ADATA XPG SX930 SSD mit 120 GB im Test

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teaserADATA meldet sich zurück – mit der XPG SX930 SSD. Die Zielgruppe sollen vor allem Gamer sein, ADATA wirbt mit hoher Leistung und Zuverlässigkeit. Interessant ist die ADATA XPG SX930 vor allem wegen des Controllers, denn es kommt ein Modell von JMicron zum Einsatz, namentlich der JMF670H. Die XPG SX930 ist die erste SSD mit diesem Controller bei uns in der Redaktion und wir sind gespannt, wie sich das Laufwerk und der Controller gegen die Konkurrenz schlagen.

Neben den wohlbekannten Controllern von Marvell hat in letzter Zeit vor allem im Einstiegs- und Mainstream-Segement der Silicon-Motion-2246-Controller an Popularität gewonnen. Mit der ADATA XPG SX930 betritt nun ein weiterer Spieler das Feld. Bisher war JMicron nicht für High-End-Controller bekannt, doch wirbt ADATA unter anderem mit „extremer Performance“.

Das Design der ADATA XPG SX930 soll Gamer ansprechen

ADATAs neueste SSD soll nicht nur eine hohe Performance, sondern auch eine hohe Zuverlässigkeit bieten. ADATA spricht in diesem Zusammenhang von „Enterprise MLC“-Speicher, diese Aussage wird aber nicht weiter präzisiert. Belastbarer sind indes die fünf Jahre Garantie, die ADATA gewährt und die tatsächlich dem High-End-Segment entsprechen. Einsteiger und Mainstream-Laufwerke kommen meistens nur mit einer dreijährigen Garantie. Für einen zumindest kurzzeitigen Performance-Boost soll außerdem die pSLC-Technologie sorgen. Wie es um die Performance der XPG SX930 bestellt ist, werden die nächsten Seiten zeigen.

Die technischen Daten tabellarisch zusammengefasst:

Hersteller und
Bezeichnung
ADATA XPG SX930 120 GB
UVP 79 Euro
Homepage www.adata.com
Technische Daten  
Formfaktor 2,5 Zoll
Protokoll AHCI
Kapazität (lt. Hersteller) 120 GB
Kapazität (formatiert) 112 GiB
Verfügbare Kapazitäten 120, 240, 480 GB
Cache 128 MB (DDR3)
Controller JMicron JMF670H
Chipart MLC (Micron, 16 nm)
Lesen (lt. Hersteller) 550 MB/s
Schreiben (lt. Hersteller) 520 MB/s
   
Herstellergarantie Fünf Jahre
Lieferumfang Adapter von 7 mm auf 9,5 mm,
3,5-Zoll-Einbaurahmen

Hardwareseitig kommt auf der ADATA XPG SX930 SSD der JMicron JMF670H-Controller zusammen mit klassischem, planarem MLC-Speicher zum Einsatz. Letzterer stammt von Micron und ist in 16 nm gefertigt. Das Versprechen von extremer Performance der SSD bekommt hier allerdings schon einen ersten Kratzer, denn der JMicron-Controller unterstützt lediglich vier Kanäle. Eine hohe Performance ist meistens erst ab acht Kanälen zu erwarten.

Der Speicher wird nicht von ADATA hergestellt, das Silizium kommt von Micron

Beim Speicher hat ADATA eine konservative Wahl getroffen, weder setzt man auf TLC-Speicher noch auf Speicher mit dreidimensionalem Aufbau. In diesem Zusammenhang ist nicht ganz klar, warum ADATA von „Enterprise MLC“ spricht. Es gibt zwar eine Enterprise-Variante von MLC, diese nennt sich eMLC und zeichnet sich durch eine wesentlich höhere Haltbarkeit gegenüber herkömmlichen MLC-Speicher aus. Doch ist eMLC auch um ein vielfaches teurer, sodass dieser Speicher niemals auf Consumer-Laufwerken zum Einsatz kommen wird. Die Begriffswahl ist hier sicher etwas unglücklich geraten, zumal auch normaler MLC-Speicher keinen Anlass zur Sorge gibt, was die Haltbarkeit des Laufwerks angeht.

