anhand der Seriennummer möglich ist – praktisch, wenn man die Rechnung nicht mehr findet. Ebenfalls erhält man das neue Laufwerk im Vorabtausch, sodass man nicht erst warten muss, bis das defekte Laufwerk bei OCZ eingetroffen ist.

Stabil: Die OCZ Trion 150 SSD besitzt ein Metallgehäuse.

Die SSD selbst besitzt ein stabiles, 7 mm hohes Metallgehäuse, das nicht durch Schrauben, sondern durch Widerhaken zusammengehalten wird. Das Öffnen des Gehäuses erfordert daher einige Geduld, doch können wir im Folgenden schließlich die Platine der OCZ Trion 150 betrachten.

Der Controller (rechts) kann den Speicher über vier Kanäle ansprechen.

Die Vorderseite ist mit DRAM-Cache (rechts oben), Controller und insgesamt acht Speicherbausteinen bestückt. Auf der Rückseite befinden sich weitere acht Speicherbausteine, auch können wir rechts unten einen Platz erkennen, an dem ein weiterer Cache-Baustein eingelötet werden könnte. Der DRAM-Cache ist bei der OCZ Trion 150 auch die einzige Komponente, die nicht von OCZ bzw. Toshiba stammt.

Aus einer Hand: Controller und Speicher kommen von Toshiba.

TLC-Speicher mit so einer kleinen Strukturgröße hat vor allem ein Problem beim Schreiben von Daten, weswegen OCZ auch bei der Trion 150 auf einen SLC-Cache setzt. Dieser ist im Vergleich zu den Mainstream- und Highend-Modellen allerdings nur wenige Gigabyte groß (im Gegensatz zu bis zu 50 GB bei der OCZ Vertex 180). Schreibt man die OCZ Trion 150 ohne Unterbrechung voll, kann man die Auswirkung des SLC-Caches wie immer sehr gut beobachten: Angefangen bei einer Schreibrate von 450 MB/s bricht diese bereits nach wenigen Gigabyte geschriebenen Daten auf ca. 170 MB/s ein und bleibt schließlich auf diesem Niveau. Im Alltag fällt dieser Unterschied nicht so extrem aus, da die SSD in Leerlaufphasen natürlich immer wieder die Möglichkeit hat, den Cache zu leeren.


asrock-z97-extreme6

Hardware

Software

Anmerkungen

Sofern nicht anders angegeben, werden alle Laufwerke an einem SATA-6 Gb/s-Port des Z97-Chipsatzes getestet. Um zufällige Schwankungen bei den Messungen zu minimieren, wurden im BIOS SpeedStep, sämtliche C-States sowie der Turbo-Modus deaktiviert. Außerdem wurde LPM (Link Power Management) deaktiviert.


Iometer ist ein recht universeller Benchmark, mit dessen Hilfe sich die Rohleistung eines Laufwerks mit nahezu allen erdenklichen Zugriffsmustern untersuchen lässt. In der aktuellen Version ist außerdem die Möglichkeit hinzugekommen, das Datenmuster auszuwählen. Von besonderem Interesse sind hier die Optionen „Repeating bytes“ und „Full random“. Die erste Option erzeugt immer die gleichen Datenmuster, sodass ein Controller diese Daten stark komprimieren kann. Das machen bei weitem nicht alle Controller, manche (z.B. SandForce) besitzen allerdings eine transparente Kompression und erreichen so, stark abhängig vom Datenmuster, eine höhere oder niedrigere Datenübertragungsrate. Die zweite Option erzeugt einen 16 MB großen Puffer mit Daten hoher Entropie, sodass eine Kompression sehr schwer (allerdings nicht komplett unmöglich) wird. Controller, die komprimieren, werden daher mit beiden Datenmustern getestet und die Ergebnisse mit der Einstellung „Full random“ entsprechend gekennzeichnet. Die Standardeinstellung ist „Repeating bytes“, so werden meistens auch die Herstellerangaben ermittelt.

Während die minimale Anfragetiefe (auch Queue Depth, kurz QD) von eins typisch für ein Desktopsystem ist (sie kann auch geringfügig höher sein, befindet sich jedoch meistens deutlich im einstelligen Bereich), zeigt der Test mit QD 32 das Maximum dessen, wozu die SSD imstande ist. Derart hohe Anfragetiefen erreicht man unter normalen Umständen allerdings nur in Mehrbenutzer- bzw. Serverumgebungen.

Der 4K-Test wird über einen Bereich von acht Millionen logischen Sektoren (512 Byte) durchgeführt, der sequenzielle Test findet über die komplette Kapazität des Laufwerks statt.

Iometer

4K lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K lesen (QD 3)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 3)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K lesen (QD 32)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 32)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

Sequenziell lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

Sequenziell schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Die OCZ Trion 150 ist bei den meisten Tests so schnell wie der Vorgänger, in einzelnen Tests allerdings marginal besser.


Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Es werden komplett inkompressible Daten verwendet, sodass dieser Benchmark für komprimierende Controller praktisch ein Worst-Case-Szenario darstellt. Sequenzieller- und 4K-Test finden bei einer Queue Depth von eins statt. Für Desktopsysteme ist auch hier wieder der 4K-Test mit QD 1 am wichtigsten, wohingegen der Test mit QD 64 wieder das Maximum (mit aktiviertem NCQ) zeigt.