JMicron-Controller und DRAM-Cache

Im Datenblatt der ADATA XPG SX930 findet sich ein Hinweis auf einen pSLC-Cache. Ausgeschrieben bedeutet das Pseudo-SLC-Cache und beschreibt einen Bereich im Speicher, der nur mit einem statt zwei Bits pro Zelle programmiert wird. Damit kann der Programmiervorgang wesentlich schneller ausgeführt werden, was direkt in einer höheren Performance mündet. Würden alle Zellen nur mit einem Bit programmiert werden, stünde jedoch nur die Hälfte der nominellen Kapazität zur Verfügung, weswegen nur ein gewisser Bereich im SLC-Modus angesprochen werden kann. Werden mehr Daten geschrieben oder befindet sich die SSD im Leerlauf, werden die Daten daher umkopiert, die Zellen also vollständig genutzt.

Der Pseudo-SLC-Modus ist keine Neuheit und kommt bereits seit längerem bei Laufwerken von OCZ zum Einsatz. Dort wird bis zu 50% der freien Kapazität für den Pseudo-SLC-Modus genutzt, bevor die Daten umkopiert werden. Beim Einsteiger Laufwerk OCZ Trion 100 ist dieser Bereich deutlich kleiner. Auch bei der ADATA XPG SX930 ist der Pseudo-SLC-Modus nur für einen kurzen Zeitraum aktiv, wie wir leicht mittels HDTach testen können:

sx930 hdtach

Bereits nach wenigen geschriebenen Gigabyte fällt die Schreibperformance von nicht ganz 400 MB/s auf ca. 160 MB/s. Im Alltag sollte dieses Verhalten nicht spürbar sein, lediglich wer viel mit großen Dateien arbeitet, könnte sich wundern, warum die Performance stellenweise stark einbricht.


asrock-z97-extreme6

Hardware

Software

Anmerkungen

Sofern nicht anders angegeben, werden alle Laufwerke an einem SATA-6 Gb/s-Port des Z97-Chipsatzes getestet. Um zufällige Schwankungen bei den Messungen zu minimieren, wurden im BIOS SpeedStep, sämtliche C-States sowie der Turbo-Modus deaktiviert. Außerdem wurde LPM (Link Power Management) deaktiviert.


Iometer ist ein recht universeller Benchmark, mit dessen Hilfe sich die Rohleistung eines Laufwerks mit nahezu allen erdenklichen Zugriffsmustern untersuchen lässt. In der aktuellen Version ist außerdem die Möglichkeit hinzugekommen, das Datenmuster auszuwählen. Von besonderem Interesse sind hier die Optionen „Repeating bytes“ und „Full random“. Die erste Option erzeugt immer die gleichen Datenmuster, sodass ein Controller diese Daten stark komprimieren kann. Das machen bei weitem nicht alle Controller, manche (z.B. SandForce) besitzen allerdings eine transparente Kompression und erreichen so, stark abhängig vom Datenmuster, eine höhere oder niedrigere Datenübertragungsrate. Die zweite Option erzeugt einen 16 MB großen Puffer mit Daten hoher Entropie, sodass eine Kompression sehr schwer (allerdings nicht komplett unmöglich) wird. Controller, die komprimieren, werden daher mit beiden Datenmustern getestet und die Ergebnisse mit der Einstellung „Full random“ entsprechend gekennzeichnet. Die Standardeinstellung ist „Repeating bytes“, so werden meistens auch die Herstellerangaben ermittelt.

Während die minimale Anfragetiefe (auch Queue Depth, kurz QD) von eins typisch für ein Desktopsystem ist (sie kann auch geringfügig höher sein, befindet sich jedoch meistens deutlich im einstelligen Bereich), zeigt der Test mit QD 32 das Maximum dessen, wozu die SSD imstande ist. Derart hohe Anfragetiefen erreicht man unter normalen Umständen allerdings nur in Mehrbenutzer- bzw. Serverumgebungen.

Der 4K-Test wird über einen Bereich von acht Millionen logischen Sektoren (512 Byte) durchgeführt, der sequenzielle Test findet über die komplette Kapazität des Laufwerks statt.

Iometer

4K lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K lesen (QD 3)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 3)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K lesen (QD 32)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 32)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

Sequenziell lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

Sequenziell schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Die ADATA XPG SX930 schafft es bei diesem Benchmark leider nicht über den unteren Durchschnitt hinaus.


Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Es werden komplett inkompressible Daten verwendet, sodass dieser Benchmark für komprimierende Controller praktisch ein Worst-Case-Szenario darstellt. Sequenzieller- und 4K-Test finden bei einer Queue Depth von eins statt. Für Desktopsysteme ist auch hier wieder der 4K-Test mit QD 1 am wichtigsten, wohingegen der Test mit QD 64 wieder das Maximum (mit aktiviertem NCQ) zeigt.

AS SSD Benchmark

4K lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K lesen (QD 64)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K schreiben (QD 64)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Sequenziell lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Sequenziell schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Beim Lesen von kleinen Datenblöcken und niedriger Anfragetiefe schneidet die ADATA XPG SX930 überraschend gut ab. Ansonsten liefert sie bestenfalls durchschnittliche Ergebnisse.


Der Kopierbenchmark gibt Aufschluss darüber, wie schnell innerhalb des Laufwerks Daten kopiert werden können. Die verwendeten Muster entsprechen typischen Szenarien: ISO (zwei große Dateien), Programm (viele kleine Dateien), Spiel (große und kleine Dateien gemischt).

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Iso

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Programm

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Spiel

MB/s
Mehr ist besser

Beim Kopieren von Daten kann die ADATA XPG SX930 recht gut mithalten.


Synthetische Benchmarks geben jeweils nur extreme Anwendungsfälle wieder. Bei der alltäglichen Nutzung eines Systems fallen sehr viele unterschiedliche Zugriffsmuster an, von sehr kleinen Blöcken bis hin zu großen sequenziellen Transfers. Ein Trace-Benchmark gibt genau diese Zugriffsmuster wieder, die zuvor während der Nutzung eines Systems aufgezeichnet wurden. PCMark 8 verwendet die Zugriffsmuster mehrerer Anwendungen, wobei sich auch die jeweils geschriebene bzw. gelesene Datenmenge unterscheidet, wie die folgende Tabelle zeigt. Die Testdaten sind vollständig inkompressibel.

Bestandteile des Storage-Benchmarks
AnwendungsprofilInsgesamt gelesenInsgesamt geschrieben
Adobe Photoshop light 313 MB 2.336 MB
Adobe Photoshop heavy 468 MB 5.640 MB
Adobe Illustrator 373 MB 89 MB
Adobe InDesign 401 MB 624 MB
Adobe After Effects 311 MB 16 MB
Microsoft Word 107 MB 95 MB
Microsoft Excel 73 MB 15 MB
Microsoft PowerPoint 83 MB 21 MB
World of Warcraft 390 MB 5 MB
Battlefield 3 887 MB 28 MB

Als Änderung im Vergleich zu PCMark 7 hat Futuremark die Komprimierung der Leerlaufzeit (idle time compression) entfernt, sodass sich die abgespielten Traces eher wie eine echte Anwendung verhalten. Im Gegensatz zu früher geben wir als Ergebnis dieses Tests nicht mehr die von PCMark berechnete Punktzahl an, sondern die rechnerische Transferrate. Diese berechnet sich aus der Menge an gelesenen und geschriebenen Daten (vgl. Tabelle) dividiert durch die Zeit, die das Laufwerk mit der Abarbeitung von mindestens einer Anfrage beschäftigt war. Eine höhere Transferrate bedeutet also, dass kürzer auf das Laufwerk gewartet werden musste und sich die Reaktionszeit einer Anwendung so auch insgesamt verkürzt.