AS SSD Benchmark

4K lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K lesen (QD 64)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K schreiben (QD 64)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Sequenziell lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Sequenziell schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Im Gegensatz zu Iometer hat die OCZ Trion 150 beim AS SSD Benchmark im Vergleich zum Vorgänger teilweise sehr deutlich zugelegt.


Der Kopierbenchmark gibt Aufschluss darüber, wie schnell innerhalb des Laufwerks Daten kopiert werden können. Die verwendeten Muster entsprechen typischen Szenarien: ISO (zwei große Dateien), Programm (viele kleine Dateien), Spiel (große und kleine Dateien gemischt).

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Iso

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Programm

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Spiel

MB/s
Mehr ist besser

Manche Kopiervorgänge erledigt die OCZ Trion 150 etwas schneller als der Vorgänger.


Synthetische Benchmarks geben jeweils nur extreme Anwendungsfälle wieder. Bei der alltäglichen Nutzung eines Systems fallen sehr viele unterschiedliche Zugriffsmuster an, von sehr kleinen Blöcken bis hin zu großen sequenziellen Transfers. Ein Trace-Benchmark gibt genau diese Zugriffsmuster wieder, die zuvor während der Nutzung eines Systems aufgezeichnet wurden. PCMark 8 verwendet die Zugriffsmuster mehrerer Anwendungen, wobei sich auch die jeweils geschriebene bzw. gelesene Datenmenge unterscheidet, wie die folgende Tabelle zeigt. Die Testdaten sind vollständig inkompressibel.

Bestandteile des Storage-Benchmarks
AnwendungsprofilInsgesamt gelesenInsgesamt geschrieben
Adobe Photoshop light 313 MB 2.336 MB
Adobe Photoshop heavy 468 MB 5.640 MB
Adobe Illustrator 373 MB 89 MB
Adobe InDesign 401 MB 624 MB
Adobe After Effects 311 MB 16 MB
Microsoft Word 107 MB 95 MB
Microsoft Excel 73 MB 15 MB
Microsoft PowerPoint 83 MB 21 MB
World of Warcraft 390 MB 5 MB
Battlefield 3 887 MB 28 MB

Als Änderung im Vergleich zu PCMark 7 hat Futuremark die Komprimierung der Leerlaufzeit (idle time compression) entfernt, sodass sich die abgespielten Traces eher wie eine echte Anwendung verhalten. Im Gegensatz zu früher geben wir als Ergebnis dieses Tests nicht mehr die von PCMark berechnete Punktzahl an, sondern die rechnerische Transferrate. Diese berechnet sich aus der Menge an gelesenen und geschriebenen Daten (vgl. Tabelle) dividiert durch die Zeit, die das Laufwerk mit der Abarbeitung von mindestens einer Anfrage beschäftigt war. Eine höhere Transferrate bedeutet also, dass kürzer auf das Laufwerk gewartet werden musste und sich die Reaktionszeit einer Anwendung so auch insgesamt verkürzt.

Futuremark PCMark 8

Storage - Gesamtwertung

MB/s
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Immerhin: Die OCZ Trion 150 ist gut 10% schneller als der Vorgänger, das bedeutet allerdings trotzdem nur den vorletzten Platz unter allen bisher von uns getesteten SSDs.

Die folgenden Diagramme zeigen die Transferrate der einzelnen Laufwerke in den jeweiligen Einzeldisziplinen. Die beiden Spieletests bestehen aus dem Login, bei Battlefield 3 aus dem Laden eines Spielstands und schließlich dem Start des Spielens.

Futuremark PCMark 8

Storage - Battlefield 3

MB/s
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Futuremark PCMark 8

Storage - World of Warcraft

MB/s
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Um die Geschwindigkeit der Laufwerke in einem Office-Szenario zu testen, werden Powerpoint, Excel und Word aus Microsofts Office-Suite verwendet. Dabei wird ein Dokument geöffnet, bearbeitet, gespeichert und das Programm wieder geschlossen.

Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Powerpoint

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Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Excel

MB/s
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Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Word

MB/s
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Während Office-Anwendungen für das Storage-System nicht sehr anspruchsvoll sind, fordern die Anwendungen von Adobe die Laufwerke deutlich mehr. Insbesondere beim "Adobe Photoshop (heavy)"-Test werden sehr viele Daten geschrieben, hier wird eine PSD-Datei geöffnet, bearbeitet und schließlich in verschiedenen Formaten gespeichert.

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe After Effects

MB/s
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Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Indesign

MB/s
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Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Illustrator

MB/s
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Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Photoshop (heavy)

MB/s
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Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Photoshop (light)

MB/s
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Das Gesamtergebnis ist konsistent mit den Einzelergebnissen, die OCZ Trion 150 sticht bei keinem Test besonders hervor.


Der PCMark 8 „Expanded Storage"-Test besteht aus zwei Teilen, dem „Consistency test" und dem „Adaptivity test". Letzterer prüft, wie gut sich ein Storage-System an eine bestimmte Last anpassen kann. Für uns interessanter ist der erste Test, der den Performanceverlust eines Speichersystems messen soll. Bisher haben wir für diesen Zweck eine Kombination von HDTach und Iometer eingesetzt: Zuerst wurde die sequenzielle Performance im Neuzustand gemessen, dann das Laufwerk mit Iometer extrem stark beansprucht und anschließend wieder die Performance gemessen. Die Performance vieler Laufwerke ist dabei nicht se