Futuremark PCMark 8

Storage - Gesamtwertung

MB/s
Mehr ist besser

Auch bei der Alltagsperformance glänzt die ADATA XPG SX930 nicht wirklich. SSDs wie die Crucial BX100 sind hier deutlich schneller und gleichzeitig noch günstiger.

Die folgenden Diagramme zeigen die Transferrate der einzelnen Laufwerke in den jeweiligen Einzeldisziplinen. Die beiden Spieletests bestehen aus dem Login, bei Battlefield 3 aus dem Laden eines Spielstands und schließlich dem Start des Spielens.

Futuremark PCMark 8

Storage - Battlefield 3

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - World of Warcraft

MB/s
Mehr ist besser


Um die Geschwindigkeit der Laufwerke in einem Office-Szenario zu testen, werden Powerpoint, Excel und Word aus Microsofts Office-Suite verwendet. Dabei wird ein Dokument geöffnet, bearbeitet, gespeichert und das Programm wieder geschlossen.

Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Powerpoint

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Excel

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Word

MB/s
Mehr ist besser

Während Office-Anwendungen für das Storage-System nicht sehr anspruchsvoll sind, fordern die Anwendungen von Adobe die Laufwerke deutlich mehr. Insbesondere beim "Adobe Photoshop (heavy)"-Test werden sehr viele Daten geschrieben, hier wird eine PSD-Datei geöffnet, bearbeitet und schließlich in verschiedenen Formaten gespeichert.

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe After Effects

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Indesign

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Illustrator

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Photoshop (heavy)

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Photoshop (light)

MB/s
Mehr ist besser

Bei den Einzeldisziplinen gibt es keine weiteren Auffälligkeiten.


Der PCMark 8 „Expanded Storage"-Test besteht aus zwei Teilen, dem „Consistency test" und dem „Adaptivity test". Letzterer prüft, wie gut sich ein Storage-System an eine bestimmte Last anpassen kann. Für uns interessanter ist der erste Test, der den Performanceverlust eines Speichersystems messen soll. Bisher haben wir für diesen Zweck eine Kombination von HDTach und Iometer eingesetzt: Zuerst wurde die sequenzielle Performance im Neuzustand gemessen, dann das Laufwerk mit Iometer extrem stark beansprucht und anschließend wieder die Performance gemessen. Die Performance vieler Laufwerke ist dabei nicht selten um 50% und mehr eingebrochen. Dieses Vorgehen erlaubt eine Aussage über den Worst Case.

Das Vorgehen von PCMark 8 ist deutlich näher am Alltag: In der ersten Phase wird das Laufwerk zweimal komplett gefüllt, wobei der zweite Durchlauf sicherstellen soll, dass auch der dem Nutzer nicht zugängliche Speicher gefüllt wird. In der zweiten Phase (Degrade) wird das Laufwerk insgesamt achtmal hintereinander mit zufälligen Schreibzugriffen belastet, wobei der erste Durchgang 10 Minuten dauert und jeder weitere Durchlauf fünf Minuten länger. Nach jedem Durchgang wird die Performance gemessen. In der dritten Phase (Steady state) finden fünf weitere Durchläufe mit jeweils 45 Minuten Schreibdauer statt, auch hier wird die Performance gemessen. In der letzten Phase (Recovery) wird nach einer Leerlaufzeit von fünf Minuten die Performance gemessen. Diese Messung wird inklusive der Leerlaufzeit fünfmal wiederholt und soll dem Laufwerk die Möglichkeit geben, sich zu regenerieren.

Die beiden folgenden Diagramme zeigen, wie lange unterschiedliche Laufwerke in den verschiedenen Phasen durchschnittlich brauchen, um einen Lese- oder Schreibzugriff zu beantworten. Hierbei beschränken wir uns auf den größten Teil des Trace-Benchmarks, nämlich das Profil „Photoshop Heavy", bei welchem 468 MB gelesen und 5640 MB geschrieben werden. Sowohl dieser als auch die vorherigen Tests mit HDTach und Iometer haben ihre Daseinsberechtigung, für den Alltag relevanter sollten allerdings diese Ergebnisse sein.

 de consistency read access 500

 de consistency write access 500

Das nächste Diagramm zeigt wieder die Transferrate, wie wir sie von den beiden vorherigen Seiten kennen. Es werden alle Profile in die Berechnung miteinbezogen.

 de consistency bandwidth 500

Auffällig ist die sehr hohe Latenz beim Lesen. Hier schneidet die ADATA XPG SX930 schlechter ab als alle anderen Laufwerke, die wir bisher getestet haben. Auch die Transferrate steigt in der Erholungsphase nicht mehr an, von den ursprünglichen 222,1 MB/s bleiben am Ende des Tests deutlich weniger als 100 MB/s übrig.


Die Benchmarks sprechen eine eindeutige Sprache: Die ADATA XPG SX930 ist alles, aber kein Laufwerk mit „extremer Performance“. Die Performance ist bestenfalls als durchschnittlich zu bezeichnen, was aufgrund des Controller-Designs aber auch nicht unbedingt anders zu erwarten war. Hier tritt dann auch die Problematik zu Tage, denn ADATA möchte das Laufwerk nicht als Einsteiger- oder Mainstream-Produkt, sondern als Gamer-SSD verkaufen. Ohne den Sinn einer eigenen Kategorie für „Gamer-SSDs“ zu hinterfragen, werden diese Laufwerke in der Regel zwischen Mainstream- und High-End-SSDs platziert. Wir müssen allerdings ebenfalls beachten, dass wir nur ein Modell mit 120 GB getestet haben, die größeren Modelle werden naturgemäß eine etwas bessere Performance liefern.

Die ADATA XPG SX930 hat einen schweren Stand gegen die Konkurrenz

Die UVP der ADATA XPG SX930 liegt bei 79, 120 und 246 Euro für die Modelle mit 120, 240 und 480 GB. Das ADATA-Laufwerk besitzt zwar eine fünf- statt nur einer dreijährigen Garantie, im Gegensatz zu Einsteiger- und Mainstream-Laufwerken, doch dürften viele SSDs bereits vor Ablauf der drei Jahre getauscht werden, entweder weil die Entwicklung so weit vorangeschritten ist, dass man ein neues Laufwerk möchte und/oder weil die Kapazität schlicht nicht mehr ausreicht. Der längere Garantiezeitraum ist sicher ein nettes Feature, doch reicht es nicht um den Kauf der XPG SX930 zu rechtfertigen. Dass auch Laufwerke mit kleiner Kapazität nicht unbedingt deutlich langsamer sein müssen, zeigt übrigens die Samsung SSD 850 EVO, die in der 120 GB Version beim PCMark-Benchmark fast 25% schneller ist als die ADATA XPG SX930. Bei einem Preis von 69 Euro für die Samsung SSD wird nochmals klar, dass der Straßenpreis der SX930 deutlich fallen muss. Einsteiger-Laufwerke wie die Crucial BX100 sind ebenfalls deutlich günstiger zu haben, die 120 GB Variante gibt es bereits ab 58 Euro.

Letztendlich gehört ADATA auch nicht zu den Herstellern, die eine eigene Entwicklung oder gar Flashspeicher-Produktion besitzen, sodass es schwierig ist, ein innovatives Produkt zu liefern, das sich vom restlichen Markt abhebt. Die beste Möglichkeit ist also über den Preis zu punkten, doch darf darunter natürlich nicht die Qualität leiden. Die ADATA XPG SX930 muss sich preislich in den Bereich der Crucial BX100 bewegen, um eine Chance auf eine Empfehlung zu haben.

Positive Aspekte der ADATA XPG SX930:

Negative Aspekte der ADATA XPG SX930